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Wir stellen vor: Felix Peters von »Wichteldesign« (2)

18 September 2009 Eingestellt von: Gerhard 145 klicks Keine Kommentare

Felix Peters 002Für welche Festivals warst oder bist Du tätig?

Fürs »Indie Open« in Wendlingen und fürs »Raise Your Voice 2009«, das ich mit organisiert habe.

Was machst Du alles in Sachen Grafik und Design?

Im Grunde die komplette Palette. Vom Band-Design also wirklich die komplette Aktion vom Logo über die Homepage bis zum T-Shirt oder Flyer. Ich habe aktuell jetzt mein eigenes Logo als T-Shirt heraus gebracht. Davon sind jetzt insgesamt 40 Stück verkauft.  (Er zeigt das T-Shirt) Das sieht so aus. Ich habe mit Absicht nur wenig Werbung drauf – also nur das Logo. Vom Style her ist es ein bisschen wie ein Band-Shirt, weil ich einfach will, dass die Leute das tragen und nicht mit Werbung rumlaufen. Dass die Leute damit schlafen gehen, das bringt mir nicht viel.

Für Zielscheibe habe ich jetzt T-Shirts gemacht, Funky Fizzle haben auch T-Shirts von mir. Also schon die ganze Palette, was Bands brauchen. Aber nicht nur Bands, sondern auch kleine bis mittelständische Firmen. Ich habe inzwischen vier, fünf Firmen, die ich dauerhaft betreue. Ich pflege den Internetauftritt für sie und kümmere mich um die Server.

Felix Peters 015Darf man die nennen?

Ja, die darf man nennen: Das ist zum einen mal Onvitech (www.onvitech.eu), ein Helmkamera-Hersteller und –Vertrieb aus Winnenden. Der Kontakt kam über Zielscheibe, also wir uns auf einem Konzert kennen gelernt haben.

Dann wäre da noch Dario’s Corporate Gifts (www.dariosmall.com), das ist ein Händler für Werbegeschenke unter Firmen im höheren Preissegment. Diese Firma sitzt in Lenningen. Da mache ich den kompletten Online-Shop und die technische Betreuung.

Dann hab ich noch die Kiteschule Skywalker (www.kiteschule-skywalker.de). Kiten heißt, mit Lenkdrachen auf Skiern oder einem Board durch die Gegend zu reiten. Es ist die größte deutsche Snow-Kiteschule. Da gibt es einen Standort auf dem Feldberg, ein weiterer wird gerade in Italien aufgemacht. Es gibt auch noch einen in Österreich. Hier mache ich  die komplette Homepage und die Grafiken. Die haben sich inzwischen in den Feldberg-Turm eingemietet, ich kann also jedem empfehlen mal vorbei zu gehen.

Das sind so die wichtigsten Firmen. Es gibt natürlich noch ein paar Projekte mehr, die aktuell aber noch in Arbeit sind. – Das ist schon viel Arbeit, aber man muss auch von irgendwas leben. Von Bands allein wird man nicht reich. Bands sind ein schönes „Nebengeschäft“, auch gut für die Werbung, um die Firma bekannt zu machen. Ich habe einen Großteil meiner Aufträge über Mund-zu-Mund-Propaganda erhalten. Es kommt (leider noch) ganz selten vor, dass jemand auf meine Homepage kommt und sagt: „Hey, von dem will ich was, weil ich den zufällig über Google gefunden hab!“

Bei den meisten (Aufträgen) ist es einfach so: Man hatte ein Projekt und dann sagt der Kunde: Okay, das fand ich gut. Geh doch mal zu dem. Oder ich mach für eine Band etwas und der Vater von einem von denen hat eine Firma und bekommt dann mal einen Tipp. So kommt das dann halt immer zusammen. Gute Arbeit ist eigentlich das Mittel überhaupt, um an Kunden zu kommen.

Felix Peters 006Spielst Du auch selbst irgendwelche Instrumente?

Ich bin absolut unmusikalisch! Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal erkenne, ob’s ein Bass oder ne Gitarre ist. (Lacht) Es hat sich so ergeben, dass ich mit Bands viel unterwegs bin. Ab und zu bin ich auch mit Zielscheibe auf Tour. Wenn es aber darum geht, Instrumente anzuschließen, zu testen oder sonst was – vergiss es – das wird nichts! Das müssen sie schon selber machen. Im Schleppen bin ich gut…

Man muss nicht alles können!

Ich glaube, wenn ich jetzt noch ein Instrument spielen würde, dann würde ich vollends durchdrehen, weil ich überhaupt keine Zeit mehr für irgendetwas hätte. Ich merke jetzt schon, dass es einfach im Grunde schon ein Vollzeit-Job ist. Im Moment habe ich Semesterferien, da geht’s. Aber während des Studiums ist es dann halt teilweise wirklich aufreibend, wenn man nach sechs Stunden Uni heim kommt und dann noch das arbeiten muss, was halt ansteht. Mal mehr und mal weniger. Klar kann man das auch verteilen, aber manchmal kommt einfach alles auf einen Schlag und dann heißt es auch immer wieder „Nachtschicht“.

Irgendwelche Hobbys?

Ich bin aktuell aktiv in der DLRG Wasserrettung im Bezirk Esslingen. Letzte Woche war ich z. B. zur Sanitäter-Ausbildung. Hauptsächlich machen wir Absicherungen von Veranstaltungen auf dem Wasser oder eben in der Nähe, aber eben auch Rettungseinsätze die mit Wasser zu tun haben. Außerdem unterstützen wir im Sommer noch die Schwimmmeister im Freibad.

Felix Peters 011Musik ist auch fast ein Hobby. Ich höre auf jeden Fall sehr viel Musik. Mein Vater ist  leidenschaftlicher Musik-Sammler. Das ist eine ganz interessante Kombination, weil das, was ich höre, hört er nicht unbedingt. Aber man kann sich mit ihm sehr gut über Musik unterhalten. Ich habe dadurch glaub ne ganz gute Musik-Bildung, weil ich von Klein auf mit Musik aufgewachsen bin.  Dadurch bin ich natürlich auch oft  auf Konzerten. Gerade dadurch, dass man die Bands kennt.

Ich hab früher noch sehr viel Leichtathletik gemacht. Inzwischen weniger. Ich laufe halt ab und zu mal ganz gern. Und natürlich Partys gehören dazu – ohne Partys wäre das Leben nichts!

Was hörst Du gerne im Radio oder von CD?

Normales Radio (höre ich) eigentlich gar nicht. Wenn ich Radio höre, denn Web-Radio. Und dann eher schon in die Richtung Alternative, Hardrock, Hardcore, Punk. Meistens auch ausländische Sender, weil es nur wenige gute deutsche Sender in der Richtung gibt. Von CD höre ich sehr viel Ska. Früher war mehr einfacher Punk dabei, inzwischen höre ich eher mehr Qualität. Über drei Akkorde darf’s gern sein! Manchmal höre ich auch ganz gerne Hip Hop.

Ich finde: Was gefällt darf gehört werden! Man sollte sich nicht so festlegen auf ein gewisses Genre. So dass man sagt: Ich höre nur das und der Rest ist sch… Man soll sich einfach frei machen für alles und wenn es gefällt, darf man es hören.

Zum dritten Teil des Interviews geht es – hier.

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