Standby im Interview beim Indie Open 2009
30 Juli 2009 Eingestellt von: Gerhard 121 klicks Keine Kommentare
Die Fragen stellte Gerhard
Wie seid Ihr auf den Bandnamen gekommen?
Das weiß niemand. – Irgend jemand hat das in die Runde geworfen und weil uns nichts Besseres eingefallen ist, haben wir es dann genommen. – Ja, ich glaube, das Problem ist: Uns gibt’s schon ewig. Das ist wie so ein fließender Übergang. Wir haben mit zwei Leuten angefangen, schon vor Ewigkeiten, dann sind immer mehr dazu gekommen, und irgendwann haben wir halt gesagt, wir brauchen einen Namen. Uns ist halt echt nichts eingefallen, und dann haben wir diesen Namen eben genommen. Der gefällt uns jetzt zwar nicht mehr so gut, aber den Namen zu ändern wäre ja auch blöd bei dem ganzen Merchandising.
Bedeutung des Bandnamens?
Ruhezustand oder so was. – Hat aber für uns keine Bedeutung in dem Sinne. – Das ist so zum Spaß einfach.
Singt Ihr deutsch oder englisch – und warum?
Ja, ich würde sagen: beides. Die allermeisten Lieder sind auf Englisch, aber wir haben jetzt auch einen Song, der ist auf Deutsch. – Dasa kommt darauf an, wie wir Lust haben. Wenn wir meinen, der Text wird gut, dann schreiben wir ihn auf Deutsch. Wenn wir meinen, der Text wird vielleicht nicht ganz so gut, dann nehmen wir Englisch, weil man das nicht so gut versteht.
Seit wann gibt es Euch als Band und wie habt Ihr Euch „gefunden“?
Wir haben uns alle über die Schule gefunden. Als Band gibt es uns vielleicht seit einem Jahr ungefähr. Und davor – wir haben ja, wie gesagt, mit zwei Leuten angefangen, dann sind es immer mehr geworden, welche sind gegangen, welche gekommen, und irgendwann – so wie jetzt in der Besetzung gibt es uns seit gestern!
Premiere heute?
Ja, wir haben jetzt einen Gitarristen weniger. – Gerade aus dem Grund: Ich bin ja der Sänger und ich kann auch Gitarre spielen, und das ist dann viel praktischer, wenn ich dann halt auch Gitarre spiele und singe. Drei Gitarren klingt dann auch ein bisschen seltsam.
Wie seid ihr ans Indie Open geraten?
Wir haben den Contest gewonnen. – Zusammen mit „Rescue the Fiction“.
Welche Auftritte habt Ihr schon hinter Euch? – In der Besetzung natürlich noch keinen…
Ja. Aber davor war schon Avanti Dilletanti im JaB am 12.12. – Sämtliche Jugendhäuser haben wir gespielt. Also wirklich: Von Ostfildern bis nach Kirchheim. Praktisch im Kreis rum. – Mit Parkhaus. – Ja, das war geil! Parkhaus war eine der letzten Bands, die wir auf der Homepage vorgestellt haben. – Okay, Auftritts-Highlights bisher? Der Indie Open Contest. – Der war stimmungsmäßig der Hammer. – Das Indie Open Turnier war brutal geil. Es waren auch viele Leute da von uns. Also nicht gerade von uns, aber die sind trotzdem alle abgegangen. Da war einfach voll die Stimmung und der Sound hat auch gepasst.
Und dann habt ihr auch noch gewonnen – das ist nicht schlecht!
Ja!
Welche Auftritte stehen an?
Das Boihinger Open Air. Dann gibt es ne längere Recording Pause.
Wo würdet Ihr gerne noch auftreten?
Okay, das ist so ne Sache, wo wir gern auftreten würden… Ich denke, wir arbeiten uns jetzt mal hoch und gucken, wo wir Locations kriegen. – Müssen wir einfach mal realistisch sein: Im Live Club in Wendlingen zum Beispiel. – Einfach ein bisschen größere Sachen, so wie jetzt beim Indie Open zum Beispiel. – Das ist die größte Bühne, wo wir heute spielen. – Wobei die im (Jugendhaus) Zinsholz auch sehr groß war, aber die war nicht so breit und lang.
Wie würdet Ihr Euren Musikstil beschreiben?
