UPCOMING CD 2010 – ROCK – Rezension (2)
9 Oktober 2010 Eingestellt von: Stephi 432 klicks Keine Kommentare
Den neunten Song „One Wish“ hat die Band Arson beigetragen. Die gehen mehr so in die härtere Abteilung des Rock. Oder vielleicht könnte man sie auch irgendwo zwischen New Metal, Melodic Metal und Emocore ansiedeln. Jedenfalls können Arson durchaus was und sind in der Musikszene auch schon länger unterwegs und haben schon einige Erfahrungen gesammelt, sind aber musiktechnisch wahrscheinlich mehr Geschmackssache. Wer mehr auf etwas sanfteren Metal steht, ist bei der Band aber auf jeden Fall richtig.
Mitten auf der CD kommt dann die Band Steampeax aus Bern – die erste Band aus der Schweiz quasi auf dieser CD – und sie treten mit ihrem Punk-Rock Song „Her Story“ auf. Die Musik der aus drei Mitgliedern bestehenden Band ist ganz gut – aber auch nicht unbedingt etwas Neues. Aber wer weiß, wo die Band noch hinkommt. Es gibt sie inzwischen schon seit sieben Jahren und sie hat somit schon einiges an Erfahrungen gesammelt …
Und nun zur zweiten Band auf dieser CD, die aus der Schweiz kommt: Mole Affect mit ihrem Song „Try it again“. Die Stimme des Sängers ist sehr entspannend. Singen kann er auf jeden Fall. Der Song handelt davon, dass man Dinge einfach nochmal probieren soll, wenn sie beim ersten Mal nicht so ganz funktioniert haben … Davon, dass man nicht frustriert sein soll, sondern es nochmal versuchen soll. Die Pop-Rock Mischung der Band ist insgesamt ganz gut und die Stimme passt.
Nun zu einer Band aus Stuttgart: Lifetape mit dem Lied „Stadt“. Lifetape besteht aus fünf Jungs und hat schon eine dreijährige Bandgeschichte hinter sich – und in dieser Zeit sich schon sehr weiterentwickelt. Musikalisch eine Top-Band, die schon einiges drauf hat und ein Sänger, bei dem man merkt, wie sehr er das Singen und die Musik liebt. Wie gesagt, haben sie was drauf, aber man muss auch sagen, dass man Deutschrock schon mögen muss, um diese Band auch zu mögen. Ihr Song „Stadt“, der auf dieser CD zu finden ist, erzählt davon, dass man manchmal erst Abstand von etwas nehmen muss, um es zu erkennen und überblicken zu können. Die Stadt, in der alles oft sehr chaotisch zu geht, kann man erst überblicken, wenn man weggeht von ihr und sie dann überblicken kann. Und übertragen aufs normale Leben heißt es genau das selbe: „Verändere deinen Blick und schau vom Berg ins Tal – dann scheint manche Entscheidung so einfach und banal.“
Song Nummer 13 steuert der Künstler Emanuel Reiter aus St. Gallen (Schweiz) bei. Mit seinem Deutsch-Pop-Rock-Song „Keine Zeit zu verlieren“ beschreibt er das Gefühl, wenn man plötzlich aufwacht und merkt, dass man viel zu viel wartet und eigentlich gar nichts geschieht – und man dann nicht mehr still stehen und zusehen will – ein Motivationssong für die Menschen, die etwas ändern wollen. Wer guten Deutsch-Pop-Rock mag, ist bei Emanuel Reiter auf jeden Fall richtig.
Die Band, die nun folgt, nennt sich Heilkraft und kommt aus Heidenheim (Bayern). Insgesamt ist ihr Song „Held“ zwar schon gut produziert und die Band kann auch etwas, aber es fehlt noch ein bisschen was für den „perfekten“ Song … Das Lied deprimiert einen irgendwie ein bisschen von der Stimmung her. Und es fehlt ein bisschen die Melodie.
