Manfred Siebald heute in der Nürtinger Zeitung
21 April 2010 Eingestellt von: Gerhard 365 klicks Keine Kommentare
Ein Abend zum Mitdenken und Mitsingen
Der christliche Liedermacher Manfred Siebald spielte in der Neuffener Martinskirche vor 600 Zuhörern
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VON GERHARD BRENNER
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NEUFFEN. Der christliche Liedermacher Manfred Siebald aus Mainz trat am vergangenen Freitagabend in der vollbesetzten Neuffener Martinskirche auf. Der VEJGN (Verein Evangelische Jugend- und Gemeindearbeit Neuffen) hatte eingeladen, das eingespielte Team von Ilses Stehlampenrock hatte organisiert – und die 600 Gäste waren schlichtweg begeistert. Zwei Stunden tiefgründige Sangeskunst zum Gitarrensound – es war für jeden etwas dabei.
Manfred Siebald, ein Name, der schon seit Jahrzehnten für musikalische Furore sorgt. Und so war es nicht verwunderlich, dass unter den vielen Zuhörern in der Neuffener Martinskirche vom Kind bis zum Greis alles vertreten war, was noch den Gang zum Konzert in Angriff nehmen konnte. Mit Beamer und Videoleinwand zusätzlich in Szene gesetzt, spielte der christliche Liedermacher aus Mainz manch Altes, aber auch jede Menge Neues – und leitete von einem Song zum nächsten mit humorvollen oder tiefgründigen Gedanken über.
Den gelungenen Auftakt bildete schon der erste Spaß des Abends, als Manfred Siebald so tat, als könne er Gedanken lesen und dem einen oder anderen Gast Gedanken in den Mund schob, die von nicht so schönen Erlebnissen zeugten. Doch das entpuppte sich als nichts anderes als den Einstieg in das erste Lied, das nach einem „Tag zum Vergessen“ mit der hoffnungsfrohen Botschaft „Es kann doch immer noch ein schöner Abend werden“ konterte. Praktisch das direkte musikalische Gegenteil zum bekannten Sprichwort: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, das der Sänger gekonnt zum Gitarrenspiel zum Besten gab.
Die Themen, die Manfred Siebald mit Hilfe von vier verschiedenen Gitarren-Modellen besingt, reichen von „Erfolg oder Versagen“ über „Alle Not kommt aus dem Vergleich“ bis hin zu „Wer liebt dich?“, wo es um die Stars seines Lieblingsfußballvereins Mainz 05 geht, die oft nur wegen ihrer Star-Qualitäten „geliebt“ werden und nicht wegen ihrer Person an sich. Eine sehr nachdenkliche Stimmung in der Neuffener Kirche entstand auch bei den Gedanken zum Lied „Wir haben wieder Gott gespielt“, in dem es vom Turmbau zu Babel über die Irrungen und Wirrungen zur Zeit Jesu bis zu den Maßlosigkeiten unserer Tage im Umgang mit der Natur und dem Leben an sich ging.
Ganz im Gegensatz dazu ein Kinderlied über einen Waldspaziergang, auf der Ukulele begleitet, bei dem die vielen kleinen und großen „Kinder“ akustisch mitmachen durften. Oder die Mitsing-Klassiker wie „Es geht ohne Gott (in die Dunkelheit)“ oder „Gut, dass wir einander haben“, bei denen das Kirchenschiff vom Gesang der Menge widerhallte. Dann wieder ernstere Gedanken, die Manfred Siebald anhand einer vorgelesenen Kurzgeschichte über die „Einzugsermächtigung“ präsentierte.
Der Beifall zwischen den Liedern und natürlich am Ende der Veranstaltung sprach Bände. Der Künstler kam nach seinem zweistündigen Programm nicht ohne Zugaben davon. Erwähnenswert ist noch, dass Manfred Sebald die Gagen seiner jährlich etwa 40 Konzerte ausnahmslos an karitative Organisationen spendet. So auch wieder in Neuffen: Der Lohn seiner musikalischen Mühen geht an ein Seelsorge-Programm auf Korsika.
Manfred Siebald in Neuffen Foto: Brenner






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