Sacrety CD-Release-Party am 26.04.2011 in Oberndorf a.N.
2 Mai 2011 Eingestellt von: Verena 697 klicks Keine Kommentare

Scarlet Drop
Wer zu der Release-Party des neuen Albums „Alive“ von Sacrety wollte, musste schon allein bei der Hinfahrt einiges in Kauf nehmen. Da die Straße hoch zum Lindenhof, dem Stadtteil, wo das Konzert stattfand, gesperrt war, musste man einen kleinen Umweg von circa 20 Minuten in Kauf nehmen. Aber das macht hart gesottenen Sacrety-Fans nicht viel aus, was man an dem vollen Gemeindehaus sehen konnte. Die Release-Party war schon circa drei Wochen vor Beginn ausverkauft und somit waren ein volles Haus und ein gespanntes Publikum garantiert.
Allerdings durften vor den Jungs von „Sacrety“ erst mal die Jungs und Mädels von „Scarlet Drop“ und die altbekannte Band „Freequency“ ran, da das ganze Konzert im Rahmen der Farewell-Tour von Freequency stattfand, die es mit dieser Tour und ihrem Highlight-Konzert am 14.05.2011. nochmal so richtig krachen lassen, bevor sie dann nach zehn Jahren in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.
Den Anfang machte die schwedische Combo „Scarlet Drop“ die sicherlich jetzt auch durch die Tour in Deutschland immer bekannter wird. Mit zwei Frontfrauen an Gitarre und Gesang macht die Band nicht nur musikalisch etwas her, sonder bietet den Jungs auch etwas fürs Auge. Aber auch mit ihrer Musik überzeugen Scarlet Drop, die harte Gitarrenriffs mit Screams und melodiösen Parts vermischen. Man könnte sagen, sie sind die weibliche Ausgabe von Sacrety, allerdings würde man dann der Band nicht gerecht werden, die definitiv ihren eigenen Stil hat und sowohl das männliche wie auch das weibliche Publikum zum Pogen und Headbangen bringt.
Auch wurden von der Band einige neue Songs gespielt, zudem auch einer, den die Gruppe nur für die Tour geschrieben hat. Scarlet Drop ist auf jeden Fall ein Garant für gute Stimmung und zeigt erfolgreich, dass Frauen auch auf die Bühne gehören. Hoffentlich wird man die Band noch öfter auf deutschen Bühnen spielen hören, verdient haben sie es auf jeden Fall.
Nach einer kurzen Pause, in der man sich etwas zu Trinken kaufen konnte, was auch im Laufe des Abends immer nötiger wurde, da die Temperatur in dem Gemeindehaus um min. 5° Celsius anstieg, oder man sich mit den Jungs und Mädels von Scarlet Drop unterhalten konnte, die fleißig an ihrem Merch-Stand T-Shirts und CDs verkauft haben, ging es mit Freequency weiter.

Freequency
Obwohl es ihre Abschieds-Tour ist, durfte Freequency heute schon als Zweite spielen, da der Abend ganz im Zeichen von Sacretys neuer Platte stand. Trotzdem begeisterten Freequency mit ihren Gute-Laune-Liedern das Publikum und ließen die Menge kochen. Denn wer denkt, nach zehn Jahren habe man bei der Band aus Ulm schon alles gesehen, täuscht sich. So lassen sich die Jungs um den Sänger Jo immer etwas Neues einfallen, auch oder vielleicht vor allem bei ihrer Abschiedstour. So durfte Bassist Maeddes, der an diesem Tag Geburtstag hatte, einen interessanten Geburtstagshut aufsetzen und zu seiner Freude und die des Publikums Stage-Diving machen, um dem Lichttechniker den gleichen Geburtstagshut aufzusetzen, da dieser auch Geburtstag hatte. Gesagt getan, so durfte für ein Lied Maeddes seinen Bass an Tobi von Sacrety abgeben und das Publikum stürmen.
Aber auch alt bekannte Rituale durften bei der Show von Freequency nicht fehlen. So wurde wieder der „Wer-am-höchsten-springt-Wettbewerb“ abgehalten. Allerdings wurde dieser um eine Kategorie, nämlich die des besten Strahlemannes, erweitert und der glückliche Gewinner, der nach Aussage von Jo beides toppte, das hohe Springen und das beste Strahlen, eine Karte für die oben genannte Abschlussshow von Freequency mit nach Hause nehmen.
Aber auch ohne lustige Einlagen ist die Band einfach ein Garant für gute Stimmung, was sie mit ihren Liedern immer wieder aufs Neue beweist. Mal ein bisschen nachdenklicher, mal einfach nur zum Feiern. Die Lieder von Freequency machen Spaß und zaubern den Zuhörern ein Grinsen aufs Gesicht, und so war für Nostalgie fast kein Platz. Trotz allem wird diese Band fehlen, wenn sie am 14.05. ihr letztes Konzert gespielt hat.

