»Wake Up« aus Weilheim im Interview
31 März 2010 Eingestellt von: Gerhard 817 klicks Keine Kommentare
Die drei Jungs von »Wake Up« aus Weilheim, Notzingen und Holzmaden haben den 2. Band-Contest des Wo?!Festivals 2010 für sich entschieden und dürfen am 14. oder 15. Mai dieses Mega-Event rocken. Wir sprachen mit den 14-jährigen Musikern im Anschluss an den Wettbewerb im Jugendhaus Zentrum Neuffenstraße in Wendlingen. Die Fragen stellte Leonie.
Wie seid Ihr auf den Bandnamen gekommen?
Das war eigentlich etwas sehr Lustiges, denn unser erstes Konzert war Ende Oktober (2009), und da haben wir für die Flyer und so ganz schnell einen Bandnamen gebraucht. Wir haben ziemlich lange überlegt und sind auf nichts Gescheites gekommen, weil wir einfach etwas wollten, was gut ist und was auch zu uns passt.
An dem Tag, an dem wir die Flyer in der Kirche abgeben mussten, weil wir da alle Konfirmanden waren – außer Alex –, hat unser Pfarrer irgendetwas von „Aufbruch“ gepredigt, was ja auf Englisch „Break Up“ heißt. Da haben wir uns zusammengesetzt und überlegt: „Okay, sollen wir jetzt irgendetwas mit »Break Up« nehmen?“ Und daraus ist dann »Wake Up« geworden.
Singt Ihr deutsch oder englisch – und warum?
Wir singen englisch. Ich habe selbst kaum Bezug zu deutschsprachigen Bands. Ich glaube, du hörst die Ärzte? (Zeigt auf ein Bandmitglied)
Manchmal!
Ich finde, Englisch versteht eigentlich fast jeder. Beim heutigen Konzert waren sogar Franzosen da. Deshalb singen wir englisch.
Seit wann gibt es Euch als Band und wie habt Ihr Euch
„gefunden“?
Es gibt uns schon ungefähr ein Jahr und wir haben uns durch die Schule gefunden. Flo und Dani gehen in meine Parallelklasse. Ein Freund von mir hat mal gesagt, da gäbe es einen, der Bass spielt und einen Gitarristen in der Para-Klasse – und dann haben wir uns eben mal getroffen und eine Probe abgehalten. Dann haben wir gesagt: „Ja, machen wir mal ein Konzert – und mal sehen, wie’s wird!“
Gerhard: Wo geht ihr in die Schule?
Ins Schlossgymnasium Kirchheim/Teck.
Dani: Florian und ich haben davor schon in einer oder in zwei Bands zusammen gespielt. Und dann wollten wir halt einfach mal wieder zusammen Musik machen.
Habt ihr schon irgendwelche tollen Auftritte hinter euch oder was habt Ihr für Auftritte schon gehabt?
Das war jetzt unser vierter Auftritt. Unser allererster Auftritt war Ende Oktober bei der Churchnight in Weilheim-Egelsberg. Da haben wir auch zum ersten Mal mit Existing gespielt. Dann haben wir auch die Anfrage vom OJA, also der „Offenen Jugend-Arbeit Holzmaden“ bekommen, ob wir nicht mal bei ihnen spielen wollen. Das haben wir gemacht. Und beim Existing Abschluss-Konzert durften wir dann auch noch spielen. (Anmerkung der Redaktion: Siehe unseren Bericht.) Das war letzte Woche. – In der Kirche haben wir noch einmal was begleitet und drei eigene Lieder gespielt.
Was habt ihr jetzt in nächster Zeit so für Termine? Stehen da schon welche an – außer dem Wo?!Festival?
Im Moment ist das nur das Wo?!Festival. Wir lassen uns jetzt wieder ein bisschen mehr Zeit für die Schule, weil jetzt wieder viele Arbeiten anstehen und so. Aber dann geht es auf jeden Fall weiter. Wir planen schon den nächsten Studio-Aufenthalt und so…
Auf jeden Fall!
Ihr habt ja bestimmt irgendwelche Träume, wo Ihr gerne mal auftreten würdet…
Ja, klar! Also, Rock am Ring! (Gelächter) Und sonst halt in ganz Deutschland…
Ja – wenn’s gut wird, auf der ganzen Welt!
Okay, das ist aber noch ein langer Weg!
Wie würdet Ihr selbst Euren Musikstil beschreiben? Oder gibt’s da überhaupt einen?
Wir orientieren uns eigentlich am ganz klassischen Punkrock. Wahrscheinlich sind wir nur ein bisschen poppiger.
Probt ihr regelmäßig? Habt ihr einen Proberaum – und wie läuft dann so ne Probe bei euch ab?
Wir haben einen Proberaum bei Daniels Oma im Keller. Das ist ein ziemlich großes Haus – und auch eher ein Verließ unten, deshalb ist das auch ziemlich dicht alles vom Lärm her. Dann stört es auch die Nachbarn nicht so. Wir proben nicht regelmäßig, aber so oft wie möglich halt. Ein bis zwei Mal pro Woche sollten wir… Wenn’s halt mal nicht klappt wegen dem Lernen, okay, aber sonst proben wir so oft wie möglich.
