Interview – The Jerks – 21.02.2010 (1)
8 März 2010 Eingestellt von: Gerhard 373 klicks Keine Kommentare
Interview mit der Band The Jerks aus Stuttgart. Eine der besten (oder vielleicht die beste?) Alternative-Rock-Bands im Stuttgarter Raum. Sie haben schon den Emergenza Contest hinter sich, bei dem sie es bis ins internationale Finale geschafft haben. Mitte Februar war ihre CD-Release Party im ausverkauften Keller Klub mit rund 500 Leuten. Einige Festivals haben sie im letzten Sommer gespielt. Und kommenden Sommer sollen es noch mehr werden.
Seid wann gibt es euch als Band und wie habt ihr euch kennen gelernt?
Simon: Uns gibt’s als Band seit 2005. Wir kennen uns eigentlich schon ewig – Chrisse kenn ich eh schon länger, weil er mein Bruder ist und Chris kennen wir auch schon von Kindesalter an. Im Prinzip sind wir zusammen groß geworden. Aber die Band haben wir erst 2005 gegründet.
Habt ihr vor „The Jerks“ schon in anderen Bands gespielt?
Simon: Ja, Chris und ich haben am Anfang in einer Coverband gespielt. Irgendwann hat es uns dann aber mehr gereizt, eigene Sachen zu machen. Wir haben erst zu Zweit weiter gemacht und dann aber noch jemanden gesucht, der Bass spielen kann. Der Chrisse wollte sowieso schon länger in einer Band spielen. Also haben wir zu ihm gesagt: Wir brauchen einen Bassisten - wenn er Bock hat, einen Bass zu kaufen, dann wäre er dabei. Das hat er dann auch gemacht.
Wenn eure Musik etwas zu Essen wäre, was wäre es?
The Jerks: Was zu Essen? – Das ist ne gute Frage! (Lachen). Eine Calzone mit allem drin, was man sich vorstellen kann. Oder Hackbraten. Aber schon was Deftiges! Kein Milchreis (lachen). Ja, was Deftiges!
Welchen Song spielt ihr besonders gerne live?
The Jerks: Alle! Wir spielen überhaupt ziemlich gerne live. Das ist auch das, was wir eigentlich am Liebsten machen. Hängt aber auch vom Publikum und von der Stimmung ab. „Pretty Girls“ von der neuen CD macht uns gerade ziemlich viel Spaß. Vor allem auch mit dem Publikum zusammen, weil die Stimmung dazu eigentlich immer passt. Es gibt aber auch Shows, bei denen „Pretty Girls“ nicht so funktioniert – das hängt ganz vom Publikum ab. Im Prinzip spielen wir alles gerne, aber die Songs, bei denen es auch mit dem Publikum stimmt, da macht es uns am meisten Spaß.
Ihr hattet ja vor Kurzem euer Album Release: Ein paar hängen gebliebene Eindrücke?
The Jerks: Puuhh, Junge, Junge. Also es war sauvoll. Wir hatten den Keller Klub ganz ausverkauft gehabt mit 460 Leuten – oder es könnten auch knapp 500 gewesen sein. Es war auf jeden Fall brechvoll, eine geile Stimmung und es hat super Spaß gemacht. Wir sind erst morgens irgendwann wieder aus dem Keller Klub raus und waren total am Ende. Aber es hat sich gelohnt! Die Leute waren der Hammer. Es waren auch echt super viele Freunde und Bandkollegen da. Aber auch viele, die wir noch nie gesehen haben.
Beim Emergenza Contest habt ihr es bis ins internationale Finale geschafft – was war das für eine Erfahrung für euch? Was habt ihr vom Emergenza Contest mitnehmen können?
Simon: Da haben wir wirklich viel mitgenommen. Für uns war es eigentlich noch zu früh, uns überhaupt für Emergenza anzumelden. Das hat meine Schwester gemacht. Die kam irgendwann an: „Hey Jungs, ihr müsst da mitspielen – ich hab euch da angemeldet!“ Im ersten Moment hab ich gedacht: „Hey, bist du eigentlich verrückt geworden?“ Weil wir bis dahin vielleicht erst drei Shows gespielt hatten. Wir haben grad mal in einem Jugendhaus gespielt und vielleicht ein paar Mal geprobt.
Aber jetzt im Nachhinein ist es so das Beste, was uns hätte passieren können! Das Weiterkommen und das Feedback,, das vom Publikum kam, hat uns total motiviert, neue Songs zu machen, viel zu proben und einfach dran zu bleiben. Mit jeder Runde, in der wir weiter gekommen sind bis ins internationale Finale, hat sich das immer mehr gesteigert. Wir haben über den Contest auch immer mehr Leute kennen gelernt, mit denen wir heute noch zusammen arbeiten, die für uns Booking machen oder Management oder sonst noch irgendwie mit dabei sind. Für uns war es auf jeden Fall ein super Sprungbrett!
Euer bisheriges Auftritts-Highlight?
Chrisse: Das Krasseste, was ich finde, war der erste Auftritt von uns in der Röhre. Das war auch eine Emergenza-Show und vielleicht der fünfte Auftritt, den wir je hatten. Es waren ca. 500 bis 600 Leute da – Röhre komplett ausverkauft. Wir haben überhaupt nicht gecheckt, was da eigentlich los ist. Die ganzen Leute haben uns schon angebrüllt bevor wir auf der Bühne standen. Vom Backstage geht’s eine Treppe runter, von der man auf die Bühne kommt und man hat von oben schon gehört, wie die Leute gebrüllt haben. Das war schon ein krasses Gefühl!
Chris: Highlight war auch noch, dass wir letztes Jahr auf echt vielen Festivals gespielt haben. Das war schon eine neue Erfahrung, auf so großen Bühnen zu stehen, auch wenn wir oft nur Opener-Slot waren. Aber einfach schon die Erfahrung, bei so einem Ding mal dabei zu sein, größere Bands Backstage zu sehen und auf großen Bühnen zu spielen – das, fand ich, war schon ein Highlight!
Habt ihr auch schon unplugged-Konzerte gespielt?
The Jerks: Da sind wir gerade auch noch ziemlich am Anfang. Wir haben bisher zweimal unplugged gespielt. Wir haben auch lange Zeit gedacht, dass das nicht funktioniert, weil wir einfach zu schlecht spielen oder sich unsere Songs nicht dazu eignen. Aber so langsam sind wir auch so weit, dass wir das machen können. Es macht Spaß, aber es ist halt etwas
komplett Anderes. Die Songs gehen, wenn man sie akustisch spielt, in eine völlig andere Richtung.
Stephi: Habt ihr vor, auch mal eine Unplugged-Tour zu machen? Irgendwann mal?
The Jerks: Ja, irgendwann mal vielleicht (lachen). Aber wir sind echt keine Band, die akustisch ihre Karten am Besten ausspielt – wir sind schon eine laute Rock´n´Roll-Band.
Zur Fortsetzung des Interviews geht es – hier.
MySpace: www.myspace.com/thejerksmusic
Das Interview führte: Stephi/Musik Für Uns
Thumbnail/Fotos: Achim Casper
Das Interview führte: Stephi/Musik Für Uns
Thumbnail/Fotos: Achim Casper





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