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Spingler, Markus – Pressetext NTZ

25 Juli 2009 Eingestellt von: Gerhard 147 klicks Keine Kommentare

Markus Spingler in der Nürtinger Zeitung am 11.03.2009

Markus

“Das Tor zur Stille liegt im Augenblick”

Eine Foto-Ausstellung von Markus Spingler im Stift Urach

Von Gerhard Brenner

„Das Tor zur Stille liegt im Augenblick. Nur durch ihn können wir zur Ruhe kommen“ – der fast 40-jährige Markus Spingler war schon immer auf der Suche nach dem, was für ihn wichtig ist in der Welt. Der aus Neuffen stammende Fotokünstler – der Vater war der Wirt der Bahnhofsgaststätte – hat nach dem Abschluss der Realschule zunächst eine Banken-Lehre absolviert. Nach dem Zivildienst beim CVJM Stuttgart folgte eine längere Berufsfindungsphase, die ihn über eine Schule für Physikalisch-Technische-Assistenten erst zurück zur Bank und dann wieder als Buchhalter zum CVJM geführt hat.

Nebenher machte Markus Spingler eine Ausbildung zum Fachkaufmann für Organisation und Informations-Organisator. Um den Einstieg in die IT zu schaffen, sagte der Fotokünstler dem bisherigen Berufsleben ade und besuchte zwei Jahre lang eine DV-Betriebsschule. Im Anschluss arbeitete er für eine Unternehmensberatung und ist seit zwölf Jahren in der Prozess- und Organisationsentwicklung unterwegs.

Zum Fotografieren kam Markus Spingler im zarten Alter von sechs Jahren über eine einfache Kamera seines Vaters, mit der er fortan „ein bisschen herumgeknipst“ hat. Später bekam er eine richtige Spiegelreflex-Kamera geschenkt, mit der er dann sehr viel fotografierte. Während der Banken-Lehre war Pause mit der Knipserei, erst als Zivi begann die Beschäftigung mit dem Hobby erneut. Heute fotografiert er nur noch digital und nutzt sein „Fotolabor im PC“.

Zu seinen tiefsinnigen Texten kommt er durch den Umstand, dass er die Dinge, die ihn bewegen, versucht in kurze Worte zu fassen. Diese Konzentration auf das Wesentliche hilft ihm, Klarheit für sich selbst zu finden. Dadurch fällt es ihm leichter, sich eine Meinung zu bestimmten Themen zu bilden – und kurz und schmerzlos auszudrücken, was ihn im Moment bewegt.

Die Verbindung von Texten und Fotografien begann mit der Herstellung eines Bildbandes, der als Weihnachtsgeschenk für seine Frau Renate gedacht war. Dieses erste Werk fand so viel Beachtung im Bekanntenkreis, dass die Idee zu einer Ausstellung in der Raiffeisenbank im heimischen Weissach geboren wurde. Der Fotokünstler wollte einfach mal wissen, wie andere über seine Werke denken.

Durch eine Terminverschiebung mit zwischenzeitlicher Absage der Weissacher Ausstellung (die dann später doch noch stattfand und sehr positives Feedback mit sich brachte) kam Markus Spingler auf die Idee, beim Uracher Stift anzufragen, das er von verschiedenen Einkehrtagen her bereits kannte. Und dort rannte der Künstler offene Türen ein. Pfarrerin Bärbel Hartmann war begeistert, sie schlug sofort die Kombination „Musik und Kunst“ vor, so kam das Neuffener Duo Zwischentöne für die Vernissage mit ins Boot.

Der Hobby-Kletterer Markus Spingler macht sich große Gedanken um die Werte in der Wirtschaft. Sein Wunsch ist, dass die christlichen Werte in der Wirtschaft wieder mehr an Gewicht gewinnen. In fernerer Zukunft würde er gerne als Fotograf durch die Lande reisen und ein Buch schreiben.

Für seine Ausstellung in Bad Urach wünscht sich Markus Spingler, dass Besucher beim Betrachten seiner Bilder und Texte für sich neu definieren können, wie sie mit ihren „Augenblicken“ umgehen. Er meint, dass viele Menschen heute getrieben sind. Was fatale Folgen für die Gesellschaft hat, wie die Zunahme an Stress-Symptomen zeigt. Er möchte einen Ausgleich in Richtung Ruhephasen schaffen, wo Menschen fähig werden, ihren Mittelpunkt zu finden und ihr Leben wieder bewusster zu gestalten. Denn „der Augenblick ist der Raum, in dem wir leben. Mehr haben wir nicht.“    Gerhard Brenner

Info: Die Ausstellung „Gedankenbilder“ von Markus Spingler ist vom 15. März bis zum 26. April im Einkehrhaus Stift Urach zu sehen. Vernissage ist am Sonntag, 15. März, um 19 Uhr.

Der Künstler und seine Fotos: Markus Spingler stellt im Stift Urach aus. Foto: Dietmar Wagner

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