Bandcontest des Kultur Open Air Festivals
5 Februar 2010 Eingestellt von: Gerhard 880 klicks 3 Kommentare
…im Mehrgenerationenhaus Linde in Kirchheim / Teck am 30.01.2010
Von Gerhard
Das Organisationsteam des MGH Linde hatte eingeladen – und fünf Bands aus der Region kamen, um sich mit einem kurzen Gig für das diesjährige Kultur Open Air Festival nahe Weilheim zu bewerben. Begrüßt und bestens unterhalten wurden Bands und Publikum zunächst mal und immer wieder zwischendurch von Moderator „Fränk da Tänk“, der auf humoristische Art und Weise die nötigen Infos an den Mann bzw. die Frau brachte.
Dass er sogar musikalisch etwas drauf hat, bewies „Fränk“ mit dem Rap „Ein Korb“, bei dem das Publikum heftig mitsang und so schon mal in die nötige Stimmung für den eigentlichen Contest kam.
Den gelungenen Start in den Wettbewerb lieferte die erst vor einem halben Jahr gegründete Formation „My Little Rockstar Dream“ ab, die laut Plakat aus Kirchheim kommt. Eifrige „Musik für uns“ – Leser wissen aber, dass die Bandmitglieder Frieder Rexer (Schlagzeug), Thomas Henka (Gitarre) und Josua Nilkens (Gitarre) aus dem nahen Holzmaden stammen, das Geschwisterpaar Charlotte (Bass) und Kilian Mohns (Gesang) kommt aus Neckartailfingen.
Die fünf Bandmitglieder rockten sofort los, dass es eine wahre Freude war. Die englischsprachigen Songs kamen beim Publikum gut an, so dass viele Zuschauer eifrig „mitgingen“. In einer kleinen Überleitung zwischen zwei Songs erklärte Sänger Kilian, dass sie erst am Tag zuvor die Zusage für den Contest bekommen hatten, weil eine andere Band kurzfristig ausgestiegen war.
Fehlende Vorbereitungszeit hin oder her – „My Little Rockstar Dream“ legte im zweiten Song noch einen drauf und das Schlagzeug hämmerte den Takt zum Steinerweichen. Der darauf folgende Song war eine gefühlvolle Ballade, bei der erst
Bass, Gitarre und Gesang erklangen und erst später die restlichen Bandmitglieder zum Einsatz kamen. Der vierte und bereits letzte Song dieser Gruppe war wieder von der rockigen Sorte und überzeugte wie auch die Performances davor Jury und Publikum gleichermaßen.
Die vier Punkrocker von „Missing Brake“ aus Kirchheim setzten den Contest mit ihren Darbietungen fort. Ihre rockigen Songs in englischer Sprache heizten dem Publikum gehörig ein – und so dauerte es nicht lange und vor der Bühne wurde gepogt, dass es einem unbedarften Beobachter um die Gesundheit der Protagonisten Angst und Bange werden konnte. Beim zweiten Song, in dem es inhaltlich darum ging, „alles Alte hinter sich zu lassen“, tanzten die Punks vor der Bühne Arm in Arm, zu zweit im Kreis – aber auch der Pogo wurde wiederum gepflegt und zarte Versuche beim „Headbanging“ wurden beobachtet.
Das dritte Lied war gemacht für den Einsatz der Feuerzeuge im Publikum: eine gelungene Ballade mit Atem raubendem Gitarrensolo. Aber kurz darauf ging es auch schon wieder sehr rockig zu, was man nicht nur am wilden Gepoge vor der Bühne beobachten konnte. Nach weiteren Songs, in denen es unter anderem auch mal um „Aufruhr“ ging, und der Vorstellung der Bandmitglieder durch den Schlagzeuger wurde die Truppe von lauten „Zugabe“ – Rufen überhäuft, denen sie auch gerne nachkamen.
Die Edel-Punker von „Überdosis“ aus Ludwigsburg konnten nicht nur mit einer der weitesten Anreisen aufwarten, sie boten auch zwei weitere Besonderheiten: Zum einen brachten sie nur deutschsprachige Lieder (hm, ein spanisches war auch dabei) zu Gehör, zum andern handelte es sich zumindest beim Sänger der Vier-Mann-Truppe auch optisch um einen echten Punker, was an Kleidung und Frisur unschwer zu erkennen war. Bei den Herren an Bass und Gitarre war das am ehesten noch an den Haaren zu sehen.