Eine meiner persönlichen Neuentdeckungen auf dieser CD kommt nun, heißt WarumLila und kommt aus Minden. Den Song habe ich mir oft in der S-Bahn angehört, während ich zur Arbeit gefahren bin, und mir ist da zweimal schon Gänsehaut gekommen, weil die Thematik des Liedes einem echt zu Herzen geht und einem bewusst wird, wie schnell das Leben eigentlich vorbei sein kann … Das Lied heißt „Radio Song“ und es geht darum, dass ein Mann im Radio hört, dass eine Frau von Anfang 30 bei einem Autounfall verunglückt ist. Und er befürchtet, dass es sich dabei um seine Frau handelt … „Was wäre wenn …?“ – Nach diesem Motto spielt die Band diesen Song und es macht einen definitiv nachdenklich … Guter Deutsch-Rock-Song mit gutem Thema.
Den sechzehnten Track steuert nun die Band „Bodenpersonal“ aus Stuttgart bei. Der Song nennt sich „Zusammen“ und handelt davon, dass wir zusammen auf dem Weg sind. Auf einem Weg, der von Jesus gezeigt und geöffnet wird. Thematik ist ganz gut und der Songtext auch. Stimme und Melodie passt. Aber man muss auch sagen, dass das Lied nichts wirklich Neues ist … Solide, aber nichts Atemberaubendes.
Die nächste Band nennt sich „Joiners Friends“ und kommt aus Sehmatal – und mit dieser Band haben wir auch endlich mal eine Frauenstimme zu hören auf dieser CD. Christlicher deutschsprachiger Alternative-Pop-Rock. Das Lied nennt sich „Heilig“ und ist ein typischer Worship-Song. „Heilig bist du, Herr. Heilig bist du, Herr. In die Tiefen der Seele dringst du.“ Eine Band, die sich bestimmt sehr gut in Jugendgottesdiensten macht.
Und nun kommen wir auch schon zum vorletzten Song. Der heißt „Ausweglos“ und kommt von der Band Weitsicht aus Oberndorf am Neckar. Die Musik der Band ist noch etwas ausbaufähig: Die Stimme des Sängers ist nicht schlecht, aber die Töne werden manchmal nicht hundertprozentig getroffen. Eine Sängerin hat die Band auch noch mit drin und die kann durchaus was. Die Melodie hätte man vielleicht auch noch etwas ausfeilen können – hat nicht so den Wiedererkennungs-Effekt. Aber gegen Ende, wenn Sänger und Sängerin zusammen singen, wird’s dann doch ganz schön. Die Band schreibt und singt vor allem Lieder, die in die Worship- und Gottesdienstrichtung gehen.
Und nun kommen wir schon zur letzten Band. Die heißt „Voices for Christ“ und besteht aus 25 jugendlichen und erwachsenen Sängerinnen und Sängern mit Band. Der Musikstil siedelt sich mehr beim Pop an. Die Stimmen sind super und live bestimmt eine tolle Band mit Gänsehautfeeling. Wie ihr Name schon sagt: Sie singen für und von Jesus und wollen die gute Nachricht an die Menschen weitergeben.
Insgesamt ist die Upcoming Rock CD eine super Sache und man kann in die Musik von vielen Bands reinhören, von denen man sonst vielleicht nie etwas gehört hätte. Auf jeden Fall kann man einige Neuentdeckungen machen, was Bands angeht – und ich empfehle die CD jedem, der Interesse an etwas unbekannteren und Newcomer-Bands oder an schon etwas etablierteren Bands, wie freequency oder Sacrety, hat.
[stextbox id="alert" color="000000" ccolor="ffffff" bcolor="696969" bgcolor="ffffff" cbgcolor="ffffff" image="null"]Website: www.records.musicfreaks.de
CD Rezension: Stephi/Musik Für Uns
Fotos: musicfreaks.biz[/stextbox]





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