»Skillet« in Heilbronn – Grunge, Rock, Nu Metal – Es muss hart sein!
6 Dezember 2011 Eingestellt von: Gerhard 671 klicks Keine Kommentare
Konzertbericht vom Skillet-Konzert am 3. Dezember 2011 in der Intersport- Red Blue Arena in Heilbronn.
“Skillet, Skillet, Skillet”, werden viele Fans geschrien haben, als sie erfahren durften, dass Skillet endlich wieder nach Deutschland kommt. Über Jahre hinweg kann man nun schon beobachten, dass der Name Skillet immer wieder in den Gästebüchern so mancher Festivalveranstalter auftaucht. Was für eine Freude also, als Skillet dieses Jahr bekannt gab, sowohl auf der Christmas-Rock-Night als auch im „redblue“ Veranstaltungscenter in Heilbronn zu spielen.
Die momentan vierköpfige Band, die bereits 1996 ihr erstes von insgesamt zehn Alben herausbrachte, wurde in Heilbronn von der deutschen Hardcore-/Electrocore Band „Sacrety“ begleitet. Als Vorband hatte „Sacrety“ nur eine halbe Stunde Zeit, um das Publikum zum kochen zu bringen, was ihnen durchaus gelang.
Der Mainact des Abends konnte allerdings die Stimmung noch etwas anheben. Maskiert und in weißen Anzügen, mit Geige und Cello begannen die Streicher das Konzert, bevor dann endlich, für die Fans aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und sogar Amerika, endlich der Bassist und Sänger, John Cooper, das erste Lied anspielte. John Cooper ist das einzige Gründungsmitglied der Band, das heute noch dabei ist. Mit seiner Frau Korey Cooper (Backgroundsängerin, E-Gitarristin, Keyboarderin), Jan Ledger (Schlagzeugerin) und dem neuen Gitarristen Seth Morisson bildet er die christliche Rockband „Skillet“. „Skillet“ spielt von Grunge über Rock bis hin zum radiotauglichen Nu Metal fast alles, einzige Bedingung: Es muss hart sein! Doch diese Bedingung ist für diese Band leicht zu erfüllen, schon alleine der Anblick von einem headbangendem Gitarristen oder einer ebenfalls kopfschüttelnden Schlagzeugerin machten das Hören fast schon überflüssig.
Doch alles, was eine harte Schale hat, hat auch einen weichen Kern. „Skillet“ hat es sich zum Auftrag gemacht, eine Band zu sein, die ihren Zuhörern eine Lösung bieten kann, eine Lösung für den „Kampf der Seele“, wie es John Cooper gestern nannte. Er sprach offen davon, dass es als Christ nicht einfach ist in dieser Welt, dass es immer wieder Menschen gibt, die einem zeigen wollen, wie man sein Leben zu leben hat. In drastischen Worten, die Jugendliche nur zu gut verstehen, gab er offen zu, dass es ihn nicht interessiert, wie andere ihn gerne hätten und dass er sein Leben mit Gott lebt, egal wer etwas dagegen hat.
Der weiche Kern findet sich auch in dem Lied „The Last Night“ wieder. Ein Lied, das nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde und von einer jungen Frau handelt, die so sehr an sich selber zweifelt, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen will. Eine Geschichte, wie man so viele, vor allem in dieser Musikrichtung, hört, aber die einen trotzdem immer wieder berühren.
Ehrliche Texte, wie diesen beispielsweise, hat „Skillet“ in viele eingängige Melodien verpackt, die alle zum Mitsingen anregen, was das Heilbronner Publikum auch sehr lautstark getan hat. Die Band selbst war beeindruckt und gab immer wieder bekannt, wie sehr sie doch Deutschland liebe, was natürlich mit tosendem Beifall oder langen „Skillet“ Rufen gedankt wurde. Eine Stimme, die so einzigartig war, dass „Skillet“ selbst zahlreiche Videos von dem singenden, schreienden, tanzenden und tobenden Publikum machte.
Diese wurde dann noch durch Gitarren-, Geigen- und Schlagzeugsoli ins Unermessliche gesteigert. Die Zuhörer, die vom zarten Alter von zwölf Jahren bis hin zu den erfahrenen 50 oder noch mehr Jahren reichte, waren vollends zufrieden, denn wie oft erlebt man schon, dass eine Geige eine Gitarre, Rock auf Klassik oder „Skillet“ auf Deutschland trifft?
Playlist Skillet:
Whispers in the Dark
Better than Drugs
Hero
Comatose
Awake and Alive
Those Nights
It’s not me it’s you
The last night
E-Gitarren Solo
Drumsolo
Saviour
Lucy
Monster
Geigensolo
Rebirthing
Text und Fotos: Sebastian Dücker
Website Skillet: www.skillet.com
Website Sacrety: www.sacretyrocks.de






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