»Colours of Stockholm« von “The Rising Rocket” – und die Laune steigt raketenmäßig!
14 Oktober 2011 Eingestellt von: Gerhard 221 klicks Ein Kommentar
Nach einem harten Schul- oder Arbeitstag, nach nervigen Erlebnissen oder Begegnungen mit Menschen ohne jede Toleranz empfiehlt es sich, zu Hause erst mal die Füße hoch zu legen und eine passende CD in den Player zu verfrachten. Wenn man dazu die neue Scheibe „Colours of Stockholm“ der aufstrebenden Stuttgarter Band „The Rising Rocket“ wählt, kann man überhaupt nichts falsch machen…
Vom ersten Takt an fühle ich mich in der Musik zu Hause. “Das wird gut – richtig gut!”, schießt es mir durch den Kopf und ich fühle mich einfach nur wohl und kann mich entspannt zurücklehnen. Genauso gut kann ich mir aber auch vorstellen, dass beweglicheren Zeitgenossen bei diesen Klängen das Tanzbein keine Ruhe lässt…
Die in einer gefälligen Papp-Klapp-Hülle steckende CD überrascht mit nicht weniger als 13 höchst professionell gemachten Titeln, bei denen der Erfolgsproduzent Ronald Bood seinen Beitrag geleistet hat – und das ist auch sehr positiv zu spüren. Die Vorgänger-CD aus dem Jahr 2008 war instrumental und inhaltlich auch schon klasse produziert, aber jetzt ist das Ganze schlicht und einfach noch rundfunk- und fernsehtauglicher geworden.
Ein nettes Booklet überrascht mit schönen Fotos der Bandmitglieder und allen Texten. – Tja, und dann geht’s los und dem Hörgenuss steht nichts mehr im Wege. „What We’re Living For“ (2:57) bietet einen furiosen Start, der erste Titel der Scheibe macht gleich Lust auf mehr. Mir gefällt das treibende Schlagzeug, das gelungene Intro für den Beginner-Song und auch gleich fürs ganze Album. Die eingängige Melodie lädt zum Mitsingen ein, Aaaah-Chöre im Refrain fallen ebenso positiv auf.
„My City“ (2:35) ist die Ode an die Heimatstadt der Bandmitglieder, aber da kann eigentlich auch jeder seine eigene „City“ einsetzen. Der Song knüpft in Takt und Rhythmus nahtlos an den ersten Titel an, erwähnenswert ist nicht zuletzt die rockige Solo-Gitarre zwischendurch, dann endet alles in einem für meine Begriffe etwas abruptem Schluss.
“Nothing In This World” (3:07) ist die erste Single-Auskoppelung aus dem Longplayer, zu der auch ein Video gedreht wurde. Mir gefällt das nette Kompliment mit Augenzwinkern: “There is nothing in this world that is as beautiful as you (when you sleep)”. Wenn man das so hört, verzieht sich das eigene Gesicht unweigerlich in einen fleischgewordenen Smiley! Der Song groovt und geht ins Tanzbein, wie die Titel davor auch schon. Gefällig auch der „Walking Bass”, das Ganze kommt richtig locker und beschwingt daher.
“This Is How I Feel“ (4:04) ist die zweite Single-Auskoppelung mit passendem und aufwändig gedrehtem Video, bietet aber ein eher ernstes Thema: Es geht um Trennung und das Verlassen sein. Für mich ist das der absolute Top-Titel der CD und unbedingte Anspiel-Tipp. Es ist auch der längste Song der ganzen Scheibe. Melodisch und rhythmisch kommt er etwas ruhiger daher. Das Video muss man sich unbedingt mal anschauen. Perfekt ist auch die gefällige Solo-Gitarre im Wechsel mit der Bass/Groove-Abteilung.
„Give Me A Sign“ (2:52) wird sehr flott gespielt und vorgetragen. Es handelt sich um eine Up-Tempo-Nummer, die das Tanzbein nicht mehr ruhig lässt. Der Text jedoch ist sehr sozialkritisch und anklagend in Sachen Brutalität und Lieblosigkeit um uns herum. Es geht um die Suche nach einem Zeichen der Hoffnung in dieser hoffnungslosen Welt.
„Seven Billion“ (3:30) erzählt von den inzwischen sieben Milliarden Menschen auf der Erde – „und keiner ist genauso wie du!“ Auffällig ist hier das gelungene instrumentale Zwischenspiel. Ein schönes Gitarren-Intro und eine 2. Stimme im Gesang finden wir bei „Everything I Fear” (3:50), der als sehr ruhiger und melancholischer Titel daherkommt. Den Morgen nach einer durchzechten Nacht beschreibt der Song mit dem passenden Titel „In The Morning“ (3:20). Gut finde ich das Schlagzeug-Intro und die kräftigen Gitarren samt dem gelungenen Bass.
„You Give Me“ (2:28) bildet den positiven Abschluss der CD. Hier wird die Freude über eine gemeinsam verbrachte Zeit zum Ausdruck gebracht. Es ist wieder ein schneller Titel mit einem schönen „Chor“ im Refrain und einem gelungenen Gitarren-Solo dazwischen.
Fazit: Lust auf Spaß und gute Laune? Lust auf perfekt produzierte und mit viel Liebe und musikalischem Können ausgefeilte Titel? Dann hol Dir »Coulours of Stockholm« von „The Rising Rocket“ und du wirst sehen: Das Leben ist lebenswert!
Tracks:
01 – What We’re Living For (2:57)
02 – My City (2:35)
03 – Nothing In This World (3:07) – 1. Single Auskoppelung mit Video
04 – This Is How I Feel (4:04) – 2. Single Auskoppelung mit Video
05 – Give Me A Sign (2:52)
06 – Seven billion (3:30)
07 – Everyone (3:53)
08 – Everything I Fear (3:50)
09 – Lonesome Rider (3:29)
10 – Mad Rush (3:02)
11 – In The Morning (3:20)
12 – Manson (3:07)
13 – You Give Me (2:28)
Mehr zur Band findet man – hier.






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Esther Herrero
:) tolle rezension, da aber ein paar songs nicht angesprochen werden, muss ich doch zumindest für den wichtigsten der fehlenden ‘ne kleine rezension schreiben – mad rush: musikalisch eine ziemlich flotter und rockiger song, für mich keine “füße hochleg” nummer sondern ein wahrer stimmungsmacher. meiner meinung nach ist mad rush sehr charakteristisch für das hohe musikalische niveau, auf dem sich die rockets bewegen!!! nicht zuletzt auch wegen dem text. da steckt einiges dahinter!
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