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Dui Pfeifel – Felix Knapp

25 Juli 2009 Eingestellt von: Gerhard 145 klicks Keine Kommentare

Felix Knapp – Gitarre / Gesang

Felix

Name, Vorname, Nickname:

Mein Name ist Felix Knapp. Einen Spitznamen gibt es bei „Felix“ nicht wirklich, weil dieser Name eigentlich schon relativ kurz ist.

Alter, Wohnort, Beruf bzw. Ausbildung:

Ich bin 21, wohne in Wendlingen und mache gerade eine Ausbildung zum Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration.

In der Band spiele ich (singe ich):

Fast immer Gitarre – und bei ein paar Liedern singe ich auch. Manchmal, aber eher selten, gehe ich auch ans Percussion, wenn das gerade frei ist. Ab und zu, wenn ich nicht gerade die Lead-Stimme hab, singe ich auch Background.

Frühere Bands, an denen ich beteiligt war:

Ich war früher auch mal in der Band „Zielscheibe“, dann habe ich mich aber aus diversen Gründen von ihnen getrennt, spiele aber weiterhin mit zwei Leuten von Zielscheibe bei „Dui Pfeifel“ mit.

Musikalischer Werdegang:

Ich bin seit 15 Jahren im Chor. Eigentlich im Jugendchor – und bin dort Bass 1, Bass 2 – also eher für die tiefen Töne zuständig vom Gesanglichen her. Früher habe ich klassische Gitarre gespielt, mehr so Zupfen und alles. Das habe ich dann aufgegeben, weil es mir ehrlich gesagt nicht so viel Spaß gemacht hat. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich meinem Lehrer nicht so genau gesagt habe, was ich eigentlich wollte. Er hat mir zwar was beigebracht, ich habe auch gerne Gitarre gespielt, aber irgendwie haben wir ein bisschen aneinander vorbei geredet.

Das hat mir nicht so Spaß gemacht – und irgendwann kamen dann Steffen und Thomas, die jetzt auch bei Dui Pfeifel noch mitspielen, und haben mich gefragt, ob ich nicht bei Zielscheibe mitspielen würde, weil ich auch relativ gut singen könne. Daraufhin habe ich mit Gitarre wieder angefangen, allerdings mehr E-Gitarre.

Unterricht habe ich da aber nicht mehr genommen, weil man sich bei E-Gitarre relativ viel selbst beibringen kann. Steffen hatte ja Unterricht gehabt und hat mir ab und zu ein paar Tricks gezeigt. Mein Onkel spielt relativ gut Gitarre und mein Cousin spielt auch noch in einer anderen Band, der hat mir auch noch ein paar Tricks gezeigt. Es geht dann also auch ganz gut ohne Unterricht. Weil es mir aus zeitlichen Gründen nicht dazu reicht.

Musikalische Vorbilder sind:

Ich würde gerne so spielen können wie der „System of a Down“-Gitarrist, weil der echt ziemlich gut spielt. „Farin Urlaub“ wäre auch so ein bisschen ein Vorbild, denn der macht echt lustige Texte und mir gefällt die Musik wahnsinnig, die er macht.

Zur Band bin ich gekommen wegen / durch:

Zur ersten Band kam ich durch zwei Mitglieder. Aber jetzt bei Dui Pfeifel war das eher so ein Projekt, das wir am Anfang gestartet haben. Wo wir gesagt haben: Wir wollen mal etwas komplett Neues machen, nicht so wie alle andern Bands. Die einen machen Punk, die andern Rock, wieder andere machen Metal oder Rap oder sonst irgendwas. Wir wollten einfach mal das machen, was uns Spaß macht. Also keine zwingende Stilrichtung, einfach das, worauf es ankommt – und jeder, der am besten mehrere Instrumente spielen kann, kommt mit in die Band.

