Eindrücke vom Kesselkongress des Popbüros Stuttgart
13 Mai 2010 Eingestellt von: Gerhard 167 klicks Keine Kommentare
Dass das Popbüro Stuttgart immer mal wieder interessante und coole Veranstaltungen, Workshops und Seminare anbietet, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Und diesmal haben sie sich wohl auch ein bisschen selbst übertroffen, denn sie haben nicht zu einem Seminar oder zwei Seminaren oder drei Seminaren eingeladen – sondern gleich zu einem ganzen Kongress: Dem Kesselkongress in der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, der nun zum ersten Mal stattfand.
Etwa genau ein Jahr nach dem Pop Open in Stuttgart, bei dem viele Bands verteilt auf der Königsstraße und dem Stuttgarter Hauptbahnhof kleine und große Unplugged-Konzerte spielen konnten, fand dieser Kesselkongress am vergangenen Wochenende, dem 8. und 9. Mai 2010 statt. Eingeladen waren viele bekannte Gesichter aus dem Musikbusiness. Es gab zu so ziemlich jedem musikalischen Thema ein Seminar und man konnte die Seminarleiter eigentlich so ziemlich alles dazu fragen.
Am Samstag (an dem ich teilgenommen habe – Sonntag wäre zwar auch interessant gewesen, aber dazu hat einfach die Zeit gefehlt) gab es über den ganzen Morgen und Mittag von 10 bis 18 Uhr Seminare zum Thema Bandmanagement („Do it yourself“): Booking, Promotion, Musik- und Markenkommunikation, Urheberrecht, Verträge, GEMA und GVL, Steuern- und Abgabepflicht und Drucksachen – das waren die Themen zum Bandmanagement „Do it yourself“.
Reingezogen habe ich mir davon den Vortrag über Musik- und Markenkommunikation. Wer sich darunter nicht gleich was vorstellen kann, dem helfe ich gerne auf die Sprünge: Es geht im Prinzip darum, wie man seine Songs an Marken verkauft – z.B. an Autohersteller wie Renault oder BMW, an Süßigkeiten-Hersteller, Multimediariesen wie Apple und so weiter, damit diese den Song als Werbesong benutzen und so die Band berühmt(er) wird. Das Seminar leitete Jan Thomas von „the gap between“ – und die kümmern sich genau um solche Sachen: Marken und Musik. Wer sich dafür interessiert und gerne mehr erfahren möchte, sollte mal auf ihrer Internetseite vorbei schauen: www.the-gap-between.com. Interessant, was Jan Thomas da alles erzählen konnte.
Noch dazu gab es am Samstag Seminare zum Thema: „On-Air, On-Screen, Online – Medienkompetenz für junge Macher“, in dem es einfach darum ging, wie vor allem junge Bands in der großen und weiten Medienwelt auf sich aufmerksam machen können.
Eine der spannendsten Seminarreihen am Samstag, so wie ich zumindest finde, war die über die verschiedenen Berufsfelder im Musikbusiness: Angefangen beim Booker über Eventmanager, PR- und Marketingmanager, Musikjournalisten, Produzenten, Komponisten, Tour-Managern bis hin zum Radiomoderator war alles dabei.
Reingezogen habe ich mir den Vortrag über „Tourmanager“, den der Tourmanager von der Band „Klee“, Andreas Puscher hielt. Und auch noch den über Musikjournalismus, den eine Redakteurin der Stuttgarter Zeitung leitete. War beides sehr, sehr interessant. Vor allem die Erzählungen darüber, was hinter der Bühne eigentlich wirklich so abgeht: Zum Beispiel, dass Bushido eigentlich ein richtiger Geschäftsmann ist, der total seriös auftritt bei Interviews und so weiter – was man auf der Bühne oder in der Öffentlichkeit oft gar nicht so merkt.
Außerdem fand auch noch der PLAY LIVE Demo-Marathon statt – insgesamt 106 Bands haben es dorthin geschafft und der Demo-Marathon ist nun quasi die nächste Runde. PLAY LIVE ist der landesweite Bandförderpreis, der seit Jahren erfolgreich in Baden-Württemberg durchgeführt wird.
Und das war auch „schon“ das Angebot vom Samstag, an dem ich teilgenommen habe. Und ich muss ehrlich sagen: Eine sehr coole Sache ist das – und ist auch super zum Kontakte knüpfen geeignet, weil man echt mit sehr vielen wichtigen Leuten aus dem Musikbusiness und anderen Bands zusammen trifft und viele nützliche Infos erhält. Also, falls jemand vom Popbüro Stuttgart das hier lesen sollte: Ich bin stark für einen Kesselkongress 2011!
Und noch zum Schluss ein paar Zeilen zum Sonntag, an dem ich leider nicht teilgenommen habe, der aber nicht ganz ausgeschlossen werden soll: Sonntags ging es auch schon wieder morgens um 10 Uhr los: Es gab Seminarreihen zum Thema Event-Management, Musiker Check-Ups, ein Moderations-Seminar und einen Songwriter-Workshop und noch zwei Diskussionsrunden rund um das Thema Musikbusiness.
Wer noch mehr wissen will zum Thema Kesselkongress, kann sich mal auf die Seite vom Popbüro Stuttgart begeben: www.popbuero.de – dort findet ihr auch alle Infos zu den Seminarleitern und jede Menge Links zu entsprechenden Seiten.
Also dann: Auf einen Kesselkongress 2011 (hoffentlich ;-)).
[stextbox id="alert" color="000000" ccolor="ffffff" bcolor="696969" bgcolor="ffffff" cbgcolor="ffffff" image="null"]Website: www.popbuero.de
Bericht: Stephanie Klumpp / Musik Für Uns
Thumbnail: the-gap-between.com[/stextbox]





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