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Interview mit der Band “Killerpilze“ am 28.04.11 im franz.K in Reutlingen – Teil 1

10 Mai 2011 Eingestellt von: Leonie 724 klicks Keine Kommentare

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Sänger/Gitarrist Jo, Gitarrist/Sänger Mäx und Drummer Fabi

Wie seid Ihr auf den Bandnamen gekommen?

Fabi: Reines Brainstorming. Wir haben ja früher immer die Geschichte mit der Pizza erzählt, mit den Killerpilzen drauf, aber wir wussten tatsächlich selber nicht mehr, wie wir da drauf gekommen sind. Das war einfach als wir gesammelt haben. Wir hatten verschiedene Vorschläge wie die Elektrokekse oder die Fruchtstäbchen und dann waren es am Ende die Killerpilze.

Jo: Wir sind aber ganz froh, dass es Killerpilze geworden ist und nicht was anderes.

Warum singt ihr auf Deutsch?

Mäx: Das ist unsere Muttersprache. Da können wir uns am besten ausdrücken und wir haben zwar am Anfang auch versucht vor zehn Jahren auf Englisch ein bisschen zu texten, aber wir haben dann gemerkt, dass das doch nicht so unseres ist. In Deutsch können wir uns dann doch besser ausdrücken.

Jo: Mittlerweile könnten wir uns sicher auch auf Englisch ausdrücken.

Mäx: Aber als deutsche Band ist man halt auch gleich eine Band mit Aussage, weil die Leute das sofort verstehen, was es natürlich einerseits auch schwieriger macht, aber man hat halt Statements, die die Leute sofort verstehen.

Seit wann gibt es Euch als Band?

Jo: Seit 2002, also wir haben nächstes Jahr schon unser Zehnjähriges, obwohl wir alle noch sehr jung sind, aber wir haben eben noch jünger angefangen. Das ist auch ganz schön geil, dass wir schon so eine lange Geschichte haben und schon so viel miterlebt haben in zehn Jahren Bandgeschichte. Und wie gesagt, nächstes Jahr gibt es bestimmt eine große Feier.

Auftritts-Highlights?

Jo: Das ist schwierig. Wir sind jetzt seit drei Wochen auf Tour und zum Beispiel gestern in Berlin war ein absolutes Highlight, weil wir ja seit zwei Jahren das eigene Label haben und sich das natürlich auch publikumsmäßig immer mehr in die Richtung entwickelt, wie wir uns das wünschen und gestern war halt Wahnsinn. Wir haben natürlich auch die Konzerte damals genossen, da haben wir riesige Konzerte gespielt mit 1000 Leuten. Das war auch schön, aber das war halt eine ganze andere Zeit, weil das halt dieser Teenie-Hype war. Die Vergangenheit haben wir halt jetzt hinter uns gelassen und fangen jetzt quasi wieder von vorne an und da macht es halt mega Bock wenn es abgeht. Wir waren vor kurzem auch in der Türkei und in Frankreich, das war auch super.

Mäx: In Köln haben sie die Bühne gestürmt beim letzten Song, also es passiert schon immer was live.

Wo würdet ihr gerne noch auftreten?

Jo: Wir haben schon so unsere Ziele, Rock am Ring wäre mal ein Ritterschlag.

Mäx: Die großen Festivals, Hurricane, Southside, Highfield…

Fabi: Wir kommen dem langsam näher. Also wir spielen jetzt dieses Jahr auch auf Festivals, auch letztes Jahr haben wir schon auf coolen Festivals gespielt, zum Beispiel das Open-Flair, in Eschwege oder Bochum Total.

Jo: Sind schon renomierte Festivals und da freuen wir uns auch schon drauf.

Wie würdet Ihr euren Musikstil jetzt beschreiben?

Jo: Deutsche Rockmusik mit verschiedenartigsten Einflüssen. Das ist definitiv kein Deutschrock oder so Einheitsbreimukke, sondern wir versuchen schon echt viel auch neue Einflüsse reinzubringen. Sei es von den Texten oder musikalische Stilmittel. Also alles in allem experimenteller…

Mäx: …alternativer…

Jo: …Punkrockhiphop. (Mäx lacht)

Die schönsten Fangeschenke?

