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September Leaves im Interview

25 Juli 2009 Eingestellt von: Gerhard 417 klicks Keine Kommentare

September

1.      Wie kommt man auf den Namen „September Leaves” und was bedeutet das Ganze?

Das ist eine lange Geschichte. Die Kurzfassung geht so, dass mir der Name natürlich im September eingefallen ist. Das war 2004. Ich hatte einen schlechten Tag. Am Anfang hieß es noch „September Twenty-two”, weil das am 22. September war. Dann habe ich aber gedacht, der Name würde sehr schnell mit dem 11. September assoziiert werden, und das konnte ich so nicht stehen lassen. Das musste ich ändern. Mir hat dann das Wortspiel mit „Leaves” gefallen – was „Blätter” bedeutet und „Verlassen”.

2.      Stimmt, das kann beides heißen. Was genau ist nun gemeint?

Was gemeint ist, lasse ich offen. Das bleibt dem Zuhörer überlassen…

3.      Darf man auch den bürgerlichen Namen von September Leaves erfahren oder ist der geheim?

Nein, den darf man auch erfahren: Gerd Böttler.

4.      Und woher kommst du?

Aus Walddorfhäslach, einem Dorf zwischen Reutlingen, Tübingen und Stuttgart.

5.      Zum heutigen Programm: Ist das immer im Duett mit Florian Ostertag?

Seit September machen wir das für die nächsten paar Monate, bis April 2008. Flo macht zur Zeit Semesterpause, deshalb haben wir uns zusammengetan. Seit August mache ich  Musik inzwischen beruflich und versuche, da etwas Fuß zu fassen. Ich möchte nicht in die Charts, aber ich möchte gerne von der Musik leben. Ich habe jemanden kennen gelernt der das Booking für mich macht. Zu ihm habe ich gesagt, wenn ich jetzt so allein im Auto auf der Autobahn durch Deutschland oder was weiß ich wohin zu Auftritten fahre, würde ich das ein bisschen langweilig finden. Es wäre cool, wenn noch irgend jemand mitkommen würde, ein anderer Musiker. Dann haben wir Flo gefragt, er hat sich sofort dazu bereit erklärt, und das war super. Das passt auch sehr gut.

6.      Ihr tretet also gemeinsam auf: Der eine singt und der andere musiziert…

Also, das Ganze läuft so, dass geplant ist, einen Abend zu zweit zu gestalten. Er spielt sein Programm und ich unterstütze ihn mit dem Klavier. Danach wechseln wir die Plätze und spielen mein Programm.

7.      Wie kommst du zu deinen Liedern?

Da muss ich eigentlich gar nicht viel machen. Es kommt halt, ich weiß auch nicht! Das ist mein Haupt-Output sozusagen.

8.      Was kommt zuerst – Text oder Melodie?

Unterschiedlich. Oft ist es so, dass ich erst etwas auf der Gitarre hab, wo ich dann den Text drum herum oder dazu verfasse.

9.      Dein Lieblingsessen oder –trinken?

Hm, ich bin jetzt versucht zu sagen „Bionade”, weil das ganz nett ist. Aber irgendwie ist das so ein bisschen zur Zeit ein Modegetränk, von dem her überlege ich mir, ob ich mich nicht davon distanzieren soll (lacht).

10.  Und beim Essen?

Was ich voll gerne esse ist das italienische Brot mit Tomate und Mozzarella drauf – Bruschetta heißt das glaub ich.

11.  Was hörst du gerne im Radio oder von CD?

Also, im Radio höre ich eigentlich gar nichts. Wobei, für die letzten drei Tage muss ich das gleich ein wenig einschränken, weil ich im Internet eine Radiostation gefunden habe, wo man seinen Lieblingskünstler einträgt, die höre ich sehr gerne. Das Radioprogramm sucht dann immer ähnliche Künstler raus, da habe ich in den letzten drei Tagen viele neue Künstler kennen gelernt, die mir sehr gefallen, weil sie ähnlich spielen wie die, die ich schon kenne. In meinem Auto laufen gerade auf jeden Fall so Sachen wie Logh, Radiohead ab und zu, teilweise auch ein bisschen härtere Sachen wie Norma Jean aber das hält sich in Grenzen. Kommt auch auf die Stimmung an, klar.

12.  Und Kino oder Fernsehen?

Fernsehen ist auch wieder eigentlich gar nicht präsent. Im Kino sind meine Lieblingsfilme eigentlich „Herr Lehmann”, „The Big Lebowski” und „Oh Brother, Where Art Thou?”. Ganz wichtig ist auch John Cusack in „High Fidelity”.

13.  Gibt es einen Spruch aus der Verwandtschaft oder Bekanntschaft, der für dich wichtig war?

Ich kann nicht sagen, ob der jetzt wichtig war, aber: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.” Das hat ab und zu meine Oma gesagt oder meine Eltern. So nach dem Motto: „Jetzt mach mal erst deine Hausaufgaben und dann sehen wir weiter…”

14.  Gibt es etwas, was du noch gerne den September-Leaves-Fans sagen würdest?

Gibt es schon Fans? (Lacht)

15.  Nimmst du deine Musik im eigenen Studio auf?

Das erste Album habe ich zu Hause produziert. Beim nächsten Mal möchte ich wahrscheinlich, wenn das irgendwie klappt, schon gerne das Schlagzeug richtig aufnehmen.

16.  … also in ein Studio gehen.

Genau. Flo baut gerade eins.

Vielen Dank, schönen Abend noch und viel Erfolg!

Text und Foto: Gerhard Brenner – September Leaves im Bild links

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