Exklusiv: »The Rising Rocket« beim Videodreh
23 August 2011 Eingestellt von: Gerhard 525 klicks Keine Kommentare
“Alles auf Anfang! – Und bitte…” Die Kommandos des Regisseurs dringen durch die Menge und übertönen selbst die Musik aus dem Hintergrund, die den Tänzerinnen und Tänzern den Takt für ihre Bewegungen vorgibt. Der Kamerawagen „fährt“ an der langen Theke entlang, Gäste sitzen da, trinken etwas und unterhalten sich, der Hauptdarsteller schaut zu tief ins Glas. Besucher gehen an ihm vorbei, ein knutschendes Pärchen vergnügt sich im Hintergrund.
Wir befinden uns an einem schönen Montagabend im Keller Klub in Stuttgart. Überall sind Scheinwerfer aufgestellt, Frosts (weiße Stoffbahnen vor) und Fahnen (schwarze Stoffbahnen neben den Scheinwerfern) lenken und gestalten das Licht, Farbfilter tun ein Übriges, um die besondere Stimmung für den Videodreh abzurunden. In Aktion sind die Bandmitglieder von „The Rising Rocket“ samt ihrem Manager als Barkeeper, die gerade Szenen für die zweite Single-Auskoppelung ihres neuen Albums „Colours of Stockholm“ (VÖ 23.09.2011) drehen.
Die Performance-Szenen, wo die Band musikalisch heftig auf der Bühne agiert, wurden schon am Vor- und Nachmittag abgedreht. Jetzt geht es darum, die „Story“ voranzutreiben, von deren Inhalt wir hier noch nichts verraten wollen – man darf gespannt sein. Doch so viel sei gesagt: Gedreht wurde für den Titel „This is how I feel“ (VÖ: 09.09.2011) und die Geschichte wird natürlich irgendwie den Songtext wiedergeben.
Die Location für den Dreh ist treffend gewählt. Der Keller Klub im Gebäude Rotebühlplatz 4 in Stuttgarts Mitte fasst ca. 400 Leute, wenn dort ein Konzert stattfindet. Im reinen Diskobetrieb gehen sogar deren 600 rein. Es ist nicht die erste Videoproduktion, die dort stattfindet, erfahren wir vom „echten“ Barkeeper, der während der Dreharbeiten entspannt im Hintergrund sitzt und die Dinge beobachtet, die da vor sich gehen. Gerne wird der Keller Klub auch für Aftershow-Partys oder Tour-Abschluss-Partys gebucht. Einmalig ist die große Disko-Kugel in Form eines Totenkopfs, die spezielle Anfertigung eines Bühnen-Gestalters. Zwei originale Flipper-Automaten stehen auch noch in einer Ecke – in der Clubszene heutzutage eine wirkliche Seltenheit. Jeden Donnerstag bis Samstag kann man sich ab 22:00 Uhr bis in den frühen Morgen an Ort und Stelle vergnügen.
Auf der Bühne stehen noch die ganzen Instrumente von „The Rising Rocket“ vom mittäglichen Dreh. Auffällig ist der große Kontrabass, der aus stilistischen Gründen nur gezupft wird, wie mir der Bassist verrät. Neben der Konzert-Bühne sehen wir die DJ-Ecke, in der die ganzen Gerätschaften aufgestellt sind, die ein professioneller Musik-Abspieler eben so braucht. Im Nebenzimmer halten sich die Statisten auf, so lange sie nicht im Einsatz sind. 20 junge Leute beiderlei Geschlechts hatten sich angemeldet, mehr als 30 sind tatsächlich gekommen. Das zeigt, dass die Band eine große Zugkraft in der Branche hat.
In den Umbau-Pausen geht das geschäftige Gewusel so richtig los. Die Kamera wird je nach Einsatzgebiet mal auf dem Rollwagen oder auf einem großen Stativ montiert. Bei manchen Szenen nimmt sie der Kameramann in einem besonderen Gestell sogar auf die Schulter. Ein Kontroll-Flachbildschirm zeigt die Einstellungen live, die gerade gedreht werden. Die berühmte „Klappe“ wird immer wieder aktualisiert. Auf ihr stehen Interpret und Titel des Songs, die Kürzel für Kameramann und Regie sowie die aktuelle Szene bzw. der aktuelle Take. Scheinwerfer werden ausgerichtet, Requisiten werden beschafft oder versteckt – es ist viel los im Keller Klub an diesem Tag!
Kameramann, Beleuchter, Manager, Regisseur, Aufbauhelfer, Stand-In Model (er nimmt die Position des Hauptdarstellers bei der Licht- und Kameraprobe ein), Statisten und natürlich die Bandmitglieder haben alle Hände voll zu tun, um die Szenen so werden zu lassen, wie sie von der Band und dem Manager geplant und angedacht sind. Und manche „Requisite“ wie z.B. die großen Lautsprecher-Boxen, bringen ein ordentliches Gewicht auf die Waage, so dass gleich mehrere Leute mit anpacken müssen.
Jede einzelne Szene wird ein-, zweimal geprobt und dann vier bis fünf Mal gefilmt (Takes). Der Ton wird dabei nicht aufgezeichnet, er wird später von der CD dazu gemischt. Eine Stunde Arbeit für hinterher etwa 15 Sekunden Film – das kommt meiner Berechnung nach so ungefähr hin. „Cut“, ruft der Regisseur laut, damit es auch ganz hinten bei den Tänzern noch zu hören ist. Die Anspannung fällt von den Beteiligten ab – wieder ist ein Take „im Kasten“.
Bei der zweiten Szene blickt die Kamera dem Hauptdarsteller von hinten über die Schulter, jetzt ist der „Barkeeper“ in vollem Einsatz. Dann zielt die Kamera nochmal von vorne auf den jungen Mann an der Theke. In einer weiteren Szene schreitet der Kameramann durch die versammelte Menge der Statisten im Nebenzimmer, weil sich der bisher an der Bar Sitzende laut Drehbuch mehr oder weniger trittsicher dorthin auf den Weg macht.
Die Dreharbeiten werden an diesem Tag noch bis kurz vor Mitternacht gehen. Für den Tag darauf sind Außenaufnahmen geplant, an sieben verschiedenen Locations in und um Stuttgart. Man glaubt es kaum, welch einen Aufwand es braucht, um einen einzigen Songtitel wie jetzt gerade „This is how I feel“ ins rechte Bild zu setzen.
Für uns (Annette und mich) von „Musik für uns“ war es der erste (und auch noch exklusive) Live-Besuch bei Dreharbeiten und wir bedanken uns sehr herzlich bei Manager Matthias Mehwald und der Band „The Rising Rocket“ fürs Zugucken und Fotografieren dürfen.
Unseren vielen Lesern sei gesagt, dass es sich lohnt, immer wieder bei uns rein zu schauen, denn speziell in Sachen „The Rising Rocket“ wird in den nächsten Wochen und Monaten noch so manche Überraschung zu entdecken sein. Dinge wie „CD-Verlosung“, „Ticket-Verlosung“, CD-Rezension, Interviews mit der Band / den Bandmitgliedern und exklusives Fotomaterial von den Dreharbeiten oder ein ebenso exklusiver Video-Teaser vom Making-Of sind Vorhaben, die nach und nach in die Tat umgesetzt werden.
Weitere Fotos vom Dreh gibt es in unserem Fotoalbum.
Mehr zur Band gibt es hier:
www.facebook.com/therisingrocket
www.youtube.com/therisingrocket
Mehr zum Keller Klub Stuttgart gibt es hier:





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