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»allthefury« im Interview beim Wo?!Festival (1)

21 Mai 2010 Eingestellt von: Gerhard 230 klicks Keine Kommentare

Die Fragen stellte Gerhard. Es antworteten unterschiedliche Bandmitglieder.

Wie seid Ihr auf den Bandnamen gekommen und welche Bedeutung hat er?

Wir haben uns getroffen, um den Bandnamen gemeinsam zu suchen. Wir hatten eine Liste mit Vorschlägen. Aber irgendwie sind wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen und alle Vorschläge waren auch nicht so gut. Dann haben wir angefangen, ein PC-Spiel zu zocken. Bei „Crysis“ hieß ein Level „all the fury“ – das fanden wir dann irgendwie cool und haben uns dann so genannt.

Der Name hat uns unter anderem auch deshalb so gut gefallen, weil die Übersetzung heißt ja ungefähr so viel wie „All der Zorn“ oder „All die Wut“. Da haben wir uns gedacht, das ist eigentlich automatisch schon ein ziemlich gesellschaftskritischer Name – und das ist im Grunde auch unsere Einstellung. Mit einigen Liedern drücken wir das auch ziemlich deutlich aus. Deswegen haben wir auch gedacht: Der Name passt ganz gut dazu!

Außerdem war die Video-Sequenz im Spiel so cool. (Lacht)

Singt Ihr deutsch oder englisch – und warum?

Wir haben nur englische Texte. Warum? Einfach nur, weil es mir als Sänger leichter fällt, ich könnte deutsch gar nicht singen. Oder bei uns ist es ja eher schreien. „Shouting“. Da liegt mir das Englische einfach besser. Und ich finde, mit dem Englischen kann man das alles auch noch viel besser ausdrücken, weil es für eine Bedeutung viel mehr Wörter hat und so.

Seit wann gibt es Euch als Band und wie habt Ihr Euch „gefunden“?

Wir haben eigentlich ne ziemlich lange Bandgeschichte hinter uns. Mit einigen Wechseln. Aber so, in der jetzigen Konstellation gibt es uns seit Juni 2007. Aus der Band davor sind drei Mitglieder ausgetreten und dann haben wir halt gesucht und durch Hin und Her sind die anderen Bandmitglieder dann dazu gekommen. Seitdem sind wir zusammen – und da sind wir auch ziemlich stolz drauf, weil das auch schon so lange geht.

Wie seid ihr zusammen gekommen?

Ein paar von uns durch die Schule. Und dann halt durch Connections einfach. Da war von uns einer da, der hat gemeint: „Der Nico spielt super Schlagzeug“. Und dann kam der Nico in die Probe. Seitdem ist er bei uns. Und beim Mo war es eigentlich auch so – wir haben ihn kennengelernt und darauf angesprochen, ob er nicht Lust hat, mitzumachen.

Welche Auftritte habt Ihr schon hinter Euch? – Auftritts-Highlights?

Avanti Dilettanti (im Jugendhaus am Bahnhof, Nürtingen) vor drei Jahren, im Dezember 2007, wo wir gewonnen haben. Was eigentlich ziemlich cool war, weil da echt viele Leute da waren und das ging ziemlich ab. Dann das KultUr Open Air in Kirchheim vor zwei Jahren war ziemlich gut. Und dann noch der Auftritt im JaB im Oktober 2009. Wir hatten eine ziemlich lange Zwangspause wegen Proberaum-Verlust und so. Und als wir dann das erste Mal wieder gespielt haben nach einem dreiviertel Jahr – da war dann einiges los und es ging auch die Post ab, das war nicht schlecht.

Welche Auftritte stehen an?

Am Freitag, den 21. Mai spielen wir in Bonlanden in der Alten Mühle bei einem Contest mit. Und dann zwei Tage später im LKA, auch wieder ein Contest. „The Rolling Stone“ – Contest.

Aber ansonsten – weitere Auftritte – gibt’s bis jetzt noch nicht.

Wo würdet Ihr gerne noch auftreten?

Im Epple-Haus in Tübingen. – Oh ja, das Epple-Haus wär natürlich Mega!

Und außerhalb Baden-Württembergs. Wir haben halt Stuttgart und die Umgebung hier total tot gespielt. Einfach mal ein bisschen weiter weg wär mal schön. In Bayern was zu machen oder so.

Bissle im Ausland halt! (Gelächter)

Wie würdet Ihr Euren Musikstil beschreiben?

Boah – Schande! – Alles! – Chaotisch! – Ja, chaotisch stimmt fast, wir werden immer in die Metal-Core-Sparte rein gedrückt. Obwohl wir uns selber darin eigentlich nicht sehen. Weil wir schon von der Band her unterschiedlich sind. Wir hören nicht alle die gleiche Musik. Und wir probieren halt auch immer bei unseren Songs einfach alles so ein bisschen rein zu bringen. Dadurch entsteht natürlich auch ein ziemlich breites Spektrum, das wir abarbeiten.

Aber auf jeden Fall harte Musik, schnelle Musik, Metal halt. – Auch mit ziemlich ruhigen Parts. – Ja, progressiv würde ich das jetzt nicht nenne, aber wir haben halt Experimentelles mit drin.

Gibt es eine „Fanbase“?

Na ja, früher war das mal so: Da hatten wir halt ein paar Stamm-Leute, die immer zu unseren Konzerten gekommen sind. Die „alten“ haben sich dann irgendwann verabschiedet, weil sie jetzt, sage ich mal, „härtere“ Musik hören. Aktuell haben wir so ne Fanbase von so ein paar fünfzig Fans, eher weniger. Das sind halt unsere engsten Freunde, die dann auf jeden Fall immer da sind. Das ist leider ein bisschen ärgerlich, aber das Problem ist halt, dass – wie soll ich sagen – unsere Musikrichtung manchmal nicht so akzeptiert wird von anderen Leuten.

Sie ist ein bisschen aus dem Trend gekommen. – Ja, genau, sie ist nicht mehr so „in“. – Durch den Namenswechsel gab es ja dann auch gewisse Änderungen, die wir uns vorgenommen hatten. – Auch musikalisch haben wir wieder eine neues Kapitel angefangen.

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Die Fragen stellte: Gerhard/Musik Für Uns
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