Das Wo?!Festival in der Wendlinger Zeitung
19 Mai 2010 Eingestellt von: Gerhard 267 klicks Keine Kommentare
Festival begeisterte Musiker und Zuhörer
Erstes gemeinsames „WO?!“-Festival von „Indie Open“ aus Wendlingen und „Boa“ aus Oberboihingen
Beim ersten Zusammenschluss von „Indie Open“ (Jugendhaus Zentrum Neuffenstraße Wendlingen) und Boa (Jugendhaus Boing in Oberboihingen) ging es am Freitag und Samstag heiß her: Pop, Rock und Hip Hop, Ska, Funk und Punk, sogar Country-Klänge, Hard Rock und Metal Core waren mit interessanten Lichteffekten versehen zu vernehmen.
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VON GERHARD BRENNER
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WENDLINGEN. Zwei Tage Spaß und gute Laune – das Wendlingen-Oberboihingen-Festival hat sich gelohnt. Bereits am Freitag starteten die Weilheimer Jungs von Wake Up mit ihrer Show als Festival-Opener, die mit gelungenen Gitarren-Intros, Zwischenspielen und der musikalischen Vielfalt gefiel. Nicht umsonst hatten sie sich bei einem der beiden Contests im Vorfeld des Festivals durchgesetzt und bewiesen erneut, dass bereits 14-Jährige das Publikum zu Beifallsstürmen hinreißen können. Funkig ging es weiter mit der Dreier-Formation Joe Blob aus dem Raum Stuttgart, die mit E-Gitarre und Gesang, Schlagzeug und Keyboard etwas ungewöhnlich besetzt waren.
Heftig ging es zu bei Big Spin aus Sindelfingen, die mit Gitarren, Bass und Schlagzeug ein wahres Hardrock-Feuerwerk abbrannten. Ihre englischen Texte, der mitunter zweistimmige Gesang und die gelungenen Gitarren-Intros brachten das Publikum zum Jubeln. Ganz anders kamen die beiden jungen Männer von S.P.A.C.K.S daher. Die normalerweise dreiköpfige Band bot Hip Hop vom Feinsten. Rapper Fränk da Tänk hatte sich zu seinen Beats sogar spezielle Texte zum Wendlinger Festival einfallen lassen.
Die Stuttgarter Formation The Kimberlakes brachte die einzige Sängerin des ganzen Festivals auf die Bühne – und die legte los, dass das Publikum nicht mehr ruhig stehen konnte. Singend und tanzend mischte sie sich unters Volk.
Zu zwei kürzeren Einsätzen auf der kleinen Nebenbühne kam das Akustik-Duo 25hours, das mit seinen Gitarren, den eingängigen Melodien und Texten aufhorchen ließ. Die erst im Frühjahr 2010 gegründete Band sang und spielte sich in die Herzen der Anwesenden. Den krönenden Abschluss des ersten Tages bildeten die nur noch drei Jungs von Nulltarif aus Neuffen, die als Headliner mit ihrem Mainstream Pussyprock den Saal zum Kochen brachten.
Am Samstag ging es bereits um 16 Uhr los mit den vier Rocking Chairs aus Kirchheim, die ebenfalls einen Bandcontest gewonnen hatten. Neben ihren Klassikern hatten die Jungs auch neue Titel im Gepäck, die wiederum mit ihrer Instrumenten-Beherrschung und dem mitunter mehrstimmigen Gesang zu überzeugen wussten. Premiere feierte das E-Piano, das den melodischen und eingängigen Songs noch eine besondere Note gab.
Eine regelrechte Spaßtruppe aus Nürtingen enterte danach die große Bühne: die Happitjuts. So ungewöhnlich der Name, so abwechslungsreich die Musik. Zunächst mit der klassischen Rock-Besetzung unterwegs, gesellten sich später ein Posaunist und eine Trompeterin zur Formation. Jamhed kam gleich mit fünf Mann auf die Bühne und gefielen durch ihre anfangs sehr ruhigen, melodischen Titel, die gekonnt gespielten Instrumente, die Bass-Soli und durch melodiöse und eingängige Songs. Synthi-Klänge ließen das Publikum in andere Sphären entschweben. Krasser hätte der Gegensatz nicht sein können, als die fünf Musiker von Allthefury aus Nürtingen die Bühne einnahmen. Hard Rock, Metal Core, Screaming und jede Menge Bewegung im Publikum begeisterten.
Ganz anders wiederum kamen die Lokalmatadoren Retarded Jerks daher: Mit Alexander Flick hatten sie einen neuen Schlagzeuger mit an Bord, der gleich mal ordentlich loslegte. Sechs gestandene Männer jenseits der 25 rockten los, dass es eine Freude war. Flott und rhythmisch ging es zu, das Publikum ging mit und war nicht nur beim „Shalalala“ aktiv dabei.
Nur mit vier Musikern, aber nicht weniger rasant, brachten Dezemberkind ihre rockigen Titel unters begeisterte Volk. Deutsche Texte und der gute Kontakt zum Publikum gefielen ebenso wie die schnellen und rockigen Melodien. Gut gefielen auch die drei Mann von No Time for Drama, die auf der Nebenbühne mit Akustik-Gitarre (im Wechsel mit Keyboard), Akustik-Bass und Schlagzeug ihre englischsprachigen Songs zum Besten gaben. Gleich fünf Mann enterten mit Semana Santa die große Bühne und schon ging es wieder Hard-Core-mäßig ab. Laut, wild, intensiv – die Wangener Formation ließ die Wände wackeln.
Für den krönenden Abschluss des „WO?!“-Festivals in der Festhalle Unterboihingen sorgte Sidewalk mit Klarinette und Cello. Das Publikum war begeistert, das Organisationsteam zufrieden. Ein wahrlich gelungenes Festival in der Turn- und Festhalle Unterboihingen.

Die Lokalmatadoren Retarded Jerks beim ersten „WO?!“-Festival in Unterboihingen. Foto: Brenner





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