Schulze 1994 (4) – “Live oder nicht?” und “Der Fanbrief”

Live oder nicht?
Während des Interviews tauchte die Frage auf, warum man bei Fernsehsendungen nie ein Kabel an den Keyboards oder Gitarren sieht. Die Antwort von SCHULZE war: Bei Live-Sendungen wird alles „Play-Back“ gemacht, das heißt, die ganze Musik kommt von der CD, die Sänger und Instrumentalisten tun nur so, als ob sie spielen würden. Selbst wenn sie „echt“ mitspielen oder mitsingen, hört man das nicht aus dem Fernsehlautsprecher, denn das würde nicht so gut klingen wie von der CD. Um alle Instrumente oder Mikrofone richtig einzustellen, müsste man für eine Gruppe ein bis zwei Tage (!) einplanen, und das lohnt sich natürlich nicht, wenn die Band dann nur ein paar Titel spielt. Meistens, in großen Unterhaltungssendungen, tritt jeder Sänger oder jede Gruppe sogar nur ein Mal auf.
Etwas anders ist es bei der „Deutschen Hitparade“. Da kommt nur die Musik vom Band, die Sänger singen live. Wenn SCHULZE auf der Bühne auftritt, ist alles LIVE, denn die Zuschauer sollen auch sehen und hören, dass die Musiker ihr „Handwerk“ selbst beherrschen. Außerdem wäre es peinlich, wenn mal ein Stecker aus einem Keyboard rausfliegt und die Musik würde trotzdem weiterspielen.
Giovanna Robustelli, 5b

Der Fanbrief
Nach dem Konzert im April 1994 schrieb ich an SCHULZE einen Brief, um mich für das Super-Konzert zu bedanken. Ich erwähnte auch am Schluss, dass sie leider die Autogramme vergessen hätten. Dann begann das große Hoffen und Bangen: Würden sie den Brief beantworten?
Es dauerte etwa zwei Wochen, als ich einen Antwortbrief im Briefkasten fand! Meine Überraschung war groß, als zwei von allen Musikern unterschriebene Autogrammkarten heraus kamen. Seither hängen sie an der Wand über meinem Bett.
Die Kassette „Paradiesvogel“ habe ich mir schon längst besorgt. Seither läuft sie jeden Tag bei uns – ob zu Hause oder im Auto! Natürlich werde ich wieder ein SCHULZE-Konzert besuchen!
Kerstin Brenner, RS 5b
Anmerkung der Redaktion: Niemand hätte damals geahnt, dass die kleine Kerstin vier Jahre später bei einem Konzert als Mitglied der „Scream Girlz“ Vorband ihrer Idole von SCHULZE sein und bei Udo Rinklin im Neuffener Tonstudio eine CD aufnehmen würde…
Fortsetzung folgt…















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