Nürtinger Zeitung am 14.08.2010: Dem Himmel so nah
16 August 2010 Eingestellt von: Gerhard 414 klicks Ein Kommentar
„Open Skys“ verwandelte die Burg Hohenneuffen in eine Konzertarena
Man kann sich in der Region kaum einen schöneren Platz für ein Kulturevent wie das „Open Skys“ vorstellen: die fünfte Auflage der Konzertreihe fand am vergangenen Mittwochabend wieder vor malerischer Kulisse auf dem Hohenneuffen statt.
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VON DANIEL JüPTNER
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NEUFFEN. Neun Künstler folgten dieses Jahr der auffordernden Einladung des CVJM Neuffen und der Burgherren-Familie Vetter „Rock the castle!“, egal ob unter freiem Himmel auf der Stehlampenbühne oder im großen Zelt. Rund 600 Musikbegeisterte aller Altersgruppen folgten der Einladung und pilgerten auf den Hohenneuffen.
Sebastian Cuthbert, Herr Abendschein und seine Rosmarie, Elisabeth Murer als „Lilly among Thorns“ und Heidi Frank als „Melody against gravity“ wussten dabei allesamt, wie sie das Publikum für sich gewinnen konnten, nämlich indem sie einfach sie selber waren. Um dem Ganzen aber wieder etwas Ruhe zu nehmen, schließlich sollte man nicht einfach den Abend sanft vor sich hindösen, übernahm der Frickenhäuser Comedian „Mauli“ alias Markus Michalik die Moderation für diese Bühne und gönnte zudem den Zuschauern eine gute halbe Stunde von seinem Humor.
Festlicher ging es auf der Zeltbühne zu. Dort stieg das Tempo im Laufe des Abends auch deutlich an. Anfangs noch etwas gemächlicher ging es mit Achim Stadelmaier als „For me and my Sons“ los, gefolgt von der Stubi Live Band aus Frickenhausen.
Einen kurzen Auftritt hatte auch Sofia Stark aus Reutlingen: noch vor zwei Jahren stand sie als Frontsängerin der Mädchen-Rockband „Debbie rockt“ in den deutschen Charts. Inzwischen hat sich ihre Musikrichtung aber gedreht, und so präsentierte sie sich als einfallsreiche Songwriterin und Sängerin, die ihren gefühlvollen Pop mit dem Klavier begleitete. „Was soll ich sagen, ein grandioses Fest. Wir setzen bei der Auswahl an Künstlern auf Musiker aus der Region, und dass hier das musikalische Niveau so hoch ist, ist ein super Nebeneffekt“, freute sich Dietmar Wagner vom CVJM Neuffen, Koordinator der Veranstaltung.
Bei Samuel Harfst und seiner Band füllte sich die Bühne. Inzwischen alles andere als ein unbekannter Sänger, hat er doch bereits den Werbesong für das iPhone gesungen, begeisterte er im inzwischen komplett gefüllten Zelt. Die Mischung aus Gitarre, Cello, Schlagzeug und Gesang überzeugte.
Und dass auch Profis nicht unfehlbar sind, musste er beim Soundcheck feststellen. Erst da merkte er, dass er es geschafft, seine Gitarre daheim liegen zu lassen. Was wären Musiker aber, die sich nicht gegenseitig aushelfen, und so spielte er kurzerhand mit dem Instrument des ihm folgenden Claas P. Jambor.
Im vergangenen Jahr spielte Claas noch unplugged beim Open Skys, dieses Mal reiste er mit kompletter Band an und erfüllte den Aufruf der Veranstalter: Die Burg bebte! Dabei lieferte er mit seiner schnellen Mischung aus Indie, Pop und Rock eine Bühnenperformance, die ihresgleichen suchte. Wie auch bei den restlichen Musikern auf der Burg standen bei seinen Texten seine persönlichen Erfahrungen mit dem Glauben im Vordergrund. Es steht aber anscheinend nirgends geschrieben, dass man diese ruhig vermitteln muss, und so feierte die Menge ausgelassen mit – zum Tanzen war zu diesem Zeitpunkt im Zelt kein Platz mehr.
Claas P. Jambor mit Band brachten den Hohenneuffen zum Beben. Foto: Jüptner
Hinweis: For Me And My Sons konnte aus gesundheitlichen Gründen beim Open Skys nicht auftreten.






Schoenes Foto :) Gut getroffen!
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