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Interview mit Hans-Joachim Eißler (1)

20 Februar 2010 Eingestellt von: Gerhard 321 klicks Keine Kommentare

zu „Band at Work“ 2010

Von Stephanie und Verena

Für alle die mit dem Namen „Band at Work“ noch nicht so viel anfangen können: Was ist „Band at Work“ eigentlich genau?

Hans-Joachim: Band at Work ist ein einzigartiges Coaching-Treffen für Bands und Musikgruppen. Veranstalter ist die Arbeitsstelle „Musisch-Kulturelle-Bildung“, kurz „MukuBi“ – und wir sind ein Teil vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw). „Band at Work“ ist ein Wochenende mit rund 120 bis 140 Teilnehmenden, wo Bands gecoacht und geschult werden und mit ihrer Musik weiter kommen. Die Bands kommen aus ganz unterschiedlichem Background, aber haben alle das eine Ziel: sich mit ihrer Musik weiter zu bilden, sich über die Schulter schauen zu lassen und sich ein Feedback zu holen für ihre Musik.

Seit wann gibt es „Band at Work“?

Hans-Joachim: Also früher hat die Veranstaltung „Bandjahrestreffen“ geheißen – und das gab’s schon seit 1979 – das heißt, das 30-jährige Jubiläum haben wir eigentlich schon hinter uns. Und seit etwa 2001 heißt es „Band at Work“ – da haben wir dem ganzen Wochenende ein neues Outfit verpasst.

Wieso gibt es „Band at Work“ eigentlich? Also, wer hat sich das ausgedacht, wie ist das Ganze entstanden … ?

Hans-Joachim: Ende der 70er Jahre hat sich ein Arbeitskreis gebildet – der Landesarbeitskreis Band in Württemberg (LaBiW) – weil es einfach immer mehr Bands und Musikgruppen im christlichen und kirchlichen Kontext gab. Und die haben dann gesagt, wir wollen uns einmal im Jahr treffen, um uns auszutauschen, um uns fortzubilden und auch um einfach zusammen zu sein. Das war damals halt noch im kleineren Rahmen und ist dann immer größer geworden. Am Anfang war das noch eine Initiative von Einzelnen – einzelnen Bands, einzelnen Musikern und Leuten, die gesagt haben, da wollen wir gerne etwas investieren.

Was waren da so für Bands am Anfang? Namen? Bekanntere Bands?

Hans-Joachim: Also mir fällt sofort Schulze ein, die erst jahrelang hier gecoacht wurden und jetzt seit Jahren, bis heute eigentlich, als Coaches dabei sind. Oder Capewalk ist auch ein bekannter Name – die waren viel unterwegs … Und jetzt sind wir bei Sacrety – die sind ja gerade schwer am Zulegen. … Ganz am Anfang waren auch solche Bands wie Damaris‘ Joy aus den 80ern mit dabei. Das waren die Profis, die hier gecoacht haben. Das sind so einzelne Namen …Wenn man die „alten Hasen“ hier fragen würde, die würden wahrscheinlich noch auf ganz andere Namen kommen.

Was kann „Band at Work“ Musikern bieten?

Hans-Joachim: Also die Hauptsache hier ist das Bandcoaching. Da ist es so, dass wir 16 Proberäume zur Verfügung stellen können. Das Hohenwart Forum, wo wir hier sind in Pforzheim, ist eine wirklich einzigartige Location, in der das möglich ist. Wir haben 16 Proberäume – das heißt, wir können 16 Bands eine Zusage geben: Ihr könnt kommen, mit eurem kompletten Equipment, mit euren Songs, mit euren Ideen – sie bringen manchmal noch Deko mit, irgendwelche Vorhänge oder gar ihre komplette Lichtanlage. Auch ihr Infomaterial, ihre CDs oder T-Shirts  -  und wir bieten ihnen hier einen kompetenten Referenten, der sich um sie kümmert. Also sie haben hier Coaching mit diesem Referenten und haben dazwischen das dann nachzuarbeiten in ihrer Probezeit.

Parallel dazu bieten wir noch Intensiv-Workshops an für Leute, die nicht mit der Band angereist sind, die sich halt als Einzelteilnehmer angemeldet haben, und für die, die keinen Proberaum mehr bekommen haben. Dieses Jahr zum Beispiel hatten wir ganze 32 Anmeldungen auf 16 Proberäume. Das heißt, es war klar, die Hälfte der Bands, die sich angemeldet haben, wird eine Enttäuschung erleben: Oh, wir kriegen doch keinen Proberaum … Es war dieses Jahr dann auch so, dass viele wieder zurückgezogen und gesagt haben: Okay, wenn wir keinen Proberaum bekommen können, dann kommen wir auch nicht.

Von den Referenten, die wir immer wieder gewinnen können, hier zu unterrichten, sind ungefähr die Hälfte Profis, die als Musiker unterwegs sind und natürlich sehr viel Erfahrung mitbringen. Oder es sind eben Leute, die schon seit zehn Jahren oder so Konzert- oder Studio-Erfahrung haben.

Und dann bieten wir Spezial-Workshops am Samstagnachmittag und Freitagabend an, wo wir einfach neue Akzente setzen wollen und die Leute ein wenig herausfordern wollen, auch mal über neue Aspekte nachzudenken.

Gibt es für 2011 schon einen Termin, und was muss eine Band jetzt machen, um 2011 dabei zu sein?

Hans-Joachim: Der Termin für 2011 ist 14.-16. Januar. Also wieder an dem Wochenende Mitte Januar. Die Bands sollten sich den Termin vormerken und einfach aufmerksam sein, wann es losgeht. Also, wir machen keine Vorreservierungen, sondern wir sagen: Die Anmeldepforten öffnen jetzt – und dann muss man das mitbekommen und dabei sein. Mitte September geht die Ausschreibung eigentlich immer raus und ab da ist dann eine Onlineanmeldung möglich – oder auch schriftlich mit Anmeldebogen!

Und unsere Empfehlung ist auf jeden Fall, dass die Band ein Demo anfertigt – wenn sie so was nicht schon hat – damit wir ein wenig einordnen können als Leitungsteam: Was machen die so? Wo stehen die? Welcher Referent wäre im Falle einer Zusage passend? Das heißt, ein Demo jetzt schon anzufertigen, beziehungsweise dann in Ruhe im Sommer, entlastet auf jeden Fall – dann kann man gleich bei der Anmeldung sagen: Hier ist schon unsere Anmeldung und hier ist das Demo dazu …

Die Fortsetzung des Interviews gibt es HIER.

Jede Menge weiterer Fotos vom Event gibt es auf MySpace.

Website: www.mukubi.de
Thumbnail: Musik Für Uns

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