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Crushead »The Last Show« 1

25 Juli 2009 49 klicks Keine Kommentare Drucken Seite mailen

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Von katholischen Doggen, einem „Reason to Jump“ trotz Sitzplatz und besonderen Taschentüchern

Crushead

Von Stephi

Der erste Teil der Abschiedsshow ist bereits geschafft – zwischen purem Gänsehaut-Feeling und viel Witz war alles dabei!

Am Freitag, den 5. September 2008, fand der erste Teil des großen Abschiedskonzerts von Crushead im Rahmen des Jump Rock Festivals in der Nähe von Metzingen statt. Mittags wurde der so genannte „Crushkick“ ausgetragen – ein Fußballturnier der besonderen Art, bei dem viele Bands und zum Beispiel auch Mitglieder von Sound 7 gegeneinander antraten. Am Abend stieg dann die Gala Night – ein riesiges Zelt wurde dazu aufgebaut – sogar Sandsäcke wurden angeschleppt, um das Zelt im Falle von schlechtem Wetter trocken zu halten! Was allerdings – zumindest am Freitag – nicht nötig war, denn das Wetter hielt sich ganz gut und sogar um etwa halb zwölf Uhr nachts war es immer noch relativ warm!

Am ersten Abend dieser Veranstaltung traten abwechselnd Künstler wie Claas P. Jambor, Zauberkünstler Mr. Joy, die King Family und die so genannten „Super Zwei“ auf. Zum Schluss dann Crushead – das letzte Mal live und unplugged…

Für Gänsehaut sorgte bereits Claas P. Jambor – der trotz Erkältung eine hammermäßige Atmosphäre schaffte! Eine unverwechselbare Stimme hat er, und wer bei seiner Musik nicht Gefühlsachterbahn fährt, mit dem stimmt irgend etwas nicht. Insgesamt drei Lieder durfte er an diesem Abend zum Besten geben – am Schluss des Konzerts konnte man ihn noch am Fanartikelstand antreffen. Allerdings sah er sehr müde aus – man hätte ihn am Liebsten mal in den Arm genommen, so trostlos sah er aus… Aber eine wunderschöne Show hat er abgezogen – wie schon Konzertorganisator Dietmar Wagner am Tag zuvor gesagt hat, als Claas noch ein Konzert im Neuffener Schützenhaus gegeben hatte: „Wenn er etwas krank ist, ist er immer am Besten!“

Für Verwunderung und Rätsel bei den Zuschauern sorgte Zauberkünstler Mr. Joy. Mit Verschwinde-Tricks, der Köpfung einer Karotte und einem brennenden Buch unterhielt er das Publikum. Was die geköpfte Karotte angeht: Er hat zuerst gefragt: „Denkt ihr, dass die Karotte ganz bleibt, wenn ich sie mit diesem Folterapparat köpfe?“ Die meisten sagten: „Ja!“ Nur wenige glaubten ihm nicht. Schließlich wurde die Möhre doch geköpft und bestand dann nur noch aus zwei Teilen – doch die Show war noch nicht zu Ende. Er holte jemanden aus dem Publikum auf die Bühne und fragte ihn, ob er das mit dem Köpfen auch bei ihm machen könnte. „Vertraust du mir?“, fragte Mr. Joy – Und ja, die Testperson aus dem Publikum vertraute ihm. „Wisst ihr, Glaube hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Wollt ihr Gott vertrauen?“ Das Vertrauen in Mr. Joy wurde von ihm nicht missbraucht. Der Kopf des jungen Mannes blieb unbeschadet und das Publikum war begeistert.

Für musikalische Unterhaltung sorgte auch noch Claus-Peter Eberwein von der Band „Hopf“. Mit der Gitarre gab er schöne und nachdenkliche Lieder über Gott und die Welt zum Besten. Eine schöne Stimme hat er, kann man schon sagen. Wenn ich richtig gezählt habe, hat auch er drei Lieder gespielt, genau wie Claas P. Jambor.

