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Open Air mit Tadday und der Stubi Live Band

1 August 2009 Eingestellt von: Gerhard 104 klicks Keine Kommentare

bei der Versöhnungskirche Nürtingen am 26.07.2009

Stubi

Von Stephi

Wenn Ilses Stehlampe mal wieder zu einem Unplugged-Gig einlädt, kann es eigentlich nur gut werden. Und das war auch diesmal so.

Nach dem ich noch den ganzen Morgen und Nachmittag bei den Jugendtagen auf dem Schmalenberg verbracht hatte, war ich eine halbe Stunde zu Hause, um meine Kamera und diverse andere Sachen zu holen die man halt so braucht und bin dann mit teilweise „leichten“ Geschwindigkeitsüberschreitungen (Geschwindigkeitsüberschreitungen sind echt nicht sonderlich cool. Also bitte nicht nachmachen) nach Nürtingen gefahren.

Dort angekommen (man konnte schon von weit weg die Musik hören) hab ich mich gleich mal auf die Suche nach Freundin und MusikFuerUns Kollegin Nedde gemacht. Hab sie auch gleich in der zweiten Reihe gefunden und während ich mich hingesetzt hab, hat Martin, der Sänger der Stubi Live Band, gerade erklärt in welchem Takt man für den nächsten Song klatschen muss, der mehr oder weniger offiziell der Dumdida-Song genannt wird. Jedenfalls hatte ich mich gerade hingesetzt, da hat der Martin mich auch schon gesehen: „Und die Stephi darf auch gleich mitklatschen.“ Durch diese persönliche Aufforderung fühlte ich mich natürlich total geehrt – und hab dann natürlich auch gleich mitgeklatscht, denn wenn man zu spät kommt, muss man das ja irgendwie wieder ausgleichen können… Aber insgesamt hab ich nur etwa 1/3 vom Stubi Live Band Konzert verpasst. Ich denke das hält sich noch in Grenzen.  :D

Wer die Stubis schon einmal live gesehen hat, weiß, dass der Micha, der Bassist der Band, immer einen tollen grünen Schnellhefter auf der Bühne hat. Das hat aber nichts damit zu tun, dass er die Lieder nicht auswendig kann (er kann sie nämlich auswendig!), sondern weil er sich damit sicherer fühlt. Ich hab auch gehört, dass man sich bei Klassenarbeiten sicherer fühlt, wenn man sich einen Spickzettel schreibt und den dann in den Schuh steckt – ihn also nicht benutzt, aber dabei hat. Hab es aber noch nie ausprobiert. Vielleicht sollte ich es mal testen. ;-) Kann man das irgendwie damit vergleichen? Ist im Prinzip auch egal, denn eigentlich wollte ich etwas anderes erzählen. Beziehungsweise etwas zitieren – von Martin: „Irgendwann können wir den Schnellhefter wirklich nicht mehr von der Bühne nehmen – weil wir so berühmt dafür sind.“ Der grüne Schnellhefter wird dann das Markenzeichen. :D

Aber weg von grünen Schnellheftern. Ansonsten gibt es noch zu erzählen, dass Schlagzeuger Tobi sich beim Song „Summer Life“ ziemlich verrenken musste. Beeindruckend wie er das gespielt hat – und dafür hat er natürlich noch ne ordentliche Portion Applaus bekommen vom Publikum.

Genau vor den Glockenschlägen um 19 Uhr war einer der letzten Songs zu Ende. Martin: „Hhm, Dietmar? Wie viel Zeit haben wir noch? Reicht es noch für ein oder zwei Songs?“ Dietmar: „Fünf Minuten habt ihr noch.“ Martin: „Wann beginnt der Gottesdienst?“ Dietmar: „Um 19:15 Uhr“. Martin: „Dann haben wir aber noch 15 Minuten Zeit.“ Dietmar: „Aber die Leute müssen doch auch noch in die Kirche gehen.“ Martin: „Also 14 Minuten und 1 Minute zum rein gehen.“ … Das war eine der besten Konversationen des Abends. ;-)

Die Zeit reichte dann noch für den einen oder anderen Song und um 19:15 Uhr sind dann auch alle wirklich in die Kirche gegangen. Das war nämlich etwas Spezielles an dem Tag: Nicht nur ein Konzert, sondern auch noch ein Gottesdienst dazwischen. Erst Stubi Live Band, dann Gottesdienst und nach dem Gottesdienst dann Tadday. Auch eine interessante Kombination. Mir hätte diese Kombination auch ganz gut gefallen, aber ich gebe ehrlich zu, dass ich dann in der hintersten Reihe im Gottesdienst fast eingeschlafen wäre… War vielleicht doch ein bisschen zu wenig Schlaf in letzter Zeit. Peinlich, peinlich.

