Venus Projekt: Interview mit »Peace of Wood«
9 Januar 2010 Eingestellt von: Gerhard 673 klicks Keine Kommentare
…beim Christmas Rock 2009
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Von Verena
Für das »Musik für Uns goes Venus« Projekt
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Die meisten Leute, die zum Christmas Rock kommen, kennen euch wahrscheinlich nicht. Deswegen stellt euch und eure Musik mal kurz vor.
Peace of Wood: Wir sind Peace of Wood. Wir sind sieben Leute: Jannika, Katharina und Lea singen. Sina spielt Schlagzeug und singt. Marita spielt Gitarre und singt. Saskia singt und spielt Klavier und dann ist da noch Leo, die Gitarre spielt. Wir spielen christliche Lieder, meistens aus den »Feiert Jesus« Büchern, und wir haben erst zwei eigene Lieder, da es uns erst seit einem Jahr gibt. Wir sind aber am Schreiben.
Wie kam es dazu, dass ihr eine Band gegründet habt und dann nur Mädels seid?
Peace of Wood: Wir waren ursprünglich ein Mädchenkreis und wir haben alle immer gerne gesungen. Dann haben wir uns gedacht: „Komm jetzt treten wir doch mal irgendwo auf“. Das hieß dann der „Mädchenkreis Merklingen“ tritt auf. Irgendwann haben wir uns gedacht, dass wir dann eine Band gründen könnten. Also Gitarristinnen waren wir immer schon viele, das können fast alle spielen. Danach haben wir uns einen Namen überlegt und entschieden, dass wir auch noch ein Schlagzeug brauchen. Am Anfang haben wir die Lieder nur mit Cajon gespielt und seit einem Vierteljahr spielt Sina Schlagzeug. Ein Bass wird jetzt auch noch bald dazu kommen.
Glaubt ihr, dass ihr Nachteile habt, weil ihr nur Mädels seid?
Peace of Wood: Nein! – Obwohl manchmal die männliche Stimme bei ein paar Liedern fehlt. Aber ansonsten nicht. Es erwartet jeder etwas anderes von uns, da wir sieben Leute sind. Da denken die meisten erst mal „Huch“. Aber bis jetzt haben wir nur positive Referenzen bekommen, was uns auch wirklich überrascht hat.
Welche Vorteile habt ihr dadurch, dass ihr nur Mädels seid?
Peace of Wood: Man hat die gleichen Interessen und kann über die gleichen Dinge reden. Außerdem kennen wir uns auch einfach schon lange und es harmoniert auch mit den Stimmen. Da fehlt zwar die männliche Stimme, aber es klingt trotzdem gut. Wir verstehen uns alle auch ziemlich gut, auch wenn es manchmal natürlich ein bisschen Streit gibt. Aber das gehört auch einfach dazu und es wäre auch nicht normal, wenn es keinen Streit geben würde.
Glaubt ihr, dass Mädchen im Musikbusiness allgemein eher Vorteile oder eher Nachteile haben?
Peace of Wood: Ich denke nicht, dass wir Nachteile haben nur weil wir Mädels sind. Es ist egal, ob es jetzt nur Mädels, nur Jungs sind oder gemischt ist. Das macht keinen Unterschied, auch wenn wir sicher nie so viele kreischende Teeny-Mädchen haben werden wie Boybands. Aber das brauchen wir auch nicht. ;D
Ist das heute euer erster größerer Auftritt?
Peace of Wood: Jein. Wir waren schon in Bad Urach bei einem Stehlampenrock Konzert. Dort haben wir mit Claas P. Jambor und Under Control gespielt. Aber das hier ist bis jetzt unser größter Auftritt.
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
Peace of Wood (Sina): Ich habe eine Englischarbeit verhauen. Ich sollte eigentlich „ein Stückchen Holz“ (Anmerkung der Redaktion: schreibt man eigentlich Piece of Wood) schreiben. Das habe ich dann in der Band erzählt und alle fanden es irgendwie witzig. Irgendwann dachten wir, dass wir uns eigentlich auch so nennen könnten. Peace of Wood. Also nicht »Ein Stückchen Holz«, sondern Frieden am Holz. Aber es hat auch noch einen Hintergrund. Da Jesus am Kreuz für uns gestorben ist und das Kreuz aus Holz war.
