Robycel im Interview (1) – Der musikalische Werdegang
25 Januar 2011 Eingestellt von: Gerhard 393 klicks Keine Kommentare
Der Songwriter und Musikproduzent Robycel gab uns einen Einblick in seine Arbeit und sein Tonstudio. In mehreren Folgen werden wir ihn hier vorstellen – und am Ende auch mehr vom Talent-Wettbewerb für Sänger/innen, Rapper/innen und Comedians preisgeben, den er mitveranstaltet. Wer es aber gar nicht mehr abwarten kann, schaue doch gleich mal hier vorbei: www.robycel.com
Erzähle uns doch bitte mal etwas über Dich.
Mit der Musik war ich eigentlich schon immer verbunden, von Kind an. Ich habe immer gesungen, getanzt usw. Mit meinem ersten Keyboard von Casio habe ich im Alter von 9 Jahren dann zu allen möglichen Songs aus dem Radio nach Gehör mitgespielt und da haben meine Eltern bemerkt, dass ich Talent habe und haben mir u.a. eine Konzertgitarre gekauft und mir Gitarrenunterricht ermöglicht.
Texte hab ich in der Zeit auch schon angefangen zu schreiben. Nach mehrjährigem Gitarren-Unterricht wäre es dann in Richtung klassischem Gitarrenspiel weitergegangen und ich wollte lieber anfangen selbst Pop-Songs zu schreiben und war dafür nach Meinung meines Gitarrenlehrers schon bestens gerüstet. Also habe ich angefangen, die ersten eigenen Songs zu schreiben und aufzunehmen, Spur für Spur über den Stereo-Eingang der Stereo-Anlage, da ich damals noch keine andere Möglichkeit hatte, einen Song mit mehreren Instrumenten gleichzeitig aufzunehmen.
Dann habe ich mich in verschiedenen Bands versucht, war u.a. Songschreiber und musikalischer Kopf in einer Synth-Pop-Band und später in einer Hip-Hop-Formation. Von beiden Bands gibt es ein Release. Unser Hip-Hop-Album wurde von Roman Schönsee gemastert (Mitbegründer und Produzent von Liquido).
Nach dem Weggang der Sängerin nach Berlin stand ich ohne Frontmann bzw. Frontfrau da, und da ich dann ohnehin mein Studium beginnen wollte, habe ich eine musikalische Pause eingelegt, bis mich eines meiner Studien-Begleit-Praktika in das Floridan-Tonstudio nach Stuttgart geführt hat. Da hatte ich mit Werbeproduktionen zu tun, mit Aufnahmen von Bands – und so kam ich wieder mit der Musik in Berührung. Ich fing dann langsam wieder an, aktiv Musik zu machen und Songs zu schreiben und stellte die neuen Titel auf verschiedene musikalische Online-Plattformen, auf denen man sich auch mit anderen Künstlern austauschen kann.
In dieser Zeit habe ich auch immer wieder mit verschiedenen Sängern und Rappern zusammengearbeitet und die Songs dann im Internet vorgestellt. Daraus wurde im Rahmen meiner Selbständigkeit als Medienproduzent ein eigener Bereich, den ich meinen Kunden aktiv vorgestellt und immer weiter ausgebaut habe.
Nochmal zu Floridan: Da hast Du doch sicher den einen oder anderen Produzenten kennen gelernt, der dort gearbeitet hat.
Ja schon, Dieter Falk war z.B. öfters bei Floridan im Studio und noch einige andere. Ich hab da viele Leute kennen gelernt. Von Antenne 1 diverse Moderatoren, verschiedene Schauspieler und Musicaldarsteller, die neben der Schauspielerei oft auch als Sprecher für die Werbung arbeiten.
In der Zeit, als ich dort war, war u.a. auch der Sänger und Musikproduzent Charles Simmons, der u.a. den Song für die Langnese-Werbung aufgenommen hat – der läuft auch heute noch in der Werbung, so viele Jahre später. Damals war er noch bei der Stuttgarter Band „The Free“, die vielleicht der eine oder andere noch kennt (die hatten ein paar Top-Ten Hits in Deutschland).
Als er damals kam, haben meine Augen geleuchtet, weil ich den ganz toll fand. Ich fand das immer gut, wenn jemand tanzbare Musik gemacht hat und dazu eine wirklich außergewöhnliche Stimme hatte. Das gibt es nämlich nicht so oft und deshalb fand ich dieses musikalische Projekt von ihm auch klasse.
Hast du irgendwelche musikalischen Vorbilder?
Hm, ich habe nie jemanden gehabt, wo ich hätte sagen können, der hätte mir immer gleichbleibend gut gefallen. Das gab’s in der Form eigentlich nicht. Bei mir gab es aber in jedem Fall musikalische Wegbegleiter. Wenn ich mal eine Schallplatte oder eine CD von einem Künstler gekauft habe, dann gefielen mir eigentlich nur die beiden Lieder, die ich schon vom Radio her kannte – und der Rest war meistens nicht nach meinem Geschmack.
Ich fand zum Beispiel eine Zeit lang Depeche Mode ganz toll. Dann aber auch Michael Jackson – den finde ich auch heute noch klasse. Es war immer ein Mix. Die Beastie Boys zum Beispiel machen einen Hip Hop, wie ihn sonst keiner macht. Das kommt bei mir, wenn man so will, aus völlig verschiedenen Lagern.
Was machst du so in deiner Freizeit?
In welcher Freizeit? (Lacht) Ich gehe da eigentlich komplett drin auf. Ich sage ja, dass ich sogar Termine aufs Wochenende lege, um alles machen zu können. Mir macht das Spaß. Gerade bei Fawozan oder Tanyta – wenn ich merke, die gehen hier raus und sind total happy und ich bin es auch, das gibt mir dann selbst wieder Kraft.
Klar schaue ich auch gern mal einen guten Film im Kino an, weil ich mich da von Vorstellungen der Filmemacher begeistern lasse, wie die so manches Konzept umgesetzt haben oder einfach nur zur Unterhaltung. Dann bin ich auch gern unter Leuten und schaue mir Club-Konzerte von Bands an, da ist man näher dran als bei großen Veranstaltungen. Wenn ich Zeit habe, lese ich auch gerne ein interessantes oder spannendes Buch.
Fortsetzung folgt!
Website: www.robycel.com






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