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CD-Rezension: Claas-P. Jambor »Paradise Lane«

30 April 2010 Eingestellt von: admin 1.550 klicks Keine Kommentare

claas-p-jamborWas die Stunde musikalisch geschlagen hat, wurde schon am Namen der letzten Unplugged-Tour von Claas-P. Jambor quer durch Baden-Württemberg deutlich: „Last Tour before new Album“ hieß es da auf dem Flyer, und jeder fragte sich, was denn da so Neues kommen würde von dem Mann aus Hamburg, der die Schwaben regelmäßig mit seinen „Maultaschen gefüllt mit Aal“ in Angst und Schrecken versetzt.

Nun, die Wartezeit ist (fast) vorbei. Am 14.05.2010 wird die neue CD von Claas-P. Jambor in den Läden stehen, wie man so schön sagt. Wir von „Musik für uns“ hatten die Gelegenheit, vorab schon mal in die Produktion hinein zu hören.

Auf den gespannten Hörer warten 12 interessante Titel mit insgesamt 46:37 Minuten Spieldauer. Los geht’s mit „Head over Heels“ (4:22), bei dem die rockige Gitarre und ein schöner Vocoder-Effekt ins Ohr springen. Der Refrain hat ungeheuren Ohrwurm-Charakter und kann sofort mitgesungen werden. Sehr schöne Harmonien, ein Hit gleich zu Beginn.

„Favourite“ (3:30) bietet interessante Schlagzeug Grooves und die gewohnt außergewöhnliche Stimme von Claas. Chor-Einlagen in der Bridge und schon wieder ein Refrain, der ins Ohr geht und darin bleibt. „This is your favourite song“, heißt es da (nicht nur) am Schluss – und der Titel hat alle Mal das Zeug dazu, ganz oben auf der persönlichen Play-Liste zu stehen.

Ein knackiges Gitarren-Solo und treibende Schlagzeug-Klänge führen in den Song „Idiot“ (3:15) ein. Rockiger als die beiden Titel zuvor ist man versucht, das Tanzbein zu schwingen, selbst wenn man am PC sitzt und doch ein paar Zeilen zu den Liedern schreiben möchte. Bei Live-Auftritten wird bei diesem musikalischen Power-Paket keiner still bleiben können. Die Gitarre groovt auch wieder in der Bridge – und bevor man sich versieht, ist der gelungene Titel auch schon wieder zu Ende.

„Babylon“ (4:04) lässt wieder die eindrückliche Stimme des Sängers in Tiefen und vor allem Höhen strahlen. Beim Refrain gefallen die Mehrstimmigkeit und die schöne Melodie. Solch einen Song kann man Hundert Mal hintereinander hören – und es macht immer noch Spaß beim Lauschen.

„Congratulations“ (4:10) beginnt mehrstimmig und a capella gesungen, bevor dann die rockige Gitarre einsteigt. Die Up-Tempo-Nummer gefällt durch den melodischen Refrain und die darin enthaltene Überstimme. Zur Abwechslung findet man auch eine gesprochene Strophe vor – ganz am Schluss.

Claas CD CoverAkustik-Gitarre oder Keyboard mit Gesang, so kennt man Claas-P. Jambor von seinen vielen Solo-Auftritten. „Breath“ (4:03) lässt dieses Konzert-Feeling aufkommen, das bei Claas so einzigartig ist. Ein schöner Uh-Chor und gefällige Akkorde führen im weiteren Verlauf durch den Song. „Show me your heart“, heißt es im Text – und man kann davon ausgehen, dass dieses Lied einen tiefen Einblick in ein Musiker-Herz gewährt.

Für einen Künstler kann es eigentlich nie „Too Many People“ im Konzertsaal geben. Der gleichnamige Titel auf Claas´ CD (2:56) ist der Kürzeste von allen und geht schon mal flott und sehr rhythmisch los. Gitarrensoli hier und da, ziemlich rockig und mit diversen elektronischen Effekten versehen, wird man sich an diese wieder zum Tanzen animierende Nummer gut erinnern.

„Stars“ (3:51) hatte Claas schon beim „…Unplugged“ -  Konzert in Scharnhausen gespielt. Und dieses Lied war damals schon für mich der absolute Ohrwurm – und so ist es nach dem Anhören der ganzen CD auch geblieben. Streicher, akustische Gitarren, gefällige Schlagzeug-Klänge, interessante Harmonien – Zuhörer-Herz, was willst du mehr?

An „Remember“ (4:13) wird man sich garantiert auf Anhieb erinnern. Der Beginn lässt ein wenig die Film-Musik alter Slapstick-Filmen aufleben und der durchgängige Zweier-Takt animiert zum Marschieren. Schöne E-Gitarren, Flächen und der eigenwillige Rhythmus tun ein Übriges, dieses Lied einfach zu mögen.

Ein Piano-Solo vorweg, in das dann die Band einsteigt, das ist „World stops to turn“ (3:34). Streicher, mal gezupft, mal gestrichen, die vom Tonumfang wieder intensiv eingesetzte Gesangs-Stimme und Bläser machen aus diesem Lied etwas Besonderes. Flott intoniert wird auch da das Tanzbein später nicht zur Ruhe kommen.

„Trying to heal“ (mit 4:32 Minuten der längste Song) glänzt nicht nur durch elegante Echo- und Flanger-Effekte im Refrain oder am Schluss. Von der „kleinen“ Besetzung am Anfang geht es schon nach der ersten Strophe ins volle Orchester. Der langsame Titel wechselt zwischen laut und leise, klein und groß besetzt, die Gitarren rocken, die Streicher spielen auch mal nur für sich.

„Truth“ (4:17) bildet den ruhigen Abschluss dieser wohlgelungenen CD. Eine Claas-P. Jambor Ballade, wie man sie liebt und schätzt. Auch diesen Titel könnte ich stundenlang anhören, die Phasen mit Gesang und Piano – zum Träumen schön.

Fazit: Leute, denkt nicht lange nach – kauft die Platte, sobald sie irgendwo zu haben ist. Auch wer ein Geschenk für einen Musikliebhaber sucht, kann mit dieser hochwertigen Produktion nichts falsch machen. Claas-P. Jambor Fans werden sich an »Paradise Lane« freuen – und diese CD wird garantiert für neue Fans für den Künstler sorgen.

Titel: “Paradise Lane”
Interpret: Claas-Philipp Jambor
Genre: Pop
Release Datum:  14.05.2010
Songs: 12
Dauer: 46:37 min

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CD-Rezension: Gerhard/Musik Für Uns
Thumbnail/Fotos: myspace.com/claaspjambor[/stextbox]

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