toolsANDtomatoes: Ralf Klemm – Schlagzeug
29 Oktober 2009 Eingestellt von: Gerhard 445 klicks Keine Kommentare
Name, Vorname, Nickname:
Also, ich heiße Ralf Klemm und mein Spitzname ist eigentlich Stöpsel. Manche sagen auch Ralle, aber das hat sich wieder ein bisschen gelegt.
Alter, Wohnort, Beruf bzw. Ausbildung:
Ich bin 23, wohne in Nagold und habe Industriekaufmann gelernt. Ich arbeite jetzt im Projekt-Management in einer kleinen Firma.
In der Band spiele ich:
Schlagzeug. – Meistens.
Frühere Bands, an denen ich beteiligt war:
Oh je, ich hab angefangen damals Musik zu machen mit einer Punkband. Also mit dem einen Freund, der da verstorben ist. Über den wir den Song geschrieben haben. Mit dem habe ich meine erste Band gehabt. Und dann bin ich eigentlich zu „tools“ gekommen. Dann gab es nebenher noch zwei so kleine Cover-Bands. Das hat sich aber alles so innerhalb von einem halben Jahr wieder aufgelöst. Und jetzt spiele ich nebenher noch in einer Metal-Band.
Musikalischer Werdegang:
Ich hab mit fünf Jahren Schlagzeug angefangen. – Ich hab eigentlich mit Musik gar nichts am Hut – ich spiele nur Schlagzeug! Ich habe mal ne Zeit lang noch E-Bass gespielt. Hab da auch mit dem Sven noch ein Nebenprojekt gehabt ne Zeit lang, wo ich Bass gespielt hab. Aber sonst eigentlich: Schlagzeug, Schlagzeug, Schlagzeug!
Musikalische Vorbilder sind:
Puh, eigentlich alle guten Schlagzeuger, die es so gibt. Es gibt einen Schlagzeuger, Mike Portman heißt der, das ist ein ganz abgefahrener Mensch, der macht schon ganz kranke Sachen. Dann die alten Größen wie John Bonham von Led Zeppelin zum Beispiel. Deep Purple. Jungs aus älteren Semestern, die zum Teil schon gar nicht mehr gibt.
Zur Band bin ich gekommen wegen / durch:
Ich habe den früheren Keyboarder Lukas beim CVJM in Nagold kennen gelernt, der war dort Mitarbeiter. Ich war damals nur Teilnehmer. Wir haben da als Band die Jugendgottesdienste begleitet, die da regelmäßig waren. Der Lukas meinte dann irgendwann, dass er ne Band hat und die braucht noch einen Schlagzeuger. Ich bin dann einmal mit zur Probe gegangen und so bin ich zu „tools“ gekommen.
Meine Hobbys sind:
Außer Schlagzeug eigentlich nichts. Es dreht sich eben alles um Musik. Wie gesagt, Schlagzeug, „tools“ und noch die andere Band nebenher. Ich helfe bei Musikvereinen aus, in der Big Band meines Vaters spiele ich auch noch ab und zu, wenn ich Zeit und Lust habe. Ich habe früher mal Handball gespielt, aber das ist jetzt auch schon lange her inzwischen. Nette Kneipentouren vielleicht mal ab und zu.
Wenn ich zum Essen eingeladen werde, wähle ich:
Schnitzel mit Pommes Frites und Soße.
Beim Trinken sage ich nicht nein zu:
Ein kühles Bier.
Im Kino / TV schaue ich gerne:
Eigentlich bin ich ein Voll-Freak von irgendwelchen bösen Horrorfilmen. Also so ganz böse Sachen wie, was weiß ich, „Saw“ und so weiter. Aber fernsehmäßig guck ich gerade die ganzen blöden Gerichtssendungen an. Weil die so was von doof sind…
Stephi: …und so schlechte Schauspieler haben…
Ralf: Genau! Und durch meine Freundin darf ich jetzt auch regelmäßig „Unter uns“ und – wie heißt das Andere noch? – „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ angucken. – Und die haben genauso schlechte Schauspieler! Also, das schmerzt, wenn man das anguckt. Aber sonst bleibt eigentlich für Fernsehen wenig Zeit. Wenn, dann Kino eben und da alles, was irgendwie interessant ist.
Im Radio / von CD höre ich gerne:
Wenn ich mal Radio höre, was selten vorkommt, dann SWR3 oder 107.7, weil da einigermaßen die Musik kommt, die man hören kann. Und ansonsten eigentlich alles, was irgendwie rockt und gut klingt. Momentan viele deutsche Bands wieder und auch viele kleinere Bands, die noch nicht so bekannt sind. Auch gerne noch so alte Rock Sachen aus den 80ern. Gerade so Deep Purple, Led Zeppelin und so Zeugs. Und ab und zu, muss ich gestehen, höre ich auch gerne Techno. Aber selten, ganz selten!
