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Interview mit Samuel Fischer von My Glorious

16 April 2010 Eingestellt von: Gerhard 497 klicks Keine Kommentare

gloriousSeid dem letzten Interview ist ja einiges passiert. Zum Beispiel ist euer Album „Home is where the heart breaks“ veröffentlicht worden. Ein paar hängen gebliebene Eindrücke zu eurem Album-Release im Januar:

Die Release-Party war super. Es waren Fans und Freunde dabei, manch einer ist extra aus Deutschland angereist um es mit zu erleben. Die Location war super, obwohl sie zu bekommen eine Zitterpartie für uns war, denn es war bis am Vortag nicht sicher dass wir sie bekommen und dass die Konditionen so sind, wie wir sie wollten. Ich hab fieberhaft versucht eine Ausweich-Location zu finden und das war neben der ganzen Organisation für das Event recht stressig. Aber Ende gut, alles gut…

Wie kam die CD bisher an? Gibt es erste Fazite?

Anscheinend sehr gut. Wir haben viele Reviews gelesen in denen wir sehr hoch gelobt werden. Es gibt natürlich Ausreißer, in denen wir nicht so gut wegkommen, aber die stinken alle und sind dumm. Wir kommen eben toll mit Kritik klar. Witzig ist allerdings die Bandbreite der Kommentare zum Album, so hat z.B. einer geschrieben, dass unser Album emotionslos ist und nicht mehr als ein Achselzucken hinterlässt, während der nächste geschrieben hat, dass es zu emotional ist. Was soll man da noch sagen? Zusammengefasst jedoch bleibt der Eindruck, dass wir ein Album geschaffen haben, das man immer wieder hören kann und das berührend ist, wenn man sich darauf einlässt.

Wer in letzter Zeit öfters mal auf eurer Homepage vorbei geschaut hat, hat gemerkt, dass wohl schon sehr viele CD-Rezensionen von allen möglichen Musikportalen draußen sind. Grob geschätzt: Wie viele Reviews hast du schon zu Gesicht bekommen?

Puh, keine Ahnung. Es werden auch immer mehr, aber sicher schon 100.

Was war die lustigste / einprägsamste Formulierung in einer der CD-Rezensionen?

Hammer. Kaufen. Punkt!mygloriouse

Aber nicht nur euer Album ist erschienen. Ihr wart an Weihnachten auch noch in Bethlehem und habt dort gespielt: Was war das für eine Zeit für euch dort? Was habt ihr erlebt?

Unser Bethlehem-Trip war sicherlich eine der schönsten Reisen die ich persönlich je gemacht habe. Das Land ist faszinierend, Jerusalem zu sehen, durch die Straßen von Bethlehem zu spazieren und dann dort auch noch zu spielen. Die Atmosphäre an Weihnachten war ganz anders als wir uns es gedacht hätten, aber dennoch sehr aufregend und schön. Wir haben am 24.12. einige Zeit in der Geburtsgrotte verbracht – näher kommt man an die Weihnachtsgeschichte wohl nicht heran.

Wenn man aus einer christlichen Kultur stammt, wie wir Europäer, dann sollte man auf jeden Fall mal dort gewesen sein, denn dort sieht man, dass Jesus und die Dinge, die in der Bibel erzählt werden, nicht frei erfundene Geschichten sind, sondern dass sie tatsächliche, historische Ereignisse waren die in eine Kultur gebettet sind. So lernt man die Bibel und den christlichen Glauben im Kontext zu lassen und nicht nach Belieben zu extrahieren und dem ursprünglichen Umfeld zu entfremden. Das alles live zu sehen und die Wahrhaftigkeit der Ereignisse zu erleben ist unglaublich, wobei die Bedeutung, die man den Erzählungen der Bibel zuschreibt, immer noch jedem selbst überlassen bleibt.

Noch dazu habt ihr auch noch eure inzwischen vierte USA Tour im Februar hinter euch gebracht. Bitte folgende Sätze dazu vervollständigen:

Je öfter wir dort sind, desto mehr wird uns bewusst, dass …

… man mit Fast Food überleben kann.

myglorious3Je öfter wir dort sind, desto mehr wissen wir zu schätzen, dass …

… wir in einem reichen Land leben und uns den ganzen Spaß leisten können.

Je öfter wir dort sind, desto mehr stellen wir fest, dass die Menschen dort …

… auch nicht anders sind als alle andere.

In welchen Gegenden der USA habt ihr inzwischen schon gespielt? Und wo würdet ihr noch gerne spielen in den USA?

Wir haben viele der Südstaaten besucht und bespielt. Wir möchten sehr gerne noch an die Westküste kommen… ich sage nur Baywatch-Strand!

Aber eigentlich seid ihr ja eine aus Wien stammende Band – darum noch zwei Fragen zu eurer / deiner Heimat: Deine drei Lieblingswörter auf Wienerisch?

Asphalttuttel (VW Käfer), Eiterbeidl (Käsekrainer), Pfosten (ein Idiot)

Urlaub in Wien: Was muss man sich unbedingt anschauen?

Das Samuel Fischer Geburtshaus … wobei das steht gar nicht in Wien … alternativ ist der Stephansdom ganz nett.

Wie geht es in nächster Zeit bei euch weiter? Was ist so geplant?

Wir planen gerade unsere nächste USA Tour und einige Konzerte in Deutschland.

Noch ein paar Fragen zu dir Sami:

Was würdest du sagen, bringt dich total auf die Palme?

Ein gut installierter Aufzug… wobei an welchem Strand findet man so was?

Und was bringt dich zum Lachen?

Alles Mögliche… ich mag gute Comedy. Ich mag Monty Pyton, Friends, King of Queens, Tarantino Filme…

Bist du multitaskingfähig?mygloriouse4

Absolut, während ich dieses Interview gebe, schreibe ich einen Artikel über mikrobiologische Vorgänge während der Schimmelbildung an Badezimmerwänden und koche eine würzige Karottencremesuppe.

Auf Facebook gibt es einen Test „Welches My Glorious Bandmitglied bist du?“ – Was kommt bei dir raus?

Bei mir stürzt der Test immer ab… was auch immer das zu bedeuten hat.

Was du deinen Bandkollegen Paul und Gregor schon immer einmal sagen wolltest:

Paul… du bist gar kein Zwilling, du wurdest in einem frühen Genexperiment in einer Pipette aus dem Erbmaterial von Gregor geklont. Gregor, Bassisten sind die cooleren Gitarristen.

Grüße?

Danke, nehm ich gern.

Zum Schluss noch ein „Live Impressions“ Video.

YouTube Preview Image [stextbox id="alert" color="000000" ccolor="ffffff" bcolor="696969" bgcolor="ffffff" cbgcolor="ffffff" image="null"]Website: www.myglorious.com
MySpace: www.myspace.com/mygloriousmusic
Die Fragen stellte: Stephi/Musik Für Uns
Thumbnail/Fotos: myspace.com/mygloriousmusic[/stextbox]

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