Projekt: TEScool – Nürtinger Schüler im Tonstudio (5)
14 Juli 2011 Eingestellt von: Gerhard 375 klicks Keine Kommentare
Interview mit Fawozan (Freund von Tony Esposito)
Hinweis: Fawozan ist sowohl Vor- als auch Künstlername, denn der Junge hat schon einen Vertrag mit Robycel in einem anderen Nürtinger Tonstudio (bei Ideal-Media, die auch den Nürtinger Talentwettbewerb 2011 veranstaltet haben) und hat dort mehrere Titel und auch ein paar Videos produziert. Ein ganzes Album ist derzeit in Arbeit.
Wer bist du?
Ich bin der Fawozan.
Wie hast Du von diesem Tonstudio hier im Jugendhaus am Bahnhof erfahren?
Tony hat mir von diesem Studio erzählt und hat gefragt, ob ich nicht auch mitkommen würde um es anzuschauen.
Was hast Du bisher hier gemacht / aufgenommen?
Ich bin natürlich hier herum gesessen. (Gelächter im Hintergrund) Ich habe Tony unterstützt, auch die anderen Schüler. Ich habe meinen Beitrag zu den Sachen gegeben. Und ich hab mich auch mit den Leuten unterhalten.
An was arbeitest Du im Moment?
Ich arbeite an sehr vielen Sachen im Moment. Ich arbeite daran, dass mein Album fertig wird. Dann habe ich weitere Projekte – instrumentale oder Beats oder so, alles Mögliche.
Heinrich Baumgartner: Er ist ein sehr talentierter Beat-Macher, wobei er selbst kein Instrument spielt. Nicht im klassischen Sinne, wie wir beide das kennen oder so. Aber er hat eine wahnsinns-große Begabung und er hat sehr viel Zeit gebraucht, mich davon zu überzeugen, dass er tatsächlich selber spielen kann. Dass es tatsächlich seine Produktionen sind. Ich stand hier, hab das gehört und sagte: „Wow! – Der ist ein Genie, der das gemacht hat!“
Dann hab ich zu ihm gesagt: „Jetzt mach doch mal!“, und er konnte nichts davon wiedergeben. Das hat wirklich seine Zeit gebraucht, bis er mich davon überzeugt hat: Das ist der absolute Freak auf seinem Gebiet. Und das, was er macht, ist „selbstgemacht“. Absolute Handarbeit. Mühsam zusammengewürfelt und zusammengepuzzelt sind die Stücke – aber Wahnsinn!
Wie lange wird das Aufnehmen (Song) noch dauern?
Fawozan: Hier in diesem Studio? – Ich arbeite ja mit Tony zusammen. Ich unterstütze ihn und es dauert halt so lange, bis seine Songs fertig sind.
Spielst Du ein Instrument?
Nicht wirklich. Ich drücke nur Knöpfe. Alles kommt von innen. Das ist einfach so, als würde ich eine Geschichte erzählen. Wenn ich zum Beispiel eine String (Streicher) hab, dann kommt das gleich von innen und ich weiß, wie das Keyboard klingen muss. Und dann tippe ich das mit zwei Fingern ein oder mit der Maus halt.
Singst oder rapst Du?
Natürlich beides! Kommt darauf an, wie der Beat ist, ob ich einen Gesangs-Text schreibe oder einen Rap-Text.
Schreibst Du selbst Texte oder Melodien?
Texte und Melodien schreibe ich natürlich beides. Das ist kein Problem. Das mache ich schon länger.
Wie findest Du die Möglichkeit, dass Du hier Musik aufnehmen kannst?
Die Möglichkeit, hier aufzunehmen finde ich sehr toll für die Jugendlichen. Das ist eine sehr sinnvolle Beschäftigung. Das ist auf alle Fälle tausendmal besser als irgendwie draußen herumzuhängen – und man kann halt einfach seine Memoiren hier lassen und verarbeiten. Das ist sehr toll.
Bist Du schon einmal irgendwo aufgetreten?
Natürlich! Schon seit ich ein kleines Kind war. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich schon überall aufgetreten bin.
Wie war das mit dem Auftritt?
Jeder Auftritt war eigentlich gut, auch wenn’s nicht so toll war. Für mich war es sehr gut, weil das immer eine Erfahrung ist und ich genieße sie alle.
Wo würdest Du gerne mal auftreten?
Wie auch schon Tony gesagt hat: Überall – das ist mir egal. Die Musik kommt von innen und es ist einfach eine Freude und eine tolle Erfahrung, aufzutreten. Egal wo, einfach Musik, Musik, Musik.
Was würdest Du unseren Lesern sonst noch gerne sagen?
Macht einfach und denkt nicht dran, was die andern wohl denken würden über euch. Ob sie sagen würden: „Ja, komm, das ist zu mickrig!“ oder so. Macht’s von innen! Musik darf keine Jacke oder Klamotte sein, sie muss von innen kommen.
Cool, vielen Dank!





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