Sacrety Interview Juni 2011 – Teil 2 – Vom freequency Abschiedsfestival über das Bandjahr bis zu allen anderen Fragen
1 Juli 2011 Eingestellt von: Stephi 544 klicks Keine Kommentare

Matze
Wie war das freequency Abschiedsfestival für euch? Sind da auch bei euch ein paar Tränchen geflossen?
Fabi: Ja, also bei mir schon. Ich kann mir halt noch nicht vorstellen, dass die nicht mehr zusammen auf der Bühne stehen… Wir haben bestimmt inzwischen schon 30mal oder so mit den Jungs gespielt. Und war halt schon schön. Waren, beziehungsweise sind, coole Jungs.
Dave: Aber wir kommen auf jeden Fall zum Grillen nochmal bei denen vorbei…
Fabi: Und zum Sportschau gucken…
Ne, aber das Abschiedsfestival war echt geil. Für uns war es nicht das beste Konzert, weil bei uns viel schief gelaufen ist – aber darum ging´s an dem Abend ja nicht, von daher war´s egal. Die freequencys haben dann auch gemeint, dass sie sich den Abend nicht hätten anders vorstellen können. Sie wüssten nicht, was sie anders hätten machen sollen.
Dave: Und ich fand´s auch ziemlich cool, dass die Freundinnen und Frauen von freequency neben der Bühne gestanden sind und bei denen einige Tränen geflossen sind. Das zeigt einfach, dass sie immer dahinter gestanden sind und selber es jetzt eigentlich schade finden, dass sie aufhören. Aber auf der anderen Seite ist es auch natürlich wieder gut für sie, weil die Jungs dadurch einfach wieder mehr Zeit für sie haben. Auf jeden Fall fand ich´s ziemlich cool, dass es ihnen so nahe gegangen ist.
Was verbindet euch sonst noch so mit freequency (zwecks Abschiedsfestival, Tour, farewell with old friends)?
Fabi: Beides Schwaben, gleiches Studio, unser Glaube. Musik vielleicht eher nicht so, wobei sie auch schon so ein bisschen so Freaks sind wie wir.
Was hat es denn mit dem „Bandjahr“ auf sich – da gab es ja kürzlich mal Infos von Crosschannel…? Das müsst ihr uns jetzt mal genauer erklären.
Fabi: Also, wir suchen uns alle Nebenjobs für dieses Jahr, das dann ab August startet. Da sind dann ab dem 1. August Matze und Schaible fertig. Und dann versuchen wir mal das Ganze ein bisschen ernster zu versuchen – also ernster nehmen wir es ja jetzt schon, aber einfach wieder mehr Zeit dafür zu haben… Vor allem um uns auch musikalisch weiter zu entwickeln, weil ich glaube, dass es da bei uns noch ein bisschen hängt. Also wir können da technisch am Instrument noch einiges lernen. Und zum anderen haben wir letztes Jahr 60 Konzerte gespielt und haben da einfach gemerkt, dass das schon absolute Oberkante ist, wenn man nebenher hauptberuflich noch was macht und wir einfach Bock haben, mehr zu spielen… Das war glaub auch so der Beweggrund zu sagen: Lasst uns uns einfach mal ein Jahr Zeit nehmen, um mehr Konzerte spielen zu können. Weil wir halt auch einfach eine Liveband sind – und das wollen wir auch bleiben.
Dave: Und vor allem auch, weil wir gerade alle dann wieder heim ziehen und wir dann wieder in einem näheren Umkreis von 10 bis 15 Kilometern wohnen – und nicht bis zu 300 Kilometern vom Proberaum weg (Schaible wohnt gerade noch in Regensburg und das sind sogar etwa 375 Kilometer). Dass man einfach auch Zeit zum Proben und nicht so weite Anfahrtswege hat und man sich einfacher treffen kann…
Fabi: Und wir können dann natürlich auch wieder konkreter planen fürs Bandjahr. Zum Beispiel die Platte mit Good Weather Forecast oder unsere eigene neue nächstes Jahr im Herbst. Oder auch das Cornerstone wieder anplanen und Tourneen machen so viel es geht.