Für spaßige Unterhaltung sorgte das Duo „Super Zwei“. Früherer Name der Band: „Nimm Zwei“ – doch wegen Verwechslungen mit den süßen, kleinen Bonbons gab es dann eine Umbenennung. Am Anfang des Abends machten die Zwei erst mal einen Motivationskurs mit dem Publikum. Zitat: „Du bist scheiße!“ Antwort: „Richtig, so ist es!“

Später beschwerte sich einer des Duos über Doggen, die nach Päpsten benannt werden, so genannten „katholischen Doggen“. Für viel Gelächter sorgte er auch dadurch, dass er sämtliche Bibelgeschichten durcheinander warf und auch Troja und Schneewittchen mit einbrachte. Plötzlich hieß es dann, dass Goliath dadurch besiegt wurde, dass David ihm einen vergifteten Apfel an den Kopf geworfen hat. Dieser Mischmasch sorgte auf jeden Fall für willkommene Abwechslung beim Publikum. Ein wenig Training für die Lachmuskeln.

Was fürs Herz gab’s dann wieder von der international bekannten Band „King Family“. Eine Band, bestehend aus fünf Geschwistern und hauptsächlich bekannt geworden durch den Hit „Carry Me Home“, welcher auch schon beim TV Sender VIVA lief. Eine interessante Band, die jede Menge Sprachen spricht und kein richtiges Zuhause hat, denn sie sind ständig mit dem Wohnwagen unterwegs. Davon erzählt ihr Lied „Carry Me Home“. Nur begleitet mit der Gitarre haben die Stimmen der fünf jungen Musiker einen berührt … Gänsehaut war wieder einmal angesagt!

Kommen wir nun zum Höhepunkt des Abends: Crushead! Ihr letztes Konzert live und unplugged. Begleitet von einem Orchester – man glaubt es nicht! Die Bühne und die Lichteffekte waren der absolute Oberhammer! Mal strahlten die weißen Anzüge der Bandmitglieder von Crushead in blauem, violettem oder auch grünem Licht. Sänger Patrick hat bewiesen, dass man sich selbst im Sitzen noch bewegen und abgehen kann, wie man es nur selten sieht. Bei dem Song „Reason to Jump” verließen viele ihren Sitzplatz und hüpften nur so durch die Gegend! Eine super Stimmung war da! Man sieht, selbst bei Unplugged-Konzerten von Crushead können die Fans nicht sitzen bleiben! Es war erste Klasse. Schließlich flog eine Packung Taschentücher auf die Bühne. Patrick las vor: „CRUSHEAD – Zum Abschied fließen 1000 Tränen“. Da wurde die Band vollkommen überrannt … Dem Sänger kamen fast die Tränen! Ein paar Fans haben diese Taschentuch-Packungen im Laufe des Abends für 50 Cent verkauft und wie es aussah, hat die Band keine Ahnung davon gehabt – sie sahen wirklich sehr überrascht aus!

Insgesamt also ein wunderschöner Abend! Man kann sich nicht beschweren.

Der Bericht vom Samstag folgt bald.

Bis dahin – macht es gut, auch wenn die Band Crushead leider nicht mehr da ist. Gott ist immer da. So hat es auch Patrick gesagt – und das ist die Wahrheit.

Der zweite Tag - Abschiedsfest der Superlative

Nun, wie war der Tag? Anders auf jeden Fall als der Tag zuvor. Man ist so durch den Tag gegangen und es fiel einem schon schwer, zu realisieren, dass das wirklich der Tag des letzten Crushead Gigs sein sollte … Selbst heute, ein paar Tage danach, ist mir das immer noch nicht so richtig klar! Ob mir das irgendwann noch bewusst wird …? Ich weiß es nicht! Aber fangen wir mal von vorne an:

Einlass war diesmal schon um 13 Uhr und Beginn eine halbe Stunde später. Es gab insgesamt zwei Bühnen. Eine Bühne in dem großen Zelt, die auch schon für den Gala Abend genutzt worden war, und eine kleine Bühne draußen. Ablauf war so, dass die vielen Bands immer abwechselnd auf der kleinen und auf der großen Bühne spielten. Als erste Band waren die Jungs von „Freequency“ dran! Beeindruckend, wie viel um diese Zeit schon los war und wie die Leute trotz der frühen Uhrzeit abgegangen sind! Hab ich noch nie so gesehen.

