»Nu Sports« feierte 50 Jahre Amnesty International – und wir haben mitgefeiert!
17 Dezember 2011 Eingestellt von: Gerhard 273 klicks Keine Kommentare
Amnesty International ist 50 Jahre alt geworden und wie könnte man das besser feiern als mit den Nu Sports?
Richtig, mit den Nu Sports!
Die achtköpfige Ska-Band aus dem Stuttgarter Raum hat am Samstag, den 10.12.2011 im Kulturhaus Schwanen in Waiblingen ein Konzert zu Ehren Amnesty Internationals gegeben. Wer die Nu Sports kennt, weiß, dass sie alle ordentlich Feuer im Hintern haben – und wer sie bisher nicht kannte, sollte schleunigst seine eingerosteten Knochen ölen, um sich beim nächsten Konzert ein bisschen Tanz und gute Laune zu gönnen.
Bevor das Konzert beginnen und die Stimmbänder zum Singen animiert werden konnten, musste aber erst noch ein bisschen der Verstand geschärft werden. Mitwirkende von Amnesty International haben Kurzfilme auf einer Leinwand gezeigt und zur Unterstützung der Organisation aufgerufen. Wem Amnesty International nichts sagt, gar nicht schlimm, es gibt ja Wikipedia:
Amnesty International (von englisch amnesty‚ Begnadigung, Straferlass, Amnestie‘) ist eine nichtstaatliche (NGO) und Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt. Grundlage ihrer Arbeit sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere Menschenrechtsdokumente, wie beispielsweise der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte oder der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Die Organisation recherchiert Menschenrechtsverletzungen, betreibt Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und organisiert u. a. Brief- und Unterschriftenaktionen in Fällen von Folter oder drohender Todesstrafe. (Quelle: Wikipedia)
Vielen Dank an die Wikianer und weiter im Thema. Nach Beendigung der Filme und kurzer Ansprache zum Thema Todesstrafe und Unterschriften sammeln konnte man im Vorzimmer des Konzertsaales beobachten, wie acht Tanzwütige schon ungeduldig ihre Instrumente umklammerten. Die Nu Sports waren bereit. Bereit für Ach und Krach, bereit für Menschenrechte zu singen oder einfach nur bereit, den Kasten Bier auf der Bühne zu leeren.
Als es endlich so weit war, wurde auch nicht lange gezögert. Kein unnötiges Blabla, sondern schnell die Instrumente in die Hand genommen und das Beste aus „Quality Ska since 1985“ (www.nusports.de) herausgeholt. Die meisten Lieder stammen aus dem Album „life kills“, aber die Herrschaften haben es sich auch nicht nehmen lassen, Songs wie „Das Modell“ von Kraftwerk als Ska-Version neu zu interpretieren. Die Songs „King Kong“ und „stay rude, stay rebel“ sind noch in Zeiten, in denen die Nu Sports „No Sports“ hießen, entstanden. Hat aber keineswegs geschadet, das zu spielen. Zumindest konnte hier festgestellt werden, dass eine weitgehende Textsicherheit im Publikum bestand.
Nachdem alle schon nassgeschwitzt und ausgepowert den angeblich letzten Song feierten, folgte etwas völlig Unerwartetes. Etwas, was bei Konzerten kaum vorkommt. Die Nu Sports spielten doch tatsächlich noch eine Zugabe. Ja, wer hätte das gedacht? So ein Zufall aber auch. Diese glorreiche Zugabe wurde mit dem Song „Buenos Tardes Amigo“ von Ween eingeleitet. Besser konnte die Wahl ja nicht getroffen werden.
Darauf folgte für eingefleischte »Madagascar«-Fans „I like to move it“ (MOVE IT!) mit professionellem Rap der Bandmitglieder und spontaner „Seven Nation Army“ (White Stripes) Soloeinlage. Wer jetzt immer noch nicht davon überzeugt ist, dass die Nu Sports genial sind, dem kann ich nur empfehlen, im Frühjahr auf die voraussichtlich geplanten Konzerte zu gehen oder sich auf der Homepage die Songs nochmal ganz entspannt, bei Weihnachtsgebäck und Kaminofenfeuer, anhören. Ich für meinen Teil bin überzeugt und werde so schnell nicht mehr aus dem Ska-Fieber kommen.
Für weitere Infos: www.nusports.de | www.amnesty.de/todesstrafe
Text und Fotos: Andrea Tontsch





Kommentar hinterlassen