Sacrety
Doch daran haben an diesem Abend wahrscheinlich die wenigsten gedacht, denn schon bevor Sacrety überhaupt einen Schritt auf die Bühne gemacht hatte, tummelten sich die Jungs und Mädels vor der Bühne. An diesem Abend wollten alle nur eine Band sehen, nämlich Sacrety. Mit ihrem zweiten Album „Alive“ wollen die Jungs ihren Erfolg des ersten Albums mindestens auf den gleichen Stand bringen, wenn nicht toppen. Dass sie dafür die besten Voraussetzungen haben, haben sie schon mehr als einmal bewiesen, ob es ihnen gelingen wird, wird die Zeit zeigen.
Nach einem kurzen Line-Check und einer kurzen Ansage durften die fünf Jungs dann aber auch endlich ran und starteten mit einem relativ kurzen Intro ihre Show. Das dabei ein nicht allzu großer Spannungsaufbau geleistet werden kann, lässt das Publikum kalt, oder eher gesagt warm, denn sofort war der Großteil dabei, mit den Jungs auf der Bühne abzugehen und Party zu machen.
Relativ schnell war wahrscheinlich jedem klar, dass die neuen Lieder von Sacrety einen ganz neuen Stil beinhalten und vor allem Chris am Keyboard bzw. an den Synthies mehr mit einbeziehen. Deshalb hören sich die neuen Songs viel elektronischer an und lassen Sacrety in einem anderen Licht erscheinen. So erinnern Lieder wie „Dance“ und „Bounce, Move, Shout“ leicht an die Band „Family Force 5“ und animieren das Publikum, dazu zu tanzen. Dank des vermehrten Einsatzes der Synthies kann die Gitarre auch etwas zurück fahren und verschafft Matze etwas mehr Spielraum zum Singen. So werden vor allem die melodischen Parts von ihm übernommen, während sich Sänger Fabi mehr auf das Shouten und Screamen spezialisiert hat. Während man Dave am Schlagzeug gesanglich eher weniger hört, beteiligt sich Chris vermehrt an den mehrstimmigen Parts und zeigt somit deutlich, dass er in der Band angekommen ist und seinen festen Platz in ihr hat.
Dass die Band im Studio viel Neues ausprobiert hat, zeigte auch der Einsatz eines Megafons während der Show bei dem Lied „Flying against the wind“, das die Stimme von Fabi verzerrt und somit den Sprung zwischen Strophe und Refrain noch unterstreicht der das Lied fast etwas hektisch erscheinen lässt. Das Publikum scheint das weniger zu stören und es feiert sowohl bei den neuen aber auch vor allem bei den alten Klassikern wie „Hallelujah“ oder „We sing along“ kräftig mit. Die sorgen auch in der neuen Show dafür, dass kein Tanzbein still steht und dass das Pogen während des Konzerts nicht verloren geht. Aber auch das namengebende Lied „Alive“ hat sich inzwischen beim Publikum eingespielt und kommt auch etwas abgeändert immer noch gut an.

Sacrety
Aber nicht nur die vor der Bühne sondern auch die auf der Bühne haben sichtlich ihren Spaß an dem Konzert und so hat man Sacrety die Nervosität so gut wie nicht angesehen. Man merkt deutlich, dass die Jungs hinter ihren Liedern stehen und auch das meinen, was sie da spielen, zumal sich die Texte der Lieder im Gegensatz zum alten Album etwas zugespitzt haben und zuweilen eine klare Botschaft an die Zuhörer vermitteln wollen.
Nach einer lauthals geforderten Zugabe, die die fünf Jungs dem Publikum nicht verwehren konnten, wurde das wahrscheinlich ruhigste Lied auf dem Album dargeboten und ließ das Konzert mit Knicklichtern und einer schönen Atmosphäre ausklingen. „Storm inside my head“ ist eins der wenigen Lieder, die die Stimme von Sänger Fabi in vollem Volumen zeigen und beweisen, dass auch jemand, der eher für das Screamen verantwortlich ist, gefühlvoll singen kann.
Zwar hat sich der Stil von Sacrety verändert, aber die Release-Party hat deutlich gezeigt, dass die Band auch mit ihren neuen Liedern das Zeug dazu hat, ihr Publikum zu begeistern und eine gute Show abzuliefern. Während der Tour werden die Jungs auch sicherlich noch die letzten paar Feinschliffe an ihrer Live-Performance vornehmen, allerdings ist der Grundstein für eine auch weiterhin gute Show sehr gut gelegt. Die fünf Jungs dürfen sich über eine gelungene Release-Party freuen und können darauf bauen, dass auch ihr neues Album ein Meilenstein in ihrer Bandgeschichte sein wird.
Website Sacrety: www.sacretyrocks.de
Hier die neue CD “Alive” bestellen: www.sacretyrocks.de/bestellen/cds





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