Danach waren „tash“ an der Reihe (ich hoffe das stimmt, hab den Plan nicht mehr zu 100% im Kopf und alle Bands haben wir – Nedde & ich, Stephi – leider nicht gesehen – wenn man da ständig von einer Bühne zur nächsten rennt und dann immer stehen muss bzw. in der Gegend rumhüpft, ist man irgend wann so kaputt … Unsere Beine haben wir dann, als wir nachts nach Hause gefahren sind, jedenfalls nicht mehr gespürt … Aber zurück zum eigentlichen Thema). „Tash“ hatten wir noch nie zuvor gesehen – gehört schon mal irgendwo, aber gesehen – noch nie! Waren auf jeden Fall überhaupt nicht schlecht!! Konzertorganisator Dietmar Wagner hat sich noch kurz zu uns gesellt und gefragt, ob die Jungs auch was für uns wären (hmm … zweideutige Frage; aber ich nehme jetzt einfach mal an, er meinte, ob die Band was für den Christmas Rock und so wäre). Lieber Didi, die Antwort ist eindeutig: JA! ;-)

Ich gebe die Sache mit der richtigen Zeitabfolge, wie die Bands nun an die Reihe kamen, einfach mal auf … Kommen wir nun zu „Make Up Your Mind“! Hammer Band. :-) Kann man nur begeistert sein von ihr! Super Jungs, super Musik! Die bauen eine Stimmung auf – einfach Klasse! Ihr Auftakt zu ihrem Gig war schon mal erste Sahne – vier Bandmitglieder haben sich je einen Buchstaben mit Klebeband vorne auf den Bauch und noch mal jeder einen Buchstaben auf den Rücken geklebt – das ergibt insgesamt 8 Buchstaben und das Wort “Crushead” hat auch 8 Buchstaben. Man kann sich also denken, was das dann ergeben hat: Bauch / Vorderseite: „C – R – U – S“ und auf dem Rücken / der Rückseite „H – E – A – D“. Gibt zusammen: CRUSHEAD. ;-) Geile Idee! Was ich übrigens auch an der Band sehr schätze: Die haben ja auch Saxophon und so ein Zeug mit drinne – und das ist schon relativ ungewöhnlich für eine Rockband!

Die Band „Arson“ war dann nicht so ganz unser Fall. War uns etwas zu viel Metal mit drinnen. Aber vielen hat das gefallen und leer vor der Bühne war es auf jeden Fall nicht – kann man nicht behaupten!

Da ich hier keine Band auslassen will (jede soll zumindest mal erwähnt werden), kommen wir noch zu „WARUMONTAG“. Der Name ist Klasse. Muss man erst mal drauf kommen. Von der Band haben wir nur kurz was mitbekommen. Ein oder zwei Lieder vielleicht. Aber hat uns gefallen.  :-)

Countrysänger „Kashew“ hatten wir schon am Donnerstag gesehen beim Claas P. Jambor Konzert im Neuffener Schützenhaus (Ilses Stehlampenrock) – und der kann auf jeden Fall was!  :-) Schöne Musik! (Siehe auch den Bericht zum Konzert von Claas P. am 05.09.08)

Die Band „BAFF“ muss auf jeden Fall erwähnt werden; denn nach dem Konzert von denen waren wir wirklich baff. Die Band hatte sich extra nur für Crushead noch mal zusammengetan (hatte sich eigentlich auch schon getrennt gehabt), aber weil Crushead bei der Abschiedsshow von BAFF gespielt hatte, haben sich BAFF dazu entschlossen, auch beim Abschied von Crushead zu spielen. Ein kleines Mitmachspiel für das Publikum gab es, das so funktionierte: Sänger von BAFF: “Es fehlt das Salz in der Suppe”. Antwort vom Publikum: “Es fehlt das Salz”. Und das Faszinierende daran war, als der Sänger irgendwann aufgehört hat seinen Part zu schreien, hat sich das Publikum von selbst in zwei Teile geteilt und der eine hat halt den Teil vom Sänger übernommen. Die Band hat nichts mehr machen müssen! So was haben wir auch noch nie gesehen …

