toolsANDtomatoes – Das große Interview 2009 (3)
23 Oktober 2009 Eingestellt von: Gerhard 156 klicks Keine Kommentare
Jetzt wollen wir von einem von euch eine Story hören!
Mein Peinlichstes war, da haben wir in Lauda gespielt. Ich hab absolut nichts gehört. Ich hab zum völlig falschen Song den völlig falschen Text gesungen mit der völlig falschen Melodie. Das war Mega peinlich!
War das der, wo ich dann auch von der Bühne gegangen bin?
Nee, das war der davor. Aber da hatte ich nichts damit zu tun bei dem Song.
Das war dann irgendwie mein Fehler.
Das Publikum hat das dann natürlich gehört –und ich hab überhaupt nichts gehört, weil ich dachte, ich sänge richtig. Und irgendwann hab ich dann endlich gemerkt, dass es doch nicht der richtige Song war – das war absolut ne Katastrophe!
Wir haben uns auch mal ausgedacht bei einem Song im Takt zu hüpfen. Das haben auch alle eigentlich gut hingekriegt. Wie war das noch mal?
Tobi, du und ich sind gehüpft, alle drei gleich – und der André ist genau dagegen gehüpft. Er hat sich dabei sogar noch umgeschaut und hat sich gefreut und gegrinst, aber er hat’s ums Verrecken nicht hingekriegt, da den Schritt zu wechseln.
Aber nicht ein Mal! Du musst schon sagen, dass das öfter war.
Wobei ich natürlich lernfähig bin und ich hab’s dann mittlerweile rausgekriegt.
Tja, wir hüpfen nicht mehr!
Genau! (Gelächter)
Wir werden alt, wir hüpfen auch nicht mehr!
Ja, wobei ich finde: Das Peinlichste vom André war. Wo er ohne Mikro-Kabel gesungen hat. Und das Mädel vor ihm stand mit dem Mikro-Kabel und er es nicht gecheckt hat.
Aber das passiert nur dann, wenn man sich nicht hören kann auf der Bühne. Aber das sagen eigentlich alle Musiker, dass sie sich nicht hören können.
Das sagen eigentlich nur Keyboarder: „Könnt ich’s bitte lauter haben?“
Aber momentan flacht’s ab! (Er klopft auf Holz) Knock on wood!
Sagen wir mal so: Wir können inzwischen eher darüber lachen. Es gab Zeiten, wo wir das alles sehr, sehr ernst genommen haben. Mittlerweile sehen wir das auch irgendwie locker und es trägt zur allgemeinen Erheiterung bei.
Euer bisheriges Auftritts-Highlight?
Wenn man die letzten vier Wochen nimmt, in der Zeit, in der wir so zusammen spielen, dann würde ich sagen: S’Plättländ.
Es gab so viele Highlights und die sind alle unterschiedlich. Wenn wir jetzt mal aktuell bleiben, dann finde ich das so, das war schon echt cool.
Das ging alles so schrittweise. Wir haben uns immer Ziele gesetzt, wo wir spielen wollen und in welcher Zeit wir dort gespielt haben wollen – und das hat eigentlich immer funktioniert.
Nur mit „Rock am Ring“ noch nicht.
Und jedes Mal, wenn wir uns ein Ziel gesetzt haben: Nächstes Jahr wollen wir da spielen, dann hat’s auch funktioniert.
Und das war dann auch immer ein Highlight, jedes Mal. Auch wenn’s nur ein kleiner Club war, der aber irgendwie etwas Besonderes war.
Ich finde, das liegt auch am Gesamt-Dings. Wie die Menschen sind, die man da hat. Wie das Publikum mitgeht, wie man vielleicht auch selber spielt an dem Abend.
Ja, ich finde, eigentlich jedes Konzert ist irgendwie cool. Oder die meisten sind irgendwie Highlights. Es gibt jetzt nicht irgendwie eines, das super heraus sticht in den zehn Jahren bei mir.
Was habt ihr nebenher für Berufe?
