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»The Rising Rocket« – Fragen an Andreas Ehret

26 September 2011 Eingestellt von: Gerhard 355 klicks Keine Kommentare

Andy_(c)SchrofAndreas Ehret zupft den Bass bei “The Rising Rocket”, und zwar sowohl den “gewöhnlichen” E-Bass als auch einen richtig großen und schweren Kontrabass. Künstler wie Jeff Lorber Fusion, George Duke, Sting, Herbie Hancock, Narada Michael Walden, Poets Of The Fall, Hattler, Jamiroquai oder Steely Dan hört er gerne und bei Orangina Rouge und Frieders Saurem läuft ihm das Wasser im Munde zusammen. „Everyone” heißt der Song, den er von der eigenen Band favorisiert.

Erzähl uns doch bitte mal, wie Dich die Muse geküsst hat und Du zum Musizieren gekommen bist…

Andreas: Musik begleitet mich nun schon den größten Teil meines Lebens. Angefangen hat alles im Alter von fünf Jahren. Damals wollte ich unbedingt Drumset lernen und hatte das große Glück, dass mich meine Eltern (bis heute) in sämtlichen musikalischen Belangen voll unterstützen und fördern. So kam es, dass ich der jüngste Schüler von meinem damaligen Lehrer Patrick Klemenz wurde. Ich

trommelte mich fünf Jahre durch etliche Rhythmen und bekam so den Grundstein des Groove mit auf den Weg, der gerade ganz besonders als Bassist über den Eindruck der Performance mitentscheidet. Da es zur damaligen Zeit dann immer schwieriger wurde, ausreichend daheim zu üben, traf ich die Entscheidung, mit Klavier ein anderes Instrument zu lernen. Im Nachblick war das ein sehr wichtiger Schritt, da ich heute beim Songwriting und Produzieren meiner eigenen Songs permanent mit dem Klavier zu tun habe und mir die harmonischen Zusammenhänge und das „schwarz-weiße Wissen“ ständig nützen.

Ich hatte größtenteils klassischen Unterricht, welcher mir jedoch dann mit der Zeit zu „begrenzt und eingezäunt“ vorkam und ich entdeckte, dass es mit Jazz, Funk und Soul, Musik mit Herz und Leidenschaft – mit Seele gibt, in der es nicht so sehr auf das perfekte Reproduzieren eines Werkes mit peinlicher Genauigkeit, sondern viel mehr auf Gefühl und Emotionen ankommt, so dass der Zuhörer sofort mitgenommen wird und alles einfach tierisch groovt. So äußerte sich nach ca. sechs Jahren Klavierunterricht ein immer größer werdender Ruf in mir, ich möge mich doch dem Bass-Spiel widmen. Diesen sprach ich überzeugt aus und fand beim nächsten Weihnachtsfest ein Stück Holz in Form eines Precision Basses unter dem Bäumchen. Von diesem Zeitpunkt an habe ich das Gefühl, mein Instrument gefunden zu haben und nahm dann nach einer Selbst-Einlernphase Unterricht bei German Klaiber (Dozent Jazz- und Rockschule Freiburg), Sebastian Flach (ex. Bass-Dozent Drumdepartment, gefragter Studio- und Tour-Musiker) und Sebastian Zimmermann (Leiter Bassdepartment / Drumdepartment). Auf den Kontrabass (welcher ja auch bei The Rising Rocket zum Einsatz kommt) wurde ich schon früh aufmerksam, da mein Opa ein altes Modell im Keller stehen hat und ich mich nicht still, aber heimlich daran probieren konnte. So kommt es, dass ich jetzt auch noch Kontrabass lerne und somit die tiefen Frequenzen voll abgedeckt sind.

Haben sich für Dich bei und mit „The Rising Rocket“ schon Träume verwirklicht?

Andreas: Ja, das kann man schon sagen. Wenn man mal vor mehreren Tausend Leuten gespielt hat, ist das schon ein wahnsinniges Gefühl. Wenn dann alle mitgehen und man in dem Moment alles gibt und die Menschen das feiern, ist das schon sehr erfüllend und macht glücklich. Außerdem trifft man auch andere Musiker, deren Musik man selbst hört und wenn man dann einfach locker mit denen reden kann, ist das auch etwas Schönes.

Ist das immer auch in Deinem Sinne, was Euer Manager Matthias so mit und für Euch anstellt?

Andreas: Immer sicherlich nicht, aber im Großteil der Entscheidungen sind wir d‘accord. Man muss sagen, dass Magge schon weiß, wovon er spricht und wir seine ehrliche Meinung und einen wohl dosierten Arschtritt gut gebrauchen können, denn Erfolg kommt nicht zur Türe reingeflogen. Wir haben im Großteil der Entscheidungen eine ähnliche Meinung. Wenn es ab und zu ein paar Reibungspunkte gibt, ist das meistens wegen Lappalien und der Streit hält nicht lange an.

Wer ist der erste, der Meinungsverschiedenheiten oder Streit kitten möchte, falls es das bei Euch gibt in der Band?

Andreas: Da würde mir jetzt spontan gar keine bestimmte Person einfallen, da wir eigentlich alle darauf aus sind, Unstimmigkeiten nicht lange währen zu lassen. Jeder tut da was er kann.

Was war für Dich das Highlight in der Bandgeschichte?

Andreas: Schlossgrabenfest Darmstadt. Circa 15 000 Menschen direkt vor der Bühne, etliche weitere in Seitenstraßen und auf dem restlichen Festival-Gelände. CoHeadliner-Slot vor Sunrise Avenue. Das war ne Party..

Was sagst du zum neuen Album „Colours of Stockholm“?

Andreas: Wahnsinn. Reinhören, kaufen, genießen!

Was wünschst Du Dir noch für die Band?

Andreas: Einen weiterhin steigenden Erfolg, sodass alle gut davon leben können, viele Gigs, tolle Locations ganz viel Spaß mit den Jungs und unseren Fans.

Sonst noch etwas, was Du gerne loswerden möchtest?

Andreas: Wir würden uns alle riesig freuen, wenn Ihr zur Album Release Party am 23. September in die Röhre nach Stuttgart kommt! Lasst uns den Laden abreißen, bevor‘s die S21-Bagger tun. ;)

Vielen Dank!

Foto: Copyright by Schrof

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