CD-Rezension: »Mela« – alles in allem – Für Künstler und Menschen, die das Außergewöhnliche mögen
24 Oktober 2011 Eingestellt von: Gerhard 347 klicks Ein Kommentar
„alles in allem“ heißt die erste Akustik-Scheibe von mela, der Band, die ursprünglich unter dem Namen „melanchtonay“ gegründet wurde, ein Album das sowohl vom Design als auch von der Musik her melancholisch wirkt. Das Cover stellt zur Melancholie das beste Bild, ein dunkler Raum, nur durch einige Lampen sanft beleuchtet. Nach dem Betrachten dieses Bildes fühlt man sich mit dem ersten Lied, „Sturm und Drang“, auch sofort dorthin versetzt. Ein Werk also, das eher zum Nachdenken einlädt als zum Tanzen.
„alles in allem“, etwas Besonderes! Dies lässt sich nicht nur durch das Genre („Kofferrock“), die Instrumente (Geige, Glockenspiel, Melodika, und weitere) und die Namen der Lieder feststellen (z.B. „Schlafwagenabteil“, „Die Party wird der Hit“, „Sturm & Drang“), sondern vor allem durch die Musik.
Musikalisch merkt man schon beim ersten Lied, dass einen da etwas völlig anderes erwartet. Das Lied „Sturm & Drang“, das erste Lied der CD, beginnt nämlich genauso wie jedes Konzert und jede Bandprobe: mit dem Stimmen der Gitarren! Zumindest hört sich genauso das Vorspiel dieses Liedes an. Die Gitarre weicht und überlässt Bass und Cajon das Feld, diese stimmen den Zuhörer auf ein ruhiges Lied ein. Auf die Melodie muss man allerdings warten, bis die Gitarre erneut einsteigt, allerdings mit dem Gesang. Zum Ende des Liedes steigt auch noch ein Klavier ein, das die Melodie noch zusätzlich pusht, schade nur, dass es zu laut abgemischt ist und man den Gesang nun nur noch schwerlich versteht.
Was „alles in allem“ auch noch auszeichnet, sind die teilweise unharmonischen/dissonanten Melodien, die vor allem in dem Lied „Kreise im System“ vorkommen. Was mit einem interessanten Bass-Lauf beginnt und von einem rhythmischen Cajon unterstützt wird, wird später von einer Gitarre begleitet, die ihre dissonanten Akkorde scheinbar unpassend in diesen Mix hinzugibt. Was bei diesem Lied auffällt, ist die eher aggressive Stimme des Sängers und der nicht immer zusammenhängende Text. Der Refrain hingegen ist melodisch und lädt zum Mitsingen ein.
„Die Party wird der Hit!“ informiert den Zuhörer über Susanne im Kleidchen und Juliane, die mit dem Tisch tanzt, Thomas, der etwas später kommt und Konserven mitbringt. Was harmonisch klingt, aber textmäßig eher langweilig ist, gipfelt in einem völlig überraschenden Refrain, der nur noch von Bass und Cajon begleitet wird und eher zum Weg- als zum Hinhören einlädt.
So und ähnlich sind auch die restlichen Songs von „alles in allem“, mit Texten, denen es manchmal etwas an Sinn oder auch an Verständlichkeit mangelt, teilweise recht interessanten, aber auch ziemlich schrägen Disharmonien. Bass und Gitarre, sowie auch der Gesang, können sehr professionell klingen, leider auch sehr gegenteilig. Gesanglich muss man sagen, dass die Stimme oftmals etwas zu hart, zu aggressiv wirkt und vielleicht noch etwas überarbeitet werden müsste.
„alles in allem“ also eine CD eher für Künstler, für Menschen, die das Außergewöhnliche mögen. Alles in allem, egal wie es ist, sprengt alles den Rahmen und die Platte ist wie sie ist.
03_verlass die stadt! [2011 - alles in allem] by MELANCHTONAY
Tracklist:
alles in allem
01. sturm & drang
02. such dein glück
03. verlass die stadt!
04. archimedes
05. kreise im system
06. die party wird der hit!
07. was auch immer
08. schlafwagenabteil
Text: Sebastian Dücker
Website: www.melanchtonay.de






Kommentar von “mela”:
MELA
Da ist sie also, eine ordentliche Rezension… mela – Musik für Menschen, die das Außergewöhnliche mögen….
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