Bei der Probe spielen wir normalerweise die Setlist vom nächsten Konzert durch und proben dann immer so lange, bis wir alle zufrieden sind. Und danach essen wir Kuchen! (Lacht)
Wenn wir Fehler finden, dann klären wir das auch.
Wir gucken halt, was noch nicht so gut klappt. Und dann spielen wir das noch mal an.
Wer sorgt bei euch für die Texte und / oder Melodien?
Das bin ich, der Dani. Ich schreibe regelmäßig die Songs und bringe sie zu den Proben mit.
Wir haben jetzt aber vor, dass wir auch mal einen „Song-Writing-Day“ machen. Dass wir uns – vielleicht sogar ein paar Tage hintereinander – mal treffen und dass wir dann mal zusammen die Songs schreiben. Damit wir andern auch mal ein bisschen den Überblick behalten und nicht immer nur der Dani sagt: „Das kommt da und da…“ Dann wissen auch wir sofort, was wir spielen sollen. Damit das nicht immer alles nur der Dani machen muss – das ist auch irgendwann stressig für ihn.
Wie kommst du so auf die Song-Ideen? Fallen die dir einfach so ein oder setzt du dich hin und denkst dir: „Ja, ich muss jetzt unbedingt einen Song schreiben!“
Dani: Das ist eigentlich gar nicht so einfach, weil man meistens Songs nicht so gut schreiben kann, wenn man sich hinsetzt und sagt, ich muss jetzt nen Song schreiben. Ich mache das so: Ich setze mich mit meiner Gitarre hin, vielleicht zwei Stunden oder so, spiele dann irgendwelche Melodien, irgendwann kommt was Gutes raus – und dann summe oder singe ich irgendeine Melodie, die gar keinen Sinn macht – und irgendwie denke ich mir dann dazu einen Text aus. So entstehen unsere Lieder.
Habt Ihr so etwas wie einen Band-Manager oder jemanden, der euch da immer unterstützt und hilft?
(Gelächter) Wir kümmern uns eigentlich selber um alle Konzerte und so. Aber – der Micha (Anmerkung der Redaktion: Micha ist beim Interview dabei und stellt die Nachricht vom Sieg von »Wake Up« samt Foto nebenher bei Facebook ein), der hat uns echt ziemlich geholfen mit Merchandise-Zeug, mit T-Shirts und Buttons und mit den CDs. Das ist unser „Supporter“.
Habt ihr auch ne Homepage oder ne MySpace-Seite oder so was?
Wir haben eine MySpace-Seite: www.myspace.com/wakeupweilheim . Die ist auch noch verlinkt mit www.wakeup.de.tt .
Wir haben da viele Lieder rein gestellt, die jeder bei Bedarf anhören kann, und auch noch ein paar Sachen über uns, damit jeder informiert ist, was wir gerade so machen. Und die Konzert-Daten natürlich!
Zurzeit entsteht auch unsere offizielle Wake Up Page. Die ist gerade in Bearbeitung und wir vielleicht in zwei bis drei Wochen online sein.
Wer macht die?
Die macht mein Kumpel! (Lacht) Der heißt Dennis.
Habt Ihr irgendwelche ganz besonderen Ziele für Euch als Band oder macht ihr das jetzt erstmal so „Hobby mäßig“? Oder wollt ihr das dann später auch beruflich machen und berühmt werden?
Wir wollen es auf jeden Fall versuchen, mit Musik erfolgreich zu werden. Wir spüren gerade, wie viel Spaß es macht, auf der Bühne zu sein und wie viel Energie uns das gibt. Deswegen wollen wir auf jeden Fall so was in der Art später mal machen. Wenn es nicht klappen sollte, kann man ja immer noch was Anderes tun.
Was würde Ihr den Fans bzw. Lesern gerne noch sagen?
Wir sind ziemlich stolz auf ein paar Fans – ich weiß nicht, ob wir die jetzt schon „Fans“ nennen können – die aber schon zu fast allen Konzerten und jetzt heute extra nach Wendlingen gekommen sind. Obwohl das eigentlich ziemlich ungeschickt war, weil die gerade Franzosen da hatten und so. Das war echt gut. Deswegen: Vielen Dank an alle, die das lesen und vielen Dank an alle, die da waren! Und an alle, die unsere CDs kaufen.
Gerhard: Schlussfrage: Habt ihr Instrumentalunterricht gehabt oder so was? Gesangsunterricht?
Dani: Ich, der Gitarrist und Sänger, habe mir alles selbst beigebracht. Ich hatte nie Unterricht.
Alex: Ich habe seit acht Jahren Schlagzeugunterricht. Bis jetzt aber eigentlich nur so Klassik-Schlagzeug ohne besondere Musik-Richtung. Und jetzt bin ich gerade auf dem besten Weg, glaube ich, Punkrock-Schlagzeug richtig anzufangen und dann hoffen wir, dass das so langsam auch wirkt.
Flo: Ich hab mir das Bass-Spielen selber beigebracht, wobei mein Vater auch Bass spielt und er mir dann einiges gezeigt hat.
Vielen Dank für die Auskünfte!





Kommentar hinterlassen