Dave
Was für eine Platte mit Good Weather Forecast?
Fabi: Wir werden Ende diesen Jahres eine Worshipplatte mit Good Weather Forecast aufnehmen – die sechs Songs, wir sechs Songs. Fünf jeweils Worship-Lieder, die wir halt „verrocken“ – also wir machen so Screamo und ein bisschen härter – und Good Weather Forecast dann in ihrem Style. Und dann tun wir eine Ballade von Good Weather härter machen und die wiederrum eine von uns. Ja, und das wird dann eine Platte, die wir zusammen produzieren, zusammen rausbringen und jeder verkauft sie dann auch. Und dann ist auch noch eine Tour geplant um Weihnachten herum, in der wir das Ganze dann präsentieren.
Was würdet ihr gerne in der Welt verändern?
Fabi: Ich würde es cool finden, wenn es keine Nazis mehr geben würde. Und man sich nicht mehr ständig über die aufregen muss…
Dave: Allgemein mehr Völkerverständigung… [Lachen] – Ihr wollt wissen warum? Siehe Song von Cris Cosmo „Völkerverständigung“:
Youtube: www.youtube.com/watch?v=W0jzc0RAQqM
Fabi: Und ansonsten streben wir gerade eine Kooperation an mit einer Organisation, die sich für Vergewaltigungsopfer einsetzt. Aber da gibt es ja sonst auch noch tausend Dinge, die man anpacken kann…
Gibt es Dinge im Bandalltag, die euch manchmal ein wenig nerven oder die ihr gerne verändern würdet?
Fabi: Ja, aber das verändern wir jetzt auch bald… Die Entfernung ist schon noch etwas ätzend.
Dave: Dass man sich halt nicht so oft sieht… und dann die Absprachen manchmal fehlen.
Glaubt ihr nicht, dass es euch irgendwann nervt, wenn ihr während eurem Bandjahr ständig aufeinander hockt?
Fabi: Also Matze und ich ziehen ja jetzt zusammen. Und so wie’s aussieht arbeiten wir dann sowieso auch noch in der gleichen Arbeitsstelle. Das ist dann aber ein anderes Zusammensein, wie wenn wir sagen, dass wir jetzt die ganze Zeit zusammen feiern gehen und unsere ganze Freizeit zusammen verbringen. Und auch im Proberaum haben wir ja dann eine Aufgabe vor uns… Und Matze zum Beispiel ist so umgänglich – da bin ich glaub ich eher die Zicke. Von daher…

Fabi
Welche Charaktereigenschaften von anderen Bands hättet ihr selbst gerne?
Dave: Ich würde gerne so gut Schlagzeug spielen können wie manch anderer… Wobei das ja ansich keine Charaktereigenschaft ist…
Fabi: Ich wäre gerne gelassener auf der Bühne… Da gibt es schon ein paar Sänger, die immer sehr ruhig und gelassen sind – egal was passiert.
Welchen Song einer anderen Band findet ihr so genial, dass ihr ihn am liebsten selbst geschrieben hättet?
Fabi: Ohhh, da gibt’s viele…
Matze: Alter Bridge – In Loving Memory
Dave: NeedToBreathe – Washed By The Waters
Fabi: Stimmt, das ist extrem geil. Das hätte ich auch gerne geschrieben!
Um die Welt ein bisschen besser zu machen habt ihr die folgenden drei Tipps:
Fabi: Unser Album kaufen, durchhören und umsetzen. Oder uns so lange beackern bis wir es euch schenken…
Danke für das Interview!
Teil 1 noch nicht gelesen? Hier entlang.
Das Interview führten: Stephanie Klumpp, Verena Bächle





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