Ich war abends zufällig da. Am Anfang hatten sich sechs Leute zusammengefunden. Die haben gesagt: „Alles klar, wir machen das!“ Wir hatten eine Trompete, ein Saxophon, mehrere Gitarristen, mehrere Bassisten eigentlich auch, mehrere Schlagzeuger – deshalb haben wir jetzt eine Band mit zwei Schlagzeugen, denn das hat auch fast keiner. Dann haben wir noch den (Alexander) Flick dazu geholt, der auch Posaune, aber zusätzlich auch noch Schlagzeug spielen kann. Dann ist der Andi Vogel auch noch dazu gekommen, der Keyboard spielt und ab und zu auch noch für einen lockeren Spruch zuständig ist.

Meine Hobbys sind:

Schwimmen, Chor, hauptsächlich auch die Band. Die meiste Zeit, muss ich eingestehen, nimmt die DLRG ein. Ich bin Rettungsschwimmer und auch Strömungsretter und alles. Ich habe auch die Ausbildung zum Sanitäter.

Anmerkung der Redaktion: Am Ende des Interviews kam die Sprache noch einmal auf das Thema DLRG. Was da gesagt wurde, haben wir des Zusammenhangs wegen hier eingefügt:

Was mich am DLRG fasziniert, ist: Ich helfe gerne Menschen in Not. Das kann man beim DLRG ziemlich gut machen. Klar, das Rote Kreuz wäre noch besser geeignet, man kommt zu viel mehr Unfällen hin und kann dann auch wirklich etwas bewegen.

Wenn beim DLRG mein Melder los geht, ist es meistens zu spät, weil bis wir dann dort sind nach 15 Minuten, kann man unter Wasser eigentlich nichts mehr ausrichten. Aber es gibt dann auch so Sachen, wie z. B. die Ausbildung zum Strömungsretter, das sind dann eher so Hochwassergeschichten, wo man z. B. bei wirklich heftiger Strömung ins Wasser geworfen wird mit Schuhen und Rettungsausrüstung.

Dann kann man sich weiterbilden lassen zum Luftretter. Da wird man vom Heli heruntergelassen und so. Das gibt es bei uns hier in Baden-Württemberg allerdings nicht so arg. Aber das sind so Sachen, wo man sagt: Okay, wenn da jetzt einer treibt und man hat seine Sachen an, dass man dann rein springt und versucht, ihn noch vor dem Wehr raus zu ziehen. Man hat da seine speziellen Möglichkeiten.

Ich kenne jemanden, der bei Veranstaltungen auf richtigen Wildwasserflößen das Wildwasser-Rafting absichert. Wenn man da dann mit rein geht, das macht echt ziemlich viel Spaß. Es bringt einem auch selber brutal viel.

Sanitäter, Rettungsdienste, Freibad und so… Man kriegt auch einfach wahnsinnig viele Dinge mit aus dem Leben. Man lernt auch, selbst mal Verantwortung zu übernehmen: Wenn vor mir einer umkippt mit z. B. einem Herzinfarkt, dann kann ich nicht einfach „Hilfe“ schreien. Wenn ich meine DLRG-Klamotten an habe, dann bin ich quasi die Person, die jetzt hier handeln muss und die in erster Linie den Ton angeben muss. Das macht einfach megamäßig Spaß.

Weiter mit den Hobbys:

Ich hab ne Freundin, die nimmt relativ viel Zeit ein. Ansonsten eben alles, was irgendwie Spaß macht: Snowboard fahren, im Sommer ab und zu auch Wind-Surfen. Ich bin aber nicht der Profi, der das so super kann. Ab und zu auch Raften mit DLRG-Materialien. Singen tu ich auch ganz gern.

Wenn ich zum Essen eingeladen werde, wähle ich:

Eigentlich immer Maultaschen und Fleischküchle. Sachen, die man leicht zubereiten kann und die auch immer schmecken, in jeder Variante.

Beim Trinken sage ich nicht nein zu:

Bei antialkoholischen Getränken nehme ich fast alles. Bei alkoholischen Getränken eigentlich alles außer Bier. – Ich bin zum Beispiel gar kein Biertrinker. Und Tequila mag ich auch nicht. Am liebsten sind mir natürlich Cocktails, die schmecken gut.