Meine Oma/Opa/Mama/Papa/Tante/Onkel/Schwester/Bruder sagte einmal zu mir:
Mein Lehrer hat damals immer gesagt: „Wasch dir die Füße, dass der Dreck wieder runter fällt und dass du wieder was hörst!“ – Und sonst? Das ist eigentlich schwierig. Mein Vater sagt immer: „Denk nie im Leben daran, dein Geld mit Musik zu verdienen, weil das sowieso nicht klappt!“
Mein schönstes Band-Erlebnis:
Auf jeden Fall der erste Gig damals. Das war am 15. März 2000 im Jugendcafé in Nagold. Das war irgendwie cool. Das war auch das Erste, von dem man sagen kann, dass es Band tauglich war. Dann die ganzen Touren. Wenn man mal ein ganzes Wochenende zusammen unterwegs ist und nur im Auto sitzt die ganze Zeit und eigentlich nur Sch… labert, oder mal irgendwelche Witze erzählt. – Was da mal ganz cool war: Wir hatten ein Konzert in Solingen gehabt. Damals noch mit dem alten Bassisten. Der Markus hat da noch gesungen. Sven hatte leider keine Zeit, wir waren nur zu dritt. Das war ne sehr coole Fahrt da hoch. Wir hatten einen Sprinter und haben die ganze Zeit nur Otto gehört. Das war ein sehr cooles Erlebnis – und unsere Bodensee-Tour, die ist auch schon drei Jahre her. Da sind wir dann danach – also Band und Ton- und Lichttechniker – noch in den Bodensee, das war auch sehr spaßig. Und unser Band-Urlaub vor einigen Jahren. Das war im Sommer irgendwo im Allgäu. Den ersten Tag hat’s geschneit. Und am zweiten Tag hat’s dann 20 Grad gehabt. Da haben wir draußen gegrillt. Und da gab’s Mäuse – böse Mäuse!
Das würde ich mit der Band gerne noch erreichen:
Auf jeden Fall die CDs verkaufen, die wir jetzt gemacht haben, alle! Und so viel wie möglich Gigs spielen. Jetzt dieses Jahr auf jeden Fall – und nächstes Jahr muss es eigentlich so weitergehen wie dieses Jahr und noch mal doppelt so viel werden. So ein, zwei, drei Festivals vielleicht wären ganz nett.
Bei welchem historischen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen?
Das habe ich irgendwann mal auf Eurer Homepage gelesen und gehofft, dass Ihr das nicht fragt! (Gelächter) Gut, historisch ist das zwar noch nicht ganz, aber ich wäre irgendwie gern auf der Beerdigung von Michael Jackson gewesen. Der Mensch war für mich – was da auch im Hintergrund alles passiert ist – musikalisch immer sehr cool. Das hätte mich irgendwie gereizt. – Und sonst? Der Mauerfall wäre auch ganz interessant. Der Pyramidenbau damals hat mich immer interessiert.
Bist du nach irgendetwas süchtig? (Alkohol, Nikotin, Schokolade, Internet…)
Kaffee auf jeden Fall. Was nicht so toll ist, ist vielleicht die Raucherei. Das ist aber halt irgendwie auch ne Sucht. Und Musik, definitiv! Egal wo, ob im Auto oder daheim, im Geschäft, zum Einschlafen, zum Aufwachen – immer irgendwo Musik.
Was bringt dich auf die Palme?
Wenn man mich nicht ausreden lässt. Es gab mal ne ganz schlimme Zeit, da hab ich versucht, irgendwas zu sagen und da hat mir keiner zugehört. Und das fand ich ganz schlimm. Aber inzwischen hat sich das gebessert.
Was macht dich glücklich?
Eigentlich alles! Keine Ahnung – wenn man mit irgendwelchen Menschen lachen kann. Gemeinsamkeiten, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist und ne nette Zeit hat und irgendwie viel lacht. Also Lachen finde ich ganz wichtig. Egal, wo man ist, ob das jetzt im Geschäft oder in der Band oder privat daheim ist. Das heißt, immer wenn es irgendwas zu Lachen gibt. Was mich auch immer glücklich macht ist, wenn ich alte Menschen sehe, die immer noch Spaß am Leben haben. Zum Beispiel meine Oma und mein Opa, die da noch mit 80 im Garten schaffen und da voll glücklich dabei sind. Das freut mich eigentlich auch immer. Dann denk ich: Vielleicht lohnt es sich doch noch, alt zu werden?
Hass- bzw. Lieblingsfächer in der Schule?
(Überlegt) Also Lieblingsfach war auf jeden Fall Englisch. Das hat mir eigentlich immer Spaß gemacht. Hass-Fach war definitiv Französisch. Lag aber wahrscheinlich nicht an der Sprache, sondern an der Lehrerin irgendwann. Was ich immer stressig fand, war Sport. Also Sport an sich fand ich nicht schlimm, aber wenn man danach noch Unterricht gehabt hat und ziemlich verschwitzt da rein sitzen musste. Ja, und so Sachen wie Mathe waren halt auch irgendwie nervig. – BWL, die ganzen Stressfächer halt.
Den Fans möchte ich noch sagen:
Kommt zu unseren Konzerten. Mit vielen anderen Menschen, damit die Bude voll wird. (Lacht) Kauft die CDs und bleibt wie ihr seid! Weil die Fans, die wir haben, sind vielleicht nicht allzu viele, aber die wir haben, sind cool! Und mit denen kann man auch mal gemütlich ein Bierchen trinken und Spaß haben.
Vielen Dank für die Auskünfte!
Stephi & Verena





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