Open Skys 2011: Sebastian Aisslinger vom Duo »Zwischentöne« im Interview
7 August 2011 Eingestellt von: Gerhard 381 klicks Keine Kommentare
Das Duo »Zwischentöne« spielte beim Open Skys 2011. Cellist Sebastian Aisslinger beantwortete uns ein paar Fragen:
1. Wie bist du zum Duo „Zwischentöne“ gekommen?
Sebastian Aisslinger: Ich bin vorher mit der Band Schulze immer wieder als Gastmusiker unterwegs gewesen. Im Zuge der aufkommenden Unplugged – Geschichte, als so große Bands wie Nirvana Unplugged-Auftritte gemacht haben bei MTV, zogen andere Bands nach, weil sie den Reiz dieser speziellen Besetzung ebenfalls entdeckt haben. Schulze hat auch Unplugged–Konzerte gespielt und da war das Cello plötzlich sehr gefragt und interessant als zusätzlicher Klangkörper, auch vom Sound her.
Mit dieser Kombination sind wir zu Arno Backhaus gefahren, der mit seiner Frau 25 Jahre Ehejubiläum gefeiert und ein Konzert über ein ganzes Wochenende veranstaltet hat. Die Band Schulze trat dort auf und ich bin mitgefahren. Die Fahrt war beschwerlich und länger, als gedacht. So hatten wir dort nicht mehr so viel Zeit zum Proben. Dann haben Frieder und ich uns am Auto auf der Stoßstange des Kofferraums getroffen und haben zwei Lieder nur mit Cello und Gitarre ausprobiert. Das war die Geburtsstunde dieses Duos. Als Schulze dann aufgehört hat, kam »Zwischentöne« als Duo vermehrt auf – und seitdem spielen wir zusammen.
2. Wo oder mit wem würdest du noch gerne auftreten?
Bei großen Crossover-Geschichten mit Band und Symphonieorchester wie Scorpions oder bei Sting. Alternativ würde ich wohl z.B. auch bei Pink nicht nein sagen.
3. Wie lange ging das mit Schulze?
SA: Die ersten Auftritte waren so 1993 schätzungsweise.
4. Spielst du noch in weiteren Bands oder Formationen?
SA: Feste Bands: Nein. Eine Zeit lang habe ich als Gastmusiker mit Capewalk gespielt, während die ihre Unplugged–Konzerte gemacht haben. Die haben aber inzwischen auch aufgehört. Eigentlich überall, wo ich Zeit und Lust habe. Ansonsten lasse ich Musik machen – ich leite ein Orchester an der Schule und mache mit denen immer Kombinationen aus U- und E-Musik. Zuletzt habe ich eine Rock Symphony transkribiert, mit Titeln von Scorpions und Gary Moore. War ne tolle Sache.
SA: Ich bin Lehrer am Eduard-Spranger-Gymnasium in Filderstadt, unterrichte dort die Fächer Musik und Mathematik und leite das Orchester.
6. Dein Familienstand?
SA: Ich bin verheiratet und hab zwei Kinder.
7. Spielst du außer Cello noch andere Instrumente?
SA: Natürlich spiele ich neben Cello noch andere Instrumente: Im Rahmen des Studiums Klavier. Dann kam Gesang dazu. Ich spiele aber sehr gerne auch noch E-Bass.
8. Gibt es außer Musik noch weitere Hobbys?
SA: Ich mache sehr gerne Sport. Bin immer noch gerne Fußballer, spiele aber auch gerne Volleyball oder fahre Ski oder solche Sachen.
9. Was schaust du im Kino oder TV?
SA: (Lacht) Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal im Kino war! Das ist also schon sehr lange her! Im Fernsehen schaue ich am liebsten Tatort oder so etwas. Das ist überschaubar, es geht 90 Minuten und man weiß, dass es dann irgendwann ohne Werbung zu Ende geht. Und dann bin ich natürlich sportlich breit aufgestellt. Aber zuletzt blieb wenig Zeit.
10. Was hörst du im Radio oder von CD?
SA: Radio höre ich sehr wenig. Wenn gezielt, dann Samstagnachmittags Fußball: „Heute im Stadion“. Ansonsten höchstens noch während des Autofahrens – aber häufig ist das Radio aus und ich genieße die Ruhe, die kommt sonst meist zu kurz.
Wenn ich CDs höre, dann vorwiegend Klassik. Am liebsten romantische Werke: Brahms, Bruckner, Mahler, so in die Richtung.
11. Hast du musikalische Vorbilder?
SA: Das ist ne schwierige Frage. Da muss ich drüber nachdenken. So ein direktes Vorbild habe ich sicherlich nicht.
12. Schreibst du auch Songs?
SA: Nein, noch nicht. Das würde ich aber gerne mal machen.
13. Wenn du zum Essen eingeladen wirst, wählst du…
SA: Das kommt jetzt drauf an, wo wir hin gehen. – Ich esse sehr gerne thailändisch. Gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch und ein bisschen Gemüse dabei.
14. Beim Trinken bevorzugst du…
SA: Ich bin von Haus aus Milchtrinker – oder Apfel-Schorle. Ab und zu vielleicht auch mal ein Spezi. Aber ich bin bekannt als einer, der sehr viel Milch trinkt.
15. Bei welchem historischen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen?
SA: In musikalischer Hinsicht? Wenn ich ne Zeitmaschine hätte, würde ich mir mal einige Komponisten live anhören, Bach, Brahms, Bruckner, Wagner, Verdi, … Das kann jetzt ewig gehen, denn Bands wie die Beatles würde ich dann auch mitnehmen.
Aber auch heute gibt’s zum Glück noch genügend gute Musik, auch wenn man sie vielleicht länger suchen muss. Mein letztes Konzert als Zuhörer war Sting mit Orchester. Hat mich sehr fasziniert.
16. Was möchtest du unseren Lesern zum Schluss noch sagen?
SA: Da antworte ich am liebsten persönlich. Bin häufig bei Konzerten von »Zwischentöne« zu finden.
Vielen Dank für alle Auskünfte!
Hinweis: Den anderen “Zwischenton”, Sänger und Gitarrist Frieder Sigloch nämlich, haben wir bereits 2009 interviewt – hier.
Konzert-Tipp: Zwischentöne live und in Farbe und in voller Länge gibt es am Sonntag, den 13. November 2011 von 19:00 – 22:00 Uhr in der Martinskirche Neuffen.






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