Im Kino / TV schaue ich gerne:

Im Kino gehe ich ab und zu in Action-Filme. Hauptsächlich Action, Thriller – und vielleicht auch noch lustige Sachen. Manche Animations- oder Zeichentrickfilme, z. B. Shrek oder so was finde ich eigentlich auch ganz witzig. Aber meistens sind es Filme wie „Fast & Furios 4“, das gefällt mir sehr gut, weil viel Action drin ist. Aber Psycho und so mag ich gar nicht.

Im Radio / von CD höre ich gerne:

Wenn mir die Lieder von der CD, die ich gerade im Auto hab, auf den Geist gehen, höre ich im Radio so ziemlich alles, querbeet. Bis auf Jazz und Klassik. Mit diesen beiden Sachen kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Dann auch nur wenig Hip Hop, weil es da auch nur relativ wenige gute Sachen gibt. Allerdings sind das dann nicht die Lieder, die alle andern hören, sondern nur ein paar ganz spezielle. Aber im Prinzip höre ich alles von Rock/Pop über Ska, Funk, eigentlich alles querbeet.

Mein Opa sagte einmal:

Was mein Opa immer gerne gesagt hat, war: „Bub, was dich nicht umbringt, macht dich härter!“ – Man kann das wirklich so sehen: Wenn man irgendwo mal steht und hat eine abgekriegt, sowohl verbal als auch körperlich – also gut, von „körperlich“ kann ich jetzt nicht so viel berichten, denn ich bin eher der friedliche Mensch, der versucht, der Gewalt aus dem Weg zu gehen… Wenn mich einer dumm anmacht, stehe ich eigentlich da drüber und sage: „Ja, ja – komm…“

Wenn man verbal angegriffen wird, steht man da und sagt: „Gut, der ist eben sauer auf mich!“ Oder wenn es konstruktive Kritik ist, nimmt man die natürlich gerne an. Aber es gibt auch Leute, die einfach Müll raus schwätzen. Das sollte man dann nicht so an sich ran kommen lassen. Und wenn man dann sehr viel Blödsinn gehört hat, dann kann man auch sagen: „Das tangiert mich jetzt gar nicht mehr!“ – Den Spruch (vom Opa) fand ich eigentlich ganz gut.

Mein schönstes Dui Pfeifel-Erlebnis:

Eigentlich waren alle Erlebnisse mit Dui Pfeifel ziemlich schön. Von der Gründung her – das war einfach alles immer ziemlich locker. Klar gab es mal Zeiten, wo wir gesagt haben: „Wir haben nächsten Donnerstag Auftritt und haben seit drei Wochen nicht mehr geprobt. Wir müssen unbedingt noch – und sowieso…“ Aber im Grunde genommen ist Dui Pfeifel einfach ne Band, wo man sagt, man kommt her und macht das, worauf man gerade Lust hat – was bei acht Leuten auch nicht immer einfach ist – aber meistens findet man doch einen gemeinsamen Nenner. Das ist immer so locker durchgelaufen. Es gab nie ein zwanghaftes „Aber man muss da jetzt…“ und „Man muss jetzt unbedingt…“ Wenn irgend etwas dabei heraus gekommen ist, war es gut. Wenn’s nix war, war es dann eben auch mal nicht so schlimm. Da gibt es andere Bands, wo das nicht so locker läuft.

Was natürlich auch ein super Erlebnis war, war zum Beispiel Nürnberg. Da sind wir einfach mit zwei Autos runter gefahren. Hatten dann einen relativ großen Auftritt. Wir hatten extrem viel Spaß. Zunächst mal beim Hinfahren. Im einen Auto saßen sechs Leute drin, im andern zwei – da war noch das meiste Gepäck mit drin. Wir hatten schon mega die Party beim Hinfahren. Das war echt witzig, auf der Autobahn Kolonne zu fahren – immer vor, zurück – vor, zurück. Wir haben auch ziemlich viel getrunken, bis wir dort waren.

