Home » Persönlich

Persönlich: Quo vadis, MySpace?

18 Februar 2010 142 klicks Keine Kommentare Drucken Seite mailen

MyspaceLogoVon Gerhard

Zugegeben, MySpace ist im Grunde eine ganz feine Sache. Man sieht, was andere gerade so tun, kann sich Musik anhören, Fotos betrachten und sich über die Bulletins und Blogs eingehender informieren, was in der Musikszene gerade so los ist.

Aber zu diesen durchaus positiven Dingen gesellen sich immer wieder auch eher negative Erscheinungen – und um die soll es in diesem Beitrag nun mal gehen.

Ab und zu habe ich in letzter Zeit in anderen Profilen von Problemen mit dem Songplayer gelesen. Dann wird plötzlich ein lieb gewonnenes Feature ersatzlos gestrichen, dafür werden Neuerungen eingeführt, die keiner will und die auch nicht groß angekündigt oder abgefragt wurden, ob sie erwünscht sind.

Nun ja, wir sind eben nur die User und müssen mit dem leben, was wir vorgesetzt bekommen. Kürzlich ist mir eine besonders „negative“ Werbung aufgefallen. Da wurde gleich mal ein Trailer eines Kinofilms abgespielt. Wenn man – wie ich – genervt auf „Schließen“ klickte, ging prompt ein neues Fenster auf, wo der ganze Sch…(lamassel) prompt von neuem begann.

Ich bin kein Computerfreak, der sofort weiß, wie man solche Penetrant-Werbung umgeht und habe dann notgedrungen ein paar Tage lang auf MySpace verzichtet.

Aber der absolute Knaller kommt noch. Vor wenigen Wochen habe ich nämlich eine längere Mail direkt in MySpace erhalten. Sie kam von keinem Geringeren als dem guten Tom, der obligatorische Freund aller Neu-MySpaceler, der am Schreibtisch sitzt und uns so schön seriös über die Schulter anblickt.

Nun, der gute Tom schreibt mir eigentlich nur, wenn es mal wieder etwas ganz tolles Neues auf MySpace gibt – und so war ich natürlich entsprechend gespannt auf das, was da so kommen würde.

Zunächst mal war alles in Englisch und ne ganze Seite lang, das war schon mal verdächtig. Irgendeine amerikanische Firma hatte meine Mail-Adresse aus Milliarden anderen ausgelost und benachrichtige mich jetzt, dass ich mehr als 300.000 Euro gewonnen hätte. Ich sollte nur meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und zwei Kennummern aus der Benachrichtigung in ein Formular eintragen und zurück mailen, um meinen Gewinn ausbezahlt zu bekommen.

Wenn ich solche Mails direkt erhalte, lösche ich sie gleich. Aber da diesmal der gute, Vertrauen erweckende „Tom“ von MySpace der Absender war, wollte ich doch wissen, wie die Sache nun weitergehen würde. Also füllte ich die vier Zeilen im Formular wahrheitsgemäß aus, schickte es weg und wartete gespannt darauf, ob bald jede Menge Geldscheine in meinen Postfach landen würden.

Statt der Geldscheine kam aber ein weiteres Formular, da sollte jetzt meine komplette Postadresse samt Telefonnummer rein – und ein Passbild wurde auch noch angefordert, um mich als Besitzer der Mail-Adresse auch eindeutig identifizieren zu können.

Ich hab dann zurück geschrieben, dass sie mir doch bitte das viele Geld auf mein PayPal-Konto überweisen sollten. Das sei sicher und der Zaster würde garantiert beim Richtigen ankommen. Sie müssten nur meine Mail-Adresse angeben, um das Geld transferieren zu können.

Wieder eine halbe Stunde später kam die Antwort, dass die Identifizierung per Passbild und persönlichen Daten unumgänglich wäre. Da hab ich dann zurück geschrieben, dass ich auf den Gewinn unter diesen Umständen verzichte…

Soviel zu meinen MySpace-Erlebnissen. Zum Glück gibt es in unserer jetzigen „Musik für uns“ – Homepage die Möglichkeit, Kommentare unter die Artikel zu setzen – und so möchte ich die geneigte Leserschaft einfach dazu ermutigen, davon Gebrauch zu machen und eigene MySpace-Erfahrungen, Hoffnungen, Freuden, Enttäuschungen und was auch immer hier schriftlich für alle darzulegen.

Gerhard

  • Twitter
  • facebook
  • studivz
  • Del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Digg
  •  

Das könnte Dich auch noch interessieren:
Schlagworte: , , , ,

werbung

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf deiner Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

facebook myspace twitter youtube leer leer leer