Home » Interviews, News, Umfeld

Robycel im Interview (2) – So entsteht ein Song

26 Januar 2011 Eingestellt von: Gerhard 262 klicks Keine Kommentare

Robycel neu 2 - 600

Wie entsteht bei Dir ein Song?

Bei mir beginnt das meistens mit der Musik. Ich hab da immer ein Gefühl, ein Gespür, eine innere Stimme sozusagen. Dann starte ich einfach meine DAW (digitale Audioworkstation) und spiele mit verschiedenen Instrumenten ein paar Melodien.

Du merkst dann relativ schnell, ob aus einer ersten Song-Idee mehr wird oder nicht. Ich lasse mich da einfach inspirieren und versuche den Moment einzufangen – und dann arbeite ich weiter an der Komposition und der Instrumentierung. Manchmal ist es so, dass man auch relativ schnell eine Textidee dazu hat, manchmal ist es aber auch gerade anders herum. Ich schreibe oft auch Texte, die ich erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreife und dann dazu die Musik schreibe.

Welche Musikproduktions-Software verwendest Du?

Nach diversen Tests von Reason, Cubase und Ableton Live etc. habe ich mich ganz bewusst für FL-Studio von Image-Line entschieden. Das Tolle an dieser Software ist, dass ich da meiner Intuition folgend arbeiten und meine Ideen direkt umsetzen kann. Alle Titel der letzten Jahre sind in dieser Produktionsumgebung entstanden.

Lässt du Dich von Menschen (Tieren, Natur & Umwelt) inspirieren?

Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, dass ich das bewusst wahrnehme – aber man nimmt ja Stimmungen auf und diese verarbeitet man sicher auch in dem einen oder anderen Song.

Wie lange hast Du an dem neuen Album gearbeitet?

Hm, das ist schwer zu sagen, weil du ja nicht permanent nur an dieser Produktion arbeitest. Sagen wir mal so: Ich arbeite seit Juni letzten Jahres an dem neuen Album, immer wieder. Aber ich habe jetzt auch die letzten beiden Monate intensiv am Album für Fawozan und dem Musikvideo gearbeitet.

Nachdem das erste offizielle Robycel-Album im März letzten Jahres veröffentlicht wurde,  möchte ich gerne dieses Frühjahr das zweite Studioalbum veröffentlichen.

Wie heißt Dein neues Album – und warum?

Das wird „Rebirth“ (Wiedergeburt) heißen, einfach deshalb, weil die Musik immer mein Anker war und auch nach einer schweren Zeit in der Lage ist, dir ein neues Leben zu schenken.

Wo wird man es denn kaufen können, wenn es erst mal da ist?

Ich stehe in Kooperation mit einem Berliner Musikverlag und habe inzwischen mein eigenes Label (Bevilacqua-Records). Da ich ohne den Support einer großen Plattenfirma im Rücken arbeite, wird es das Album im Eigenvertrieb auf allen digitalen Musikportalen wie z.B. Musicload oder iTunes zu kaufen geben.

Also, so eine richtige CD zum in die Hand nehmen gibt es dann vorerst nicht?

Sagen wir mal so: Ich könnte natürlich eine produzieren. Die Kosten für eine Mindeststückzahl von sagen wir 500 Stück muss man aber im Vorfeld ja selbst tragen. Beim Digital-Vertrieb kommst du in alle wichtigen Läden, erreichst weitaus mehr Leute und hast gleichzeitig ein deutlich geringeres finanzielles Risiko.

Hast Du bestimmte Lieblingssongs auf deinem Album?

Meinst du das neue oder das alte?

Wie du möchtest – beide!

Ja, auf jeden Fall! Ich stehe hinter jedem Song. Es gibt aber immer so einen oder zwei, die für mich noch spezieller sind. Beim neuen Album zum Beispiel: Ich habe für einen meiner Lieblings-Tracks lange Zeit keinen Rapper für ein Feature auf diesem Stück erwärmen können,  weil die ein Problem hatten mit meiner Art von Musik. Gerade die Rapper sagten immer wieder: „Das muss so und so klingen und ein Hip Hop Beat muss so und so sein“, – und ich persönlich kenne beim Hip Hop alles andere als Grenzen. Irgendwann hat mich diese Reaktion dazu gebracht, das eben kurzerhand selbst zu machen und das ist jetzt sogar einer meiner Lieblingssongs.

Ergänze: Das „Robycel“-Album sollte man sich unbedingt zulegen, weil…

… es gute Laune macht.

Gut, vielen Dank!

Website: www.robycel.com

Fortsetzung folgt!

Das könnte Dich auch noch interessieren:

Schlagworte: , , , , , , ,

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf deiner Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.