Was der Name versprach, ging dann auf der Bühne postwendend auch ab: Von der ersten Sekunde an bekam das Publikum eine „Überdosis“ an Lautstärke und Tempo um die Ohren gehauen, was sich im wilden Pogen vor der Bühne niederschlug. Anfangs war vom Gesang nicht so viel zu verstehen (zumindest auf der Empore, wo ich saß) – das hatte aber offensichtlich an versagender Mikrofon-Technik gelegen, denn ab dem dritten Lied war das plötzlich wieder okay. Den Zugabe-Rufen am Schluss konnte aus Zeitmangel nicht mehr entsprochen werden.
Zur Abwechslung im Contest-Programm betrat Moderator „Fränk da Tänk“ wieder die Bühne und unterhielt die Anwesenden mit einem weiteren Song, der von zwei Jungs mit Beatbox und Rap ergänzt wurde.
Jede Menge Kilometer hatten auch die (Hard-) Rocker von „Rockatary“ aus Pforzheim hinter sich, als sie auf die Bühne traten. Auch hier war neben vier gestandenen Männern eine Frau mit an Bord, die aber nicht den Bass bediente (wie bei My Little Rockstar Dream), sondern mit ihrer kräftigen Gesangsstimme zu überzeugen wusste. Im Wechsel und zusammen mit dem Sänger erklangen sehr rockige englischsprachige Songs, die melodischer und auch langsamer als die der vorherigen Band waren.
Zu Gefallen wusste ein kleines aber feines Schlagzeugsolo. Zum Gesang der jungen Dame gesellte sich ein „Screaming“ des Sängers, das mit der Zeit immer mehr Raum und Intensität einnahm. Sehr schön anzusehen war auch die kleine Choreographie, wo die Gesangstalente im Rhythmus hin und her marschierten. Mehrstimmiger Gesang zum Ende, flotte Rhythmen, ein super Gitarrensolo, Mitklatschen des Publikums und Pogen mit Headbanging-Einlagen rundeten die Darbietung von Rockatary ab.
Für den fulminanten Schluss des Contest-Geschehens sorgte die Pop Core Band „Searching the blue sky“ aus Stuttgart, die auch wegen des Ausstiegs einer andren Band verspätet auf den Wettbewerbs-Zug aufgesprungen war. Fünf Mann gaben alles, die englischen Songs waren schnell, treibend und sorgten wiederum für wildes Pogen im Publikum.
Mehrstimmige Gesangseinlagen überzeugten ebenso wie der gesamte Auftritt mit den teilweise recht melodischen Songs.
Nun war die Entscheidungsfindung auf Publikum und Jury verteilt. Und während TOS auf der Bühne ihr Bestes gaben, rauchten hinter den Kulissen die Köpfe. Früh am Morgen des 31.01.2010 konnte dann Fränk da Tänk die wartende Menge endlich erlösen, in dem er die drei „Sieger“ – Bands des Abends bekannt gab. In der Reihenfolge ihres Auftretens dürfen sich auf einen Start beim Kultur Open Air Festival 2010 freuen: „My Little Rockstar Dream“, „Überdosis“ und „Rockatary“, welchen wir vom „Musik für uns“ -Team hiermit auch zum Erreichen ihres Ziels sehr herzlich gratulieren.
Zum Fotoalbum geht es HIER.
Gerhard
My Little Rockstar Dream: www.myspace.com/mylittlerockstardream
Missing Break: www.myspace.com/missingbrake
Rockatary: www.myspace.com/rockatary
Searching The Blue Sky: www.myspace.com/searchingthebluesky
Fotos: Gerhard/Musik Für Uns
Thumbnail: Gerhard/Musik Für Uns
Missing Break: www.myspace.com/missingbrake
Rockatary: www.myspace.com/rockatary
Searching The Blue Sky: www.myspace.com/searchingthebluesky
Fotos: Gerhard/Musik Für Uns
Thumbnail: Gerhard/Musik Für Uns

MLRD standen – da wie erwähnt kurzfristig nachgerückt – gar nicht auf dem gedruckten Flyer ;)
Ansonsten toller Bericht und ein klasse Abend!
Danke für den schönen Artikel! :)
Das mit MLRD aus Kirchheim, nehm ich auf meine Kappe ;)
Sind eben sehr kurzfristig eingesprungen und es musste schnell was aufs Plakat! ;) I’m sorry!
Beim nächsten Mal machen wirs richtig! ;)
Ich habe den Online-Flyer (siehe oben) – da sind “My Little Rockstar Dream” mit drauf. :-)
Aber egal, wo sie nun genau herkommen – Hauptsache, sie sind dabei beim Kultur Open Air!
LG Gerhard Brenner
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