„Nebenher“ ist gut – das ist vielleicht andersrum! (Gelächter)
(Stephi und Verena überlegen, ob sie diese Frage in die Einzel-Interviews verlegen sollen.)
Stephi: Ihr habt doch damals beim Christmas Rock 2007 Einzel-Interviews gemacht, oder?
Weiß ich nicht, da war ich nicht dabei.
Stephi: Bestimmt habt ihr das gemacht. Wenn der Gerhard interviewt, dann macht er das immer.
Nö, eigentlich nicht, nicht dass ich wüsste!
Dann machen wir das doch mal!
Stephi: Okay, dann machen wir das nachher!
(Anmerkung von Gerhard, der das ganze Interview jetzt abtippt: Anno 2007 war ich noch als Einzelkämpfer unterwegs – da war’s noch nix mit Einzel-Interviews, sorry! :-) – Ich hab außer tAt am selben Tag auch noch Freequency und Sacrety interviewt und „nulltarif“ den ganzen Tag begleitet – vom Aufbau / Soundcheck über Merchstand, Auftritt und Autogrammstunde bis zum späten Ende – und alles in Wort und Bild dokumentiert…)
Was war das bisher süßeste Fan-Geschenk, das ihr bekommen habt?
Polly!
Polly auf jeden Fall, ja.
Polly ist ein Stoff-Papagei „auf Crack“! (Lachen)
Ja, das war auf Tour in Heringen bei Bad Hersfeld. Das war in so nem alten Kino.
Da gab’s viele Stofftiere irgendwie.
Und das tollste haben wir bekommen!
Stephi: Habt ihr den noch?
Ja, irgendwo ist der noch eingecaged – damit er nicht wegfliegt!
Den gibt’s noch, dem geht’s ganz gut!
Wie war eure Studio-Zeit von eurer neuesten CD?
Geil!
Ja!
Das ist jetzt die Frage, wie genau ihr das jetzt wissen wollt. Also, es ging relativ zügig am Anfang. Mit dem Schlagzeug haben wir angefangen. Ich hab so ein bisschen Pilot-Gitarre mit eingespielt und war dann Spur 1 so in nem Tag damit fertig. Das ist schon irgendwie krass – mit 13 Songs und es lief echt super! Dann kam kurz darauf der Sven, der hat auch einen Tag mit dem Bass gebraucht. Und dann hatte ich irgendwie so ein bisschen Bammel, denn ich hab keinen Tag gebraucht. Aber ich hab auch mehrere Spuren gemacht und so.
Sven: Ich hab auch erst sechs Wochen Bass gespielt.
Ja, gut, das muss man auch sagen, Sven ist kurz davor erst auf Bass umgestiegen.
Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir sind zum ersten Mal mit eigenem Equipment im Studio gewesen.
Das war schon geil.
Gesang war dann spannend.
Ja, Gesang war ganz lustig…
Gesang ging ne Woche? (Gelächter) Ne, er hat’s echt gut gemacht!
Also Spaß gehabt haben wir auf jeden Fall wie d’Sau und wir haben geschwitzt wie d’Sau (Schwäbisch für die höchste Steigerungsform, die es gibt).
Es war richtig warm.
Der André hat in so ner kleinen Kabine eingesungen.
Ja, es war echt ne sehr, sehr schöne Zeit!
Es ist auch was Gutes dabei raus gekommen. Die Jungs von „Ruuf Records“ waren super cool drauf.
Vor allem der Tobi (Tobias Kurrle) hat das jetzt gemacht, die Aufnahmen. Der lag mit uns da ziemlich auf einer Wellenlänge, was jetzt Sounds angeht und was irgendwie Ideen angeht. Also das war jetzt irgendwie schon: Kurz angucken, aha, okay, ich hab gerade den gleichen Gedanken – und das lief echt gut. Vor allem jetzt auch beim Gesang oder so. Wenn man sich da irgendwie noch ne Zweitstimme überlegt hat oder so, das war schon cool. Da hat er auch noch viele Ideen gehabt.
Das war schon ne schöne Zeit auf jeden Fall.
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