Was wollt ihr den Leuten mit eurer Musik mitgeben?
Peace of Wood: Da gibt es Verschiedenes. Einmal wollen wir die christlichen Werte in den Liedern rüberbringen, weil uns die Texte und die Lieder auch selbst sehr gefallen. Aber auch mit unseren Stimmen, da wir viele und auch sehr unterschiedliche Stimmen haben, etwas Persönliches daraus machen. Gerade mit unseren selbstgeschriebenen Liedern verarbeiten wir persönliche Sachen. Die Lieder sind dann nicht nur christlich.
Welche Ziele habt ihr mit der Band?
Peace of Wood: Berühmt warden! *Lachen* Da spalten sich unsere Meinungen ein bisschen. Manchmal denkt man, dass das schon nicht schlecht wäre berühmt zu werden, aber manchmal wissen wir auch nicht, ob das dann so gut wäre. Vor allem wenn man an die Zukunft denkt. Denn wir sind sieben Leute und irgendwann trennen sich die Wege vielleicht auch. Und wir gehen auch alle noch in die Schule. – Wir wollen Spaß haben und Leute erreichen. Das Singen macht uns total Spaß und wir denken gar nicht so an die Zukunft. Wir wollen das Hier und Jetzt und unsere Auftritte genießen.
Welche anderen Bands und Künstler bewundert ihr?
Peace of Wood: Das sind vor allem zwei Bands. Einmal Freequency und dann noch Under Control.
Die beiden Bands haben uns schon so unterstützt. Under Control haben uns Auftritte verschafft. Auch hier her sind wir durch sie gekommen. Und Freequency unterstützen uns auch total. Sie haben uns Tipps für unsre eigenen Lieder gegeben und helfen uns auch mit ihrem Equipment aus, wenn uns mal was fehlt. – Und auch musikalisch haben die zwei Bands es einfach drauf. – Das sind so unsere Vorbilder.
Gibt es heute eine Band, die ihr euch vor allem anhören wollt?
Peace of Wood: Ararat und Sacrety. Und Lilly war auch schön vorhin beim Soundcheck, die wollen wir uns auch anhören. – Ich denke wir hören uns von allen ein bisschen was an, aber grade die drei Bands wollen wir uns auf jeden Fall anhören.
Bei welchem historischen Ereignis wärt ihr gerne dabei gewesen?
Peace of Wood: Mauerfall.
Warum?
Peace of Wood: Party. Da gibt’s Freibier. *Lachen*
Oder anders gefragt, welche historische Person hättet ihr gerne kennen gelernt?
Peace of Wood: Bob Marley. *Lachen* Oder Kurt Cobain.
Wenn ihr euch streitet, um was geht es da meistens?
Peace of Wood: Meistens um Sachen in der Band. Wenn es da Unstimmigkeiten gibt, z.B. persönliche Meinungen nicht beachtet werden und vor allem wenn man einander nicht zuhört. Oder zwei haben außerhalb der Band Streit miteinander und das trägt sich dann in die Band. Was aber auch noch mit reinkommt sind persönliche Sachen, wie zum Beispiel Schulstress. Das ist dann bei sieben Mädels nochmal extremer als bei zwei Freundinnen. Aber wir haben bisher immer eine Lösung gefunden und das bringt uns dann auch immer weiter und noch näher zusammen. – Wir streiten uns oder haben Auseinandersetzungen, aber danach oder gerade dadurch merken wir immer, was wir aneinander haben. Und danach wird’s immer besser.
Was wollt ihr den »Musik für Uns« – Lesern noch sagen?
Peace of Wood: Auf jeden Fall, dass wenn sie Musik lieben und dafür begeistert sind, da dran bleiben sollen. Wir waren auch mal ganz klein und jetzt spielen wir hier und das hätten wir vor zwei, drei Monaten auch nicht gedacht. Sie sollen den Mut und den Spaß nicht verlieren. Sie sollen auch nicht nur an eine Karriere denken und sich vom Druck nicht unterkriegen lassen.
Vielen Dank für das Interview.
Verena
Fotos von Stephi
Bandfoto von MySpace
Mehr zu Peace of Wood gibt es – hier.






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