Die Worship-Songs in der Kirche waren aber ganz gut. Die haben mich dann doch noch einigermaßen wach gehalten. Die Predigt fand ich aber ehrlich gesagt nicht so toll. Ich kann auch gar nicht sagen um was es eigentlich ging. Das liegt aber nicht daran, dass ich müde war, sondern daran, dass der Prediger immer wieder Gedankensprünge gemacht hat und man am Ende gar nicht wusste, auf was er jetzt eigentlich hinaus wollte. Während es am Anfang noch um die evangelische Kirche und die katholische Kirche ging, ging es gegen Ende dann ums Abendmahl. Und irgendwo zwischendrin um Glaube und was Glaube überhaupt ist. … Ich fand es etwas verwirrend, aber es kann auch nicht jeden Tag gute Predigten geben.

Nach dem etwa einstündigen Gottesdienst ging es dann wieder raus auf den Hof, wo sich Tobias Tadday mit seinem Schlagzeuger und seinem Bassisten schon bereit machte für sein Konzert. Tadday hab ich noch nie vorher gesehen, nur von ihm gehört und das ein oder andere Lied auf MySpace mal angehört, deshalb wusste ich noch nicht so ganz, was mich erwartet.

Neben und vor mir hatte ich eingefleischte Tadday-Fans sitzen: Kilian Mohns, Frieder, Ergi, Josua (die alle auch in einer Band spielen. Siehe Existing / KMD / CEiL) und noch einige andere Leute. Das machte die Sache noch mal besonders lustig.

Und mit dem Ergi hatte ich quasi die dritte Backgroundstimme (neben dem Schlagzeuger und dem Bassisten von Taddays Band) neben mir sitzen. Was aber voll der Luxus war, weil Ergis Stimme einfach perfekt zu Taddays Songs gepasst hat.

Tobi Tadday aus Hamburg ist schon ziemlich lässig drauf. Ich denke, das kann man so ausdrücken. Allerdings hab ich bei den ersten paar Songs noch so gedacht: „Joa, hört sich schon ganz gut an.“ Aber spätestens nach dem Song „Tach Zusammen“ hat er mich dann auch mitgerissen. Und ich glaub das war nicht nur bei mir so. Im Lauf der Abends hat es immer mehr Leute gepackt, bis beim letzten Song, „Kopfschlagen“, den sich das Publikum gewünscht hat, dann so gut wie alle aufgestanden sind und getanzt haben. Was es nicht alles gibt bei Unplugged-Konzerten. ;-)

Weil ich den Martin von der Stubi Live Band vorhin zweimal zitiert hab, zitiere ich den Tadday jetzt auch mal. Der hatte nämlich während der ersten Songs immer seine Sonnenbrille auf. Dann hat er sie schließlich doch abgenommen und gemeint: „Das kommt jetzt doch ein bisschen arrogant mit der Sonnenbrille, nich?“.

Ansonsten gibt es noch die „Das war das geilste Konzert, das ich jemals erlebt hab“ – Aktion. Tadday hat kurz vor der Zugabe gemeint: „Es wäre voll cool, wenn ihr alle auf meiner MySpace Seite vorbei schauen würdet und da rein schreibt: Das war das geilste Konzert, das ich jemals erlebt hab.“ … Das haben wir tatsächlich getan. Insgesamt stehen auf MySpace jetzt sieben Einträge. ;-)

Siehe: http://www.myspace.com/tadday – Da könnt ihr auch Songs von ihm anhören.

Also das wäre es soweit von dem Open Air Konzert mit den Stubis und Tadday.

Vielleicht sieht man sich ja beim Open Skys? (Nein, ich mache NIE Schleichwerbung.)

Stephi

Fotos von Stephi.

Jede Menge weiterer Fotos gibt es auf Myspace:

http://www.myspace.com/musikfueruns

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