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Fränk da Tänk Special (5): CD-Rezension „Mein Weg“

16 Januar 2011 Eingestellt von: Gerhard 551 klicks Keine Kommentare

Fränk da Tänk: Deutscher Hip Hop mit Witz und Verstand

Zugegeben, auf „Musik für uns“ findet man bisher nicht viel, was zur Sparte Rap oder Hip Hop gehört. Und auch ich selbst gehöre nicht zu den Menschen, die diese Musik-Art in der Regel hören. Aber ich habe jetzt eine „Platte“ gefunden, die ich mir mit einem großen Schmunzeln im Gesicht immer wieder zu Gemüte führen kann, echt!

Kein Geringerer als Fränk da Tänk ist verantwortlich für diesen überwiegend deutschsprachigen Ohrenschmaus, der den Hörer vom ersten Ton an gefangennimmt und gespannt den Fortgang der Titel und musikalischen Inhalte erwarten lässt.

Was macht das neue Fränk da Tänk Album mit dem treffenden Namen „Mein Weg“ so besonders? Es liegt irgendwie an der Kombination aus gefälligen Beats und griffigen Texten, denen man sich nicht entziehen kann. Man meint beim Hören, das Augenzwinkern in Fränks Gesicht buchstäblich sehen zu können. Und das ist auch das Credo des Künstlers, wie er uns im Interview selbst verraten hat: Er möchte seine Fans und Hörer mit „witzigen Texten“ und gelungenen Beats unterhalten. „Mission erfüllt!“, kann man da nur sagen!

Ein paar Beispiele aus den insgesamt 16 Titeln gefällig? Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Schon beim Intro freut man sich über einen typischen „amerikanischen“ chilligen Song, der dann plötzlich in einer gescheiterten Gagen-Verhandlung mit dem Sänger endet. Da die Vorstellung des Protagonisten damit buchstäblich den Bach runter gegangen ist, holt er das gleich im Anschluss-Titel „Reloaded“ nach mit: „Ich kenn die Szene gut und die Szene kennt mich jetzt. Ich heiße Fränk da Tänk und das Album, das kommt jetzt – raus!“ Man kann das leider gar nicht so rhythmisch lesen oder schreiben, wie es im Song dann rüberkommt.

Ein wahrer Klassiker dürfte der „Korb“ sein. Wer sonst kommt schon auf die Idee, statt sportlicher Trophäen einfach „Körbe“ (im zwischenmenschlichen Sinne) zu sammeln? Schmunzeln ist auch garantiert beim Thema „Urlaub“, für das Fränk da Tänk den Laidback-Hit „Sunshine Reggae“ musikalisch aufgepeppt und mit seinem unübertrefflichen Rap verfeinert hat. Selbst die Urheber persönlich zeigten sich von Fränks Werk begeistert.

Wie ein Beat in Fränks Musik-Werkstatt entsteht, kann man anhand von Videos am Beispiel des Titels „Ein‘ hab ich noch“ selbst nacherleben. Und spätestens da wird dem geneigten Hörer bewusst, wie viel Mühe, Zeit und Aufwand in den einzelnen Songs steckt, die so leicht und locker am Ohr des Hörers vorbei plätschern und sich mit ihren Gags doch in den Gehirnwindungen festsetzen.

Eins kann man auf alle Fälle sagen: Es wird nie langweilig, wenn man die neue Platte von Fränk da Tänk genießt. Abwechslungsreiche Musikstile und feinsinnige Texte aus wirklich allen Bereichen des täglichen Lebens, wie z.B. originalgetreue Lautsprecherdurchsagen in der „S-Bahn“ (zum Kaputt-Lachen) oder die Ode an „Astrid“ mit dem unüberhörbaren mehrfachen Kinderwunsch lassen das Schmunzeln im Gesicht gar nicht mehr vergehen.

Da die Erstauflage von Fränk da Tänks „Mein Weg“ streng auf 200 Exemplare limitiert ist, kann ich der geneigten Leserschaft nur dringend empfehlen, sich das gute Stück schnellstmöglich als nachträgliches Weihnachtsgeschenk auf den Gabentisch bzw. in den CD-Player zu legen. Oder man beteiligt sich an unserer CD-Verlosung, wo im Januar 2011 eben dieses Werk zu gewinnen ist. Das Album ist jetzt schon ein Klassiker, soviel steht schon mal fest.

Bezugsquellen findet man im ersten Teil unseres Specials – hier.

MySpace: www.myspace.com/spacksrap

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