Das war ein Riesen Areal, ne coole Location, richtig schön groß – und hat auch super Spaß gemacht. Leider waren relativ wenig Zuschauer da. Was mich persönlich aber ziemlich gefreut hat: Da waren zwei Rollstuhlfahrer, denen hat unsere Musik so gefallen, dass sie sich nachher an der Bühne vorne hoch gezogen haben und voll abgegangen sind. Wir haben mit denen dann Party gemacht. Weil wir Funkmikrofone hatten, konnten wir von der Bühne runter und haben mit denen dann gesungen und so. Das konnte man machen, weil keiner da war. Die zwei haben uns halt so inspiriert, weil die hatten megamäßig viel Spaß, obwohl sie eigentlich an ihren Rollstuhl gefesselt waren. Das war einfach für uns – auch für mich – ein ziemlich tolles Erlebnis, dass man mal solche Leute voll begeistern kann und die halt geschwind von ihren Fesseln, von ihren Rollstühlen, befreien kann. Das war echt klasse.

Das würde ich mit Dui Pfeifel gerne noch erreichen:

Persönlich sage ich mal: ein paar Festival-Auftritte. Je größer, desto besser. Hier im Landkreis bei lokaleren Sachen, aber dass man auch mal raus kommt aus Baden-Württemberg. Hauptsächlich, dass wir auch mal ein bisschen größere Sachen kriegen. Dass immer viele Leute kommen, die man begeistern kann.

Was persönlich dann immer auf der Bühne zählt, ist: Wenn man oben steht und spielt seine Musik und die Leute gehen da unten einfach ab. Das macht mehr Spaß als alles andere. Dann ist die Musik eigentlich nur zweitrangig. Wenn man sieht, dass die Leute mit der Musik, die man selber erzeugt, Spaß haben und darauf tanzen können, macht das Spaß, dabei zuzugucken. Dann würde man am liebsten gar nicht mehr aufhören, zu spielen.

Den Dui Pfeifel-Fans möchte ich noch sagen:

Dass es mich jedes Mal freut, wenn man sie wieder sieht. Denn man sieht, dass es ihnen jedes Mal wieder Spaß, macht, wenn sie wiederkommen. Wir versuchen immer, irgend etwas Neues zu bieten. Wer öfters da war, kennt auch dann viele Breaks oder auch Abschnitte, wo man dann auch sagen kann: „Okay, da haben wir was Tolles gemacht“, oder: „Da haben wir das gemacht“. Dann finden die sich in den Liedern teilweise auch selber wieder.

Wenn man zum Beispiel genau weiß, da kommt jetzt ne heftige Stelle, dass man mal einen Stage-Dive runter macht oder so. Das ist echt cool. Wir wollen den Leuten sagen: Uns freut es total, wenn ihr mitkommt. Habt Spaß dabei! Wir spielen für euch. Ihr tanzt in dem Sinne quasi für uns – und uns macht es dadurch einfach megamäßig viel Spaß.

Ich glaube, wenn eine Band auf der Bühne steht – und auch, wenn 100.000 Leute da sind – und es bewegt sich keiner, dann macht es der Band irgendwann auch keinen Spaß mehr, wenn keiner mitzieht. Und wenn die Leute mitziehen, dann schaukelt sich die Band und das Publikum gegenseitig hoch. Wenn das Publikum abgeht, gibt die Band ein bisschen mehr. Das macht Spaß, dann kommen lockere Sprüche. Das findet dann das Publikum wieder toll – und dann geht das noch mehr ab. Das ist halt ein „Teufelskreis“, der sich nach oben steigern kann.

Danke auf jeden Fall für die ganze Unterstützung, die wir bisher gekriegt haben. Wir hoffen, dass das so weitergeht.

Okay, herzlichen Dank für die Antworten!

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