Das ist jetzt schwierig! – Alternative Punk-Rock. – Wir machen alles, worauf wir Lust haben. Von Crossover-Metal über Punkrock, Rock, Pop… – Ich würde das einfach als Alternative beschreiben im Prinzip. – Die wenigsten Bands ordnen sich in einen Musikstil ein. Die sagen einfach: „Wir sind wir!“ Wir sind eigentlich auch wir – also. Wir machen das, wozu wir Lust haben. – Wir haben halt total viele Einflüsse. Weil jeder von uns was anderes hört im Endeffekt. – Wir wollen uns einfach nicht auf etwas beschränken. – Das finde ich scheiße, wenn ne Band irgendwie sagt: „So, wir machen Punkrock – und wir machen jetzt nur Punkrock!“ Wenn ich dann irgendwie Lust habe, was Langsameres zu spielen, ist gleich die Band am Arsch. – Wir haben eigentlich ziemlich viele verschiedene Songs. Der eine zum Beispiel ist ziemlich klassischer Rock, der andere schon eher ziemlich Punkrock. Wir haben Crossover-Songs, Popsongs, …
Gibt es schon eine „Fanbase“?
Ja, natürlich! – Die haben alle T-Shirts von uns. – Und Buttons. – Das fände ich auch toll, wenn man im Interview erwähnt, wie toll unsere Fans sind. Ich finde die alle super-toll!
Da gibt’s am Schluss noch die Möglichkeit…
Dann ist es gut!
Gibt es Rückmeldungen von Fans, wenn ja, wie oder welcher Art?
Vom Sound her hat an manchen Gigs noch nicht alles gestimmt. Das liegt einfach daran, dass wir noch nicht genug Erfahrung haben. – Wir spielen auf 50 Watt Combos, also einem nicht so besonders guten Verstärker. – Die meisten Leute, die bisher irgend etwas zu uns gesagt haben, das waren eigentlich immer positive Rückmeldungen.
Wie läuft bei Euch eine Bandprobe ab? (Wann, wie oft, wer, wie lange, …)
Das kommt ganz darauf an, ob wir in nächster Zeit nen Gig haben oder nicht. Wenn wir nen Gig haben, dann spielen wir die Setlist zwei bis drei Mal durch. Damit wir’s einfach drauf haben. Wenn wir aufnehmen oder neue Songs haben, dann spiele ich die den andern einmal vor, weil ich die meisten neuen Songs komponiere. Und dann trägt jeder was dazu bei. Dann wird ein bisschen gejammt. – Die Standard-Probe, wo es keine neuen Songs oder Aufnahmen oder ähnliches gibt, ist zwei Mal die Woche drei Stunden.
Wer sorgt für die Texte und / oder Melodien?
Die Songs kommen von mir, die Texte schreiben wir meistens zusammen. – Wobei ich in der Regel das Meiste mache, würde ich sagen. Ich hab zwar nicht immer so gute Ideen, aber ich kann halt ganz okay Englisch, denke ich. Ja, Tobi hat auch Eltern, die aus England kommen.
Das ist gut. Dann habt ihr einen „native Speaker“ dabei.
Ja. Genau. – So halb.
Habt Ihr einen Band-Manager?
Wir haben Moritz. – Das wär in dem Fall ich. Aber was heißt Management? Ich mach halt das ganze Merchandising. Ich bestelle das und versuche, irgendwie an Gigs zu kommen. Ich koordinier die Proben und so. Aber jetzt, so ein richtiges Management haben wir nicht.
Eure Homepage:
Wer gestaltet die Page?
Unser Moritz.
Wie kann man Euch für Auftritte buchen?
Auf der Homepage stehen E-Mail Adressen und Telefonnummern und alles – einfach da fragen.
Habt Ihr besondere Zielsetzungen für Euch als Bandmitglieder bzw. für die Band an sich?
Ich will mal mit Itchy Poopzkid spielen! – Also ich hab für mich das Ziel, dass ich vor allem live noch sehr viel Erfahrung sammle, auch instrumental und so was. Mir ist es wichtig, dass ich instrumental besser werde live. – Ja, ich würde sagen, wir machen das einfach, um besser zu werden. Zum Beispiel jetzt die neue CD: Wir sammeln einfach Erfahrungen, damit wir es später noch besser machen. – Genau!
Was würde Ihr den Fans bzw. Lesern gerne noch sagen?
Dass sie ganz toll sind – und danke schön! – Vielen Dank für den Support! – Nicht so viel saufen bitte! – Das ist echt wichtig, dass man so ne kleine Fan-Base hat. Und die, die zu den meisten Gigs kommen: Das finde ich einfach klasse, dass die sich die Zeit nehmen und das Geld auch! – Ich finde es auch echt super, dass heute welche gekommen sind, gerade bei dem teuren Eintrittspreis. Okay, da spielen ja auch mehrere Bands, das ist ja logisch, das dauert auch recht lang. Aber ich find’s einfach toll, dass die das bezahlt haben. Das zahlen auch nicht die Eltern oder so. Das ist für die Jugendlichen nicht immer ganz ohne.
Vielen Dank für die Auskünfte!
Foto von Gerhard





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