Jo: Wir bekommen viele Fangeschenke. Jetzt in Köln haben wir Köllschgläser bekommen, das war sehr schön.

Fabi: So was nützliches ist natürlich immer schön. Oder Fußbälle.

Jo: Bier und Alkohol ist immer gern gesehen. Süßigkeiten. Aber es gibt halt auch Körper.

Fabi: Es gibt auch echt persönliche Fangeschenke, wie Fotoalben mit Fotos aus den letzten fünf Jahren, seit die Leute dabei sind. Das ist natürlich dann auch schön.

Wie läuft bei euch eine Bandprobe ab?

Jo: Wir proben eigentlich relativ selten. Jetzt vor der Tour haben wir natürlich schon oft geprobt, weil es auch viel zu proben gab.

Mäx: Es gibt einfach so Phasen, wo du halt einfach viel probst.

Jo: Es gibt anstrengende Bandproben, wo man dann halt einfach nicht wirklich weiter kommt. Es gibt aber auch sehr produktive Bandproben.

Mäx: Es ist einfach meistens so, dass man sich vor der Tour wirklich einschließt im Proberaum und dann in der Woche vier, fünf Mal probt und das dann über einen langen Zeitraum. Aber das Set, das man dann spielt, sitzt dann eigentlich und man spielt ja auch immer live, dass sich das live nochmal setzt und festigt. Dann braucht man nicht mehr so viel proben.

Jo: Proben ist eigentlich so der anstrengendste Teil der Bandarbeit, alles andere wie auf der Bühne stehen ist ja einfach nur genießen. Aber wir sind trotzdem froh, dass wir das als Arbeit bezeichnen dürfen, weil man das nicht mit einem Bürojob oder ähnlichem vergleichen kann.

Wer hat die meisten Texte/Melodien für das neue Album geschrieben?

Jo: Das kann man so gar nicht sagen. Also Mäx ist schon der musikalische Kopf. Der bestimmt, wohin die Richtung geht, aber das passiert alles in Abstimmung. Texte schreibe ich vermehrt, aber auch Mäx und Fabi. Das ist so ein Geben und Nehmen.

Mäx: Einer bringt mal eine Idee und dann wird das zusammen ausgearbeitet.

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Habt ihr noch besondere Zielsetzungen für die Band?

Jo: Ja, wir wollen auf jeden Fall diesen Weg weitergehen, den wir jetzt eingeschlagen haben, und natürlich unser Publikum stetig vergrößern. Das ist natürlich schon ein Ziel. Aber eben so, dass wir, das stand jetzt auch in einem Zeitungsartikel, niemals unsere Würde verlieren und dass wir das immer mit unserem Gewissen vereinbaren können.
Und einfach auch authentisch bleiben. Und ich glaube wir sind da auf einem ganz guten Weg. Wir sind noch verdammt jung, trotz zehn Jahren Bandgeschichte und haben noch eine ziemlich gute Perspektive vor uns.

Fabi: Wenn es jetzt so weitergeht, wie es angefangen hat, dann sind wir mehr als zufrieden.

Erzählt mal ein bisschen etwas von eurem neuen Album “Ein bisschen Zeitgeist”…

Jo: Es ist ein sehr vielseitiges Album. Andererseits ein Album, das in sehr kurzer Zeit enstanden ist, weil wir ja erst letztes Jahr im März “Lautonom” rausgebracht haben. Es ist ein Album, das schon viele Geschichten zum Thema Tour beinhaltet und auch, dass ich umgezogen bin, sowas ist miteingeflossen. Mäx hat es produziert Also, wir haben es zum ersten Mal selbst produziert, wobei Mäx halt die Hauptarbeit gemacht hat. Es ist unser härtestes Album, was uns auch sehr gut gefällt, dass es in die Richtung gegangen ist.

Mäx: Große Melodien, viel mit Synthesizer, zum Teil Elektrosachen auch ausprobiert und wir haben uns auch viele Einflüsse geholt von älteren Bands wie Pink Floyd oder so. Da fließt auch was ein.

Zu Teil 2 gehts – hier.

Homepage: www.killerpilze.de

Facebook: www.facebook.com/killerpilze

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