Kommen wir nun zu „D:Projekt“. Auch eine geile Band! Nedde hat die schon mal gesehen und gemeint, die wären echt Klasse! Da hatte sie Recht.  ;-) Die waren auch schon mit Crushead auf Tour – klar, dass sie hier dann nicht fehlen! Die Jungs haben den Song “Reason to Jump” von Crushead mal ins Deutsche übersetzt und dann gespielt – das Publikum ist trotz des deutschen Textes abgegangen wie bei der englischen Originalversion – aber das Englische klingt da doch besser! Aber es war eine tolle Idee für das Crushead-Abschiedskonzert …

Nun ist auch mal die Band „nulltarif“ an der Reihe. Die Jungs hatten es wettermäßig wohl am Schlechtesten erwischt. Sie waren die letzte Band auf der kleinen Bühne draußen – und gerade, als sie mit dem Soundcheck und dem ganzen Zeug angefangen haben, hat es richtig angefangen zu schütten… Was den ganzen Abend über dann auch so bis auf ein, zwei kurze Unterbrechungen so blieb. Selbst die Sandsäcke konnten das große Zelt nicht ganz trocken halten – aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls mussten es sich die Fans im Regen halt irgendwie bequem machen, während die Band noch im Trockenen blieb, da die Bühne glücklicherweise ein Dach hatte. Wäre sonst auch etwas schlecht für das ganze technische Zeugs gewesen. Aber die Fans haben sich gut gehalten. Klar, treue Fans hält so was wie Regen doch nicht zurück. Die Jungs waren trotz der Umstände gut drauf – das fünfte (noch) inoffizielle Bandmitglied Tille (Tilman Ziegler) war mit seinem Cajon auch wieder mit am Start und so konnte ja gar nichts schief laufen. Nach ner halben Stunde war’s dann auch leider schon wieder vorbei – danach ging’s noch ab zum Merch Stand in das extra Zelt, das nur für Fanartikelverkauf aufgestellt worden war – und man konnte sich noch ein wenig mit allem, was das Fanherz braucht, versorgen und mit den „Nullers“ noch ein wenig plaudern und Fotos machen. (Mehr zu “nulltarif” gibt es hier.)

Bevor es nun zur letzten Band, nämlich der wichtigsten Band an dem Abend, Crushead natürlich, geht, kommen wir noch zu Judy Bailey und Verra Cruz. Zugegeben, von Verra Cruz haben wir nicht sonderlich viel mitbekommen. Aber ich hab mir sagen lassen, dass die anscheinend sehr gut waren. Das nächste Mal dann halt wieder. Von Judy Bailey haben wir dann aber was gesehen und gehört! Eine international erfolgreiche Sängerin mit super Stimme, tollen Liedern und einer sehr guten Band im Hintergrund! Der Rhythmus von den Songs zieht einen mit. Tolle Sache!

Kommen wir langsam aber sicher zum Ende dieses Berichts – nämlich zu Crushead. Ja, was soll man schon sagen? Geile Stimmung – und ich muss an der Stelle noch mal kurz die geile Bühne erwähnen – die Lichteffekte – boah! Noch nie gesehen! Allein dafür hat sich der Eintritt schon gelohnt! Ungelogen! Aber bevor ich hier jetzt in Schwärmereien über die Scheinwerfer verfalle, gehe ich mal zurück zum Wichtigsten hier: Crushead. Erstaunlich, wie die Band es schaffte, ihre Fans so in Stimmung zu versetzen. Man könnte meinen, alle seien müde von den vielen Bands zuvor… Denkste! Nö, nichts zu merken von Müdigkeit! Ein Hammer Abschlusskonzert, jede Menge Zugaben, ein Banner von Fans zum Abschied für die Band und die bedruckten Taschentuchpackungen (”Zum Schluss fließen 1000 Tränen – CRUSHEAD”). Und die Rede von Crushead Sänger Patrick rundete das Ganze noch ab… Trost gab es für die Fans dadurch, dass man die Bandmitglieder in Zukunft trotzdem noch auf dem ein oder anderen Konzert antreffen wird – allerdings eher als Moderatoren denn als Musiker …

Es war ein trauriger Abschied, aber wir danken für 10 tolle Jahre… Danke!

„Musik für uns“ wünscht den Bandmitgliedern alles Gute für die Zukunft.

Stephi

Fotos:  Stephi

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