Zill CD »Wundland«: „Wo könnt es schöner sein?“
20 Oktober 2010 Eingestellt von: Gerhard 512 klicks Keine Kommentare
Ja, wo könnte es denn schöner sein als zu Hause, gemütlich auf dem Sofa sitzend – mit einer gelungenen CD im Player? Die neue Scheibe von Zill namens „Wundland“ geht schon mal furios los mit dem Titel „Drin“, aus dem das Zitat stammt. Ein Song mit absolutem Ohrwurmcharakter aus dem Innenleben des Musikers, gleich zu Beginn, da bleibt die Spannung, was darauf noch so alles folgen mag…
Es folgen noch zehn weitere Titel mit der Spieldauer zwischen 1:00 und 4:36 Minuten, die mit ausgefeilten Synthesizer-Sounds & -Sequenzen sowie treibendem Schlagzeug, furiosen E-Gitarren und intensivem, rockigem Gesang aufwarten.
Die Ode an „Madeleine“ haut in dieselbe Kerbe wie der Start-Titel – man kriegt den Refrain mit „Oh, Madeleine, warum lässt du mich so stehn?“, einfach nicht mehr aus dem Kopf. Mehrstimmiger bzw. Wechsel-Gesang trägt zum gelungen Gesamteindruck bei.
„2 Minuten Glück“ geht als Song ganze 3:48 Minuten und liefert neben einem schönen Synthesizer-Intro und einsetzende Schlagzeug-Klängen Gedanken zu Leben und Tod. In wohlgesetzten Worten – die ganze CD ist auf Deutsch gesungen – wird über das philosophiert, was das Haupt-Thema eines jeden Menschen-Lebens sein dürfte: das Glück.
Ein romantisches Klavier-Intro bietet „Sterne sterben sehen“, das auch in den Strophen des Songs weitergeht und mit der Zeit von Schlagzeugklängen ergänzt wird. Stark rhythmisierte E-Gitarren im Refrain bilden einen gelungenen Kontrast.
Als mit Abstand kürzester Song auf der Scheibe schleicht sich der ein-minütige „Schleicher“ in die Ohren der Zuhörer. Dem langen Synthie-Intro folgen sehr rockige Gitarren, bevor der prägnante Gesang sein Übriges zum Gelingen des Songs beiträgt. Noch heftigere Gitarren-Soli erklingen im gleich darauf folgenden Titel „Wunderland“. – Ja, der Titel heißt wirklich so. Ich hab auch erst Mal auf dem CD-Cover nachgeschaut, weil die Scheibe an sich ja „Wundland“ heißt. Und hier wird man unweigerlich wieder an die Ohrwürmer vom Beginn der CD erinnert, auch wenn der Inhalt mit „alles abgebrannt“ nicht so erstrebenswert erscheint. Rockmusik-Freunde werden ihre Freude an diesem Song haben.
Ein eingängiger Refrain mit schönen Hall- und Echo-Effekten folgt sofort mit »Marios Lauf«: „Marioooooo – Marioooooo – keiner hält dich auf bei deinem letzten Lauf. Jetzt läufst du so wie Super Mario!“ Nicht nur Computerspiele-Fans werden dieses Lied lieben.
Der absolut längste Titel auf der ganzen CD ist mit stolzen 4:36 Minuten das „Haus der Sinne“. Hier bedauert der Sänger, dass die Angesprochene nie aus ihrem Haus der Sinne heraus kommt und er sich damit abfinden muss, nur von außen rein sehen zu können. Herzschmerz in Reinkultur – geschmackvoll und konzertant präsentiert. Die Zeit vergeht beim Hören wie im Flug und die viereinhalb Minuten sind schneller rum als man denkt. Tipp: Die instrumentale Bridge – die muss man einfach gehört haben!
Mit der „Disco in Moskau“ schließt sich der Kreis. Für diesen schwungvollen Song hat sich Zill die Sängerin Chanty Wunder von der Band “Fräulein Wunder” ins Boot geholt – was dem Song auf alle Fälle nicht geschadet hat! Einen gelungeneren Abschluss von „Wundland“ hätte man sich nicht wünschen können.
Bliebt nur noch, zu empfehlen, sich die Platte unbedingt zu besorgen. Die Glückspilze unter unseren Lesern können auch bei unserer CD-Verlosung mitmachen – im Oktober 2010 werden gleich drei Zill-CDs mit dem Original-Autogramm des Künstlers verlost!
Zur Verlosung geht es – hier.
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CD-Rezension: Gerhard/Musik Für Uns
Fotos: myspace.com/zillmusic [/stextbox]





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