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Interview mit Hans-Joachim Eißler (2)

21 Februar 2010 Eingestellt von: Gerhard 479 klicks Keine Kommentare

zu „Band at Work“ 2010

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Wie lange leitest du schon „Band at Work“?

Hans-Joachim: Jetzt seit 10 Jahren – das heißt, das ist mein 11tes Treffen jetzt. Und das ist auch schön zu sehen: Es hat sich eine gewisse Routine entwickelt – also man schaut gelassener auf die Sache, wenn man weiß: Auf diese und jenen Dinge kann man zurückgreifen, die und die Erfahrungen haben wir schon, und die und die Sache ist schon durchdacht, wir müssen nur noch aktualisieren. Spannend bleibt es trotzdem, denn in diesen zehn Jahren hab ich schon viele Bands kennen gelernt – ich würde mal sagen, das waren schon drei „Generationswechsel“ von jungen Bands. Wenn man bedenkt, dass viele Bands sich im Jugendgottesdienstbereich bewegen oder sich in der Gemeinde engagieren und das so im Alter zwischen 16 und 20 machen können, und dann geht es durch Studium oder Ausbildung auseinander … So haben wir schon viele Bands erlebt und dadurch bleibt das sehr lebendig eigentlich. Auch dieses Jahr sind, ich würde mal schätzen, die Hälfte bis Zweidrittel zum ersten Mal dabei.

Waren auch schon Bands hier, die inzwischen richtig bekannt sind?

Hans-Joachim: Chris Cosmo aus der Mannheimer Szene – der z.B. war hier vor zehn, zwölf Jahren mit seiner damaligen Band „NTS“ – und ist jetzt Chris Cosmo – da sieht man sehr schön: Da geht jemand seinen Weg. … Dann fällt mir noch „Semtex“ ein, die in ihrem Genre auf sehr beachtliche Resonanz gestoßen sind. Oder „Line Of Vision“, die schon wiederholt beim ejw-Jugendtag gespielt haben. Ansonsten sind es wohl eher einzelne Musiker, die mal mit einer Band da waren, inzwischen ihren eigenen Weg gemacht haben und „Band at Work“ als wichtigen Impuls erlebt haben.

Hattet ihr schon Bands da, über die ihr euch schon gewundert habt? Also im positiven und
im
negativen Sinn?

Hans-Joachim: Also bei den negativen Beispielen … wenn eine Band mal auffällt, weil sie schon nachmittags Alkohol trinkt, obwohl sie alle noch unter 16 sind – das sind halt schon so Fälle, wo man auch Band-at-workeinschreiten muss!  Oder eine Band wollte auch schon mal ihren Proberaum am Sonntag nicht räumen und hat gesagt: „Nein, wir haben das ganze Wochenende gebucht. Wir proben jetzt weiter.“ Aber das sind so Einzelfälle… Und dann gibt es glücklicherweise auch so Fälle, wo man sagen kann: „Wow! Schön, wie sich das entwickelt hat.“ Und das gibt einem dann auch neuen Schwung für die nächste Saison.

Waren auch schon Bands da ohne christlichen Hintergrund? Denn es gibt ja schon ziemlich viele christliche Bands hier …

Hans-Joachim: Ja, immer wieder! Wir fragen auch nicht mit der Anmeldung ab: Was macht ihr? Schickt mal eure Texte! – oder so … Und manchmal leiten dann Freunde, Nachbarn, Verwandte die Infos weiter, und das ist echt schön – das macht diese Vielfarbigkeit von dem Wochenende auch aus! Dass wir nicht so einspurig unterwegs sind. Aber klar: Wir sind eine Arbeitsstelle innerhalb der Landeskirche, wir gehören zum Evangelischen Jugendwerk – wir haben ein deutliches Anliegen, Bands zu fördern, die sich auch in Kirchengemeinden und deren Umfeld engagieren. Und das ist dann halt schon eine Priorität von uns. Aber alle Bands sind herzlich willkommen und werden gleich behandelt!

Woher kommt die Idee, dass die Gewinner-Bands vom „EIGENSINNiCH-Bandcontest“ hier mit dabei sind?

Hans-Joachim: Das liegt einfach nahe … die EIGENSINNiCH-Koordination hat im Vorfeld des Jugendtags Jens Scheilke-Hekermans übernommen, und der gehört jetzt auch zu unserem Leitungsteam. Die Koordination für EIGENSINNiCH wird er auch weiterhin haben. Und als man am Überlegen war, was kommt in dieses Paket rein, was die Bands dann gewinnen, da war klar: „Band at Work“ ist eine tolle Geschichte, die man erlebt haben muss, bei der wir einfach diesen „EIGENSINNiCH“-Gedanken weiter tragen. Diese drei Sieger-Bands müssen hier die Teilnehmerbeiträge nicht bezahlen, das kommt aus dem EIGENSINNiCH-Topf – und das ist dann schon eine schöne Sache für die!

Band-at-work3Dankeschön für das Interview!

Hans-Joachim Eißler ist Referent für musisch-kulturelle Bildung im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) und Leiter von „Band at Work“.

Fragen / Interview:
Stephanie Klumpp

Verena Bächle

[stextbox id="alert" color="000000" ccolor="ffffff" bcolor="696969" bgcolor="ffffff" cbgcolor="ffffff" image="null"